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Blaze (Die Elite 3) von Summer, Vivien (eBook)

  • Verlag: Impress
eBook (ePUB)
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Blaze (Die Elite 3)

Auch die Liebe kann dich verbrennen Die Lage in New America hat sich grundlegend verändert. Standen die Träger außergewöhnlicher Fähigkeiten bis eben noch an der Spitze der Gesellschaft, werden sie nun vom Staat selbst verfolgt. Dass Malia unter ihnen zusätzlich eine Besonderheit darstellt, scheint sich wie ein Fluch auf sie zu legen. Wieder einmal ist es ihr ehemaliger Mentor Chris, der sie vor dem Schlimmsten bewahrt, aber seine Nähe entfacht ein Feuer in ihr, das nichts mehr mit ihrem Element zu tun hat. Nach seinem erneuten Verrat wäre es an der Zeit, ihm ein für alle Mal den Rücken zu kehren, aber Malia kann nicht anders, als dem attraktiven Bad Boy eine letzte Chance zu geben und ihm ihr Leben anzuvertrauen... //Alle Bände von Vivien Summers bittersüßen Dystopie-Welt: -- Spark (Die Elite 1) -- Fire (Die Elite 2) -- Blaze (Die Elite 3) -- Dust (Die Elite 4) -- Die Elite-E-Box (E-Book-Gesamtausgabe) -- Flood (Die Diamanten 1)// Vivien Summer wurde 1994 in einer Kleinstadt im Süden Niedersachsens geboren. Lange wollte sie mit Büchern nichts am Hut haben, doch schließlich entdeckte auch sie ihre Liebe dafür und verfasste während eines Freiwilligen Sozialen Jahres ihre erste Trilogie. Für die Ausbildung zog sie schließlich nach Hannover, nahm ihre vielen Ideen aber mit und arbeitet nun jede freie Minute daran, ihr Kopfkino zu Papier zu bringen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 346
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783646603392
    Verlag: Impress
    Serie: Die Elite 3
    Größe: 2198 kBytes
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Blaze (Die Elite 3)

1

Ich war in meiner eigenen Unendlichkeit gefangen. Ich rannte gehetzt und schwer atmend vor etwas davon, aber ich wusste weder, was es war, noch entkam ich dem.

Umgeben von einer Schwärze, die mir höllische Angst einjagte, lief ich einfach weiter. Kälte und Bewegung machten mich müde. Ich zitterte am ganzen Körper, streckte aber immer wieder die Hand nach dem kleinsten Lichtfunken aus, den ich greifen konnte. Als ich einen erwischte, spürte ich eine Wärme, die sich Sekunde um Sekunde in meinem Körper ausbreitete.

Erst dann war mein Verstand so weit zu verstehen, dass es nicht das Feuer der Hölle gewesen war, das meinen Körper wie eine Würgeschlange umarmte, sondern der Schmerz: der brennende, schreckliche, verdammte Schmerz, der ein Loch in mein Herz gerissen hatte.

Ich kniff die Augen zusammen, um die Tränen zurückzuhalten und den aufkommenden Schrei in ein erbärmliches Keuchen zu verwandeln. Es fühlte sich an, als würde mein Herz versuchen die Wunde wieder zusammenzunähen. Bei jedem Stich - und es brauchte viele - zuckte ich zusammen und hoffte, dass es schnell vorbei sein würde.

Ich versuchte zwar mich abzulenken, mit Chris, mit meiner Familie, aber das war leichter geplant, als es tatsächlich war. Selbst einen einzigen klaren Gedanken zu fassen kostete mich so viel Anstrengung, dass die Nähte in meinem Herz langsam wieder aufrissen. Dann ging alles von vorne los.

Also zwang ich mich ruhig liegen zu bleiben. Der Schmerz drückte mich förmlich auf den harten, kalten Boden, wo ich wie ein Embryo zusammengerollt lag.

Tränen brannten mir in den Augen, als ich langsam, aber sicher die Kontrolle zurückerlangte. Ich öffnete sie, blinzelte einmal, blinzelte zweimal, bis ich wieder etwas erkennen konnte.

Wenn ich ehrlich war, hatte ich das nicht erwartet. Ich dachte, ich würde sterben, dachte, ich würde niemals wieder die Augen öffnen und sehen können, wie zerstört das Leben war und dass ich auf einer noch kaputteren Welt lebte. Ich dachte, ich würde mich nicht mehr daran erinnern können, was passiert und dass ich erschossen worden war. Und das von jemandem, dessen Gesicht ich nicht mal gesehen hatte.

Aber am wenigsten hatte ich erwartet, dass ich alleine aufwachen würde.

Als das Zittern langsam aufhörte, wusste ich, dass meine Heilung bald vollendet war.

Meine Haut fühlte sich nicht mehr so taub an, obwohl sich meine Finger immer noch krampfhaft in meine Uniform krallten, als wäre das alles hier nicht real. Ich löste sie vorsichtig und knetete sie, um den Krampf zu lösen und sie zu wärmen. Mit genügend Kraft hätte ich mich bestimmt mit meinem eigenen Feuer wärmen können - aber ich spürte, dass der Heilungsprozess noch nicht abgeschlossen war. Besser war es, wenn ich kein Risiko einging.

Mit großer Mühe und unter Zuhilfenahme der Wand hinter mir schaffte ich es schließlich mich aufzusetzen. Auch wenn meine Lunge sich dabei anfühlte, als ob dünnes Glas zerspränge, hielt ich tapfer durch und wartete so lange, bis die stechende Spannung verschwunden war.

Das Gefühl der Wärme, als mein Blut wieder durch meinen Körper gepumpt wurde, brachte mich zum Schmunzeln.

Ich konnte es immer noch nicht glauben. Hatte ich wirklich überlebt, oder wollte man mir im Jenseits einen Streich spielen? Einer, der definitiv nicht lustig war, denn ich spürte schlagartig die Hoffnung in mir aufkeimen, dass mein Leben weitergehen und ich meine Familie immer noch wiedersehen würde.

Es würde zwar noch ein paar Minuten, maximal eine Stunde dauern, bis ich wieder voll funktionsfähig war, aber die Zeit war es wert. Wenn ich eines gelernt hatte, dann, dass sich das Warten lohnte.

Da mein Kopf auch wieder klarer wurde, stellte ich bald fest, dass es beunruhigend still war. Ich konnte nur meinen erstickten Atem hören, wenn mich das Stechen in der Brust mal wieder daran erinnerte, dass jemand versucht hatte mich zu töte

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