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Blue Fighter Island von König, Sandra (eBook)

  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Blue Fighter Island

Als der Vater der 14-jährigen Maja seinen Job verliert, beginnt ein Albtraum. Er endet in einer tragischen Alkoholsucht. Aus dem liebevollen Vater wird ein lauernder Löwe, jederzeit bereit zuzuschlagen. Regelmäßig verprügelt er Maja und seine Frau. Um der Hölle zu entfliehen, versucht Maja mithilfe ihrer Clique, Geld einzutreiben. Wer nicht zahlt, wird verprügelt. Somit wird auch Maja zum unberechenbaren Mädchen, was sie eigentlich nicht sein will. Als sie einen Jungen lebensgefährlich zusammenschlägt, droht ihr der Verweis von der Schule. Dank ihrem Schulleiter bekommt sie eine neue Chance. Weit weg von allem, auf einem Taekwondo-Internat mitten im Meer. Plötzlich ändert sich ihr ganzes Leben. Das Abenteuer beginnt jetzt. Willkommen auf Blue Fighter Island. Sandra König wurde 1986 in Kassel geboren, seitdem lebt sie in Vellmar, einer Kleinstadt im Landkreis von Kassel. Schon zu ihrer Kinder- und Jugendzeit hat sie gerne Geschichten erfunden und aufgeschrieben. Den Traum, irgendwann ein eigenes Buch in der Hand zu halten, hatte sie bereits zu dieser Zeit. Im Herbst 2013 packte sie diesen beim Schopf und begann Zeile für Zeile ihr Debüt zu schreiben. Melancholische Musik, ein Platz in der Sonne oder am Wasser, das sind für Sandra König die schönsten Orte und Gegebenheiten, um neue Ideen für ihre Geschichten zu sammeln. Immer mit dabei - ein Notizbuch, um alle Ideen, Gedanken oder Gefühle zu notieren.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 260
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783741277993
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 528 kBytes
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Blue Fighter Island

Kapitel 1

"Maja, jetzt lass sie los! Du siehst doch, dass Svenja kein Geld in der Tasche versteckt", brüllte Oli mich an.

Dabei zog er mich von Svenja weg. Wimmernd lag sie am Boden. Wieder hatte sie kein Geld mitgebracht. Obwohl ich sie mehrfach zusammengeschlagen hatte. Warum konnte das Mädel nicht das ausführen, was ich ihr befahl?

Ehe mein bester Freund mich wegziehen konnte, löste ich mich aus seinen Händen und ging erneut auf Svenja zu. Dicht beugte ich mich über sie und flüsterte ihr ins Ohr:

"Wenn du das Geld morgen nicht hast, prügel ich dich windelweich, bis du deinen Namen nicht mehr weißt. Hast du das verstanden?"

Drohend hielt ich ihr meine Faust unter die Nase. Svenja nickte stumm und traute sich nicht mich anzuschauen. Wütend stand ich auf und ging mit Oli weg.

"Mann, Maja, musste das sein? Sie hat dir nichts getan", sagte Oli.

Wütend schaute ich ihn an:

"Was soll das? Willst du mir etwa in den Rücken fallen?", zischte ich ihn an.

"Du weißt doch genau, wofür ich das viele Geld brauche!"

Ich wusste, dass sie mir nichts getan hatte. Die Wut in mir ließ etwas nach und ich schämte mich für das, was ich getan hatte. Ein mieses Gefühl von Schuld kochte in mir hoch.

Beschämt von meiner Tat, zog ich meine Cap tief ins Gesicht. Die Schmerzen, die Svenja meinetwegen erleiden musste, kannte ich von meinem Vater. Ich musste dieses Schuldgefühl loswerden. Ich versuchte, mir einzureden, dass ich das nicht gerne tat, sondern nur, um meiner Mutter und mir zu helfen. Eigentlich war es ja gut, was ich tat.

Schweigend liefen wir nebeneinander her bis zum Wald, wo wir auf die anderen aus unserer Clique trafen. Den ganzen Weg lang hatte ich versucht, mir ein gutes Gefühl einzureden.

Allerdings klappte dies nicht. Immer wieder hatte ich das Bedürfnis zurückzukehren, um mich bei Svenja zu entschuldigen.

"Hey, wo bleibt ihr denn? Wir warten bereits eine Ewigkeit auf euch!", brüllte Jessy.

"Mann, wie siehst du denn aus?", fragte sie mich und schlug mir auf die Schulter.

"Ach, lass mich in Ruhe", keifte ich sie an.

Gerade als Jessy zum Protest ansetzte, zog Oli sie zurück. "Lass sie in Ruhe", mahnte er sie.

Wir gingen zu dritt zu unserem Hauptquartier, wo Johannes, den wir liebevoll Jojo nannten, auf uns wartete. Seit einigen Jahren hatten wir hier im Wald eine alte, verlassene Blockhütte zu unserem Hauptquartier gemacht. Weitab von den Wegen lag die Hütte. Wir hatten hier zwar keinen Strom und kein fließend Wasser, aber wir hatten es uns hier gemütlich zurechtgemacht.

Die Hütte sah brüchig und bei Nacht gespenstisch aus. Von innen war sie mit alten Möbeln vom Sperrmüll für unsere Bedürfnisse hergerichtet. Außer uns, den Black Tigers, wusste keiner, wo wir uns trafen. Neben der Hütte floss ein kleiner Bach, wo wir hin und wieder einen Staudamm bauten, um den Förster zu ärgern. Wir vier waren seit Jahren gute Freunde und gehörten in der Schule zu den Menschen, um die andere einen Bogen machten.

Wir waren die Black Tigers und unser Bandenzeichen war eine Lederkette mit einem Puzzle-Anhänger daran. Auf dem silbernen Puzzlestück prangte ein schwarzer Tigerkopf und an der Seite hatte jeder seine Initialen eingraviert. Die Puzzlestücke passten alle ineinander. Es sollte zeigen, dass wir miteinander verbunden waren. Als Jojo uns sah, sprang er frech grinsend auf und kam auf uns zugelaufen.

"Achtung, Maja hat miese Laune", rief Jessy ihm zu. Mürrisch streckte ich ihr die Zunge heraus.

Jojo interessierte das überhaupt nicht und er kam weiter auf uns zu.

"Na, dann habe ich ja genau das Richtige für uns. Lasst uns ein paar Waldarbeiter ärgern."

Lachend zog er mich am Arm mit sich.

Einige Meter von unserer Hütte entfernt, machten sich Waldarbeiter daran, die Schilder an den Waldwegen zu erneuern. Wir versuchten uns heimlich anzuschleichen, wa

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