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Bodyguard - Die Entscheidung von Bradford, Chris (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.09.2018
  • Verlag: cbt Jugendbücher
eBook (ePUB)
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Bodyguard - Die Entscheidung

Auf sich gestellt. Auf der Jagd. Auf der Flucht.
Als Connor nach einem Anschlag auf das Hauptquartier der Bodyguards nach China beordert wird, zögert er keine Minute. Dort angekommen muss Connor aber feststellen, dass in Wahrheit ER das Ziel der Angriffe ist. Der junge Agent entkommt nur um Haaresbreite und befindet sich nun, verlassen in einem fremden Land, auf der Flucht vor einem Feind, den er nicht kennt. Ohne seine Verbündeten muss Connor sich dort nahezu allein durchschlagen. Dabei ist es diesmal er selbst, der dringend Schutz bräuchte ...

Chris Bradford recherchiert stets genau, bevor er mit dem Schreiben beginnt: Für seine Bestsellerserie "Bodyguard" belegte er einen Kurs als Personenschützer und ließ sich als Leibwächter ausbilden. Bevor er sich ganz dem Bücherschreiben widmete, war Chris Bradford professioneller Musiker und trat sogar vor der englischen Königin auf. Seine Bücher wurden in über zwanzig Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 10.09.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641198435
    Verlag: cbt Jugendbücher
    Serie: cbt Taschenbücher .31205
    Originaltitel: Bodyguard #6 - Fugitive
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Bodyguard - Die Entscheidung

KAPITEL 1

Connor Reeves packte den Stock fest mit beiden Händen und schmetterte ihn in den Bauch des Ringers mit der silbernen Maske, so fest er nur konnte. Der Ringer wurde herumgerissen, durch den Hieb ins Schwanken gebracht.

"Dale! Dale! Dale!" , schrie die Menge auf Spanisch und spornte ihn mit ihrem rhythmischen Hau drauf! -Gebrüll an, noch einmal und noch härter zuzuschlagen.

Als der Ringer wieder zu ihm herumschwang, holte Connor zum zweiten Schlag aus. Dieses Mal versetzte er ihm einen derart vernichtenden Treffer, dass ihm der Bauch aufplatzte, seine Eingeweide herausquollen und auf den gefliesten Boden prasselten. Die Menge jubelte, Connor wurde fast niedergetrampelt, als alle heranstürmten. Connor riss sich die Augenbinde herab. Verblüfft beobachtete er, welche überschäumende Begeisterung eine Geburtstags- Piñata auslösen konnte. Allerdings hatte er auch nur Obst und Süßigkeiten erwartet, mit denen die aus Pappmaschee geformten mexikanischen Piñatas normalerweise gefüllt waren - und nicht Dollarbündel, Silbermünzen, Goldkettchen, glitzernde Halsketten und funkelnde Ringe! Aber schließlich war der Vater des Geburtstagskinds ein schwerreicher Banker und äußerst großzügiger Gastgeber der Party.

"Du hast einen sehr guten Schlag drauf, Connor", sagte Carlos Silva, der Vater des Mädchens, dessen 14. Geburtstag mit der Party gefeiert wurde. Er sprach Englisch mit weichem lateinamerikanischen Akzent.

Connor zuckte die Schultern, aber um die für sein Alter erstaunliche Kraft zu erklären, sagte er: "Ich spiele sehr oft Cricket, Señor Silva."

"Na, du hast dem guten El Santo jedenfalls einen ordentlichen Hieb versetzt!"

Carlos lachte und wies mit einem Nicken auf die Piñatafigur , die die Gestalt des berühmten mexikanischen Ringers mit der Silbermaske hatte. Im wahren Leben war der Ringer ein gewisser Rodolfo Guzmán Huerta gewesen, den man aber nur unter dem Namen El Santo - der Heilige - kannte. Jetzt baumelte die Pappmascheefigur wie ein leerer Sack einsam und verlassen von der Decke. "Nach unserer Tradition symbolisiert die Piñata den Teufel. Du hast ihn so mächtig verprügelt, dass er alle schönen und guten Sachen wieder hergeben musste, die er gestohlen hatte. Was kann dir denn der Teufel gestohlen haben, dass du so wütend auf ihn einhaust?"

Connor antwortete nur mit einem halbherzigen, bitteren Lächeln. Mit der scherzhaften Frage hatte Señor Silva ziemlich genau Connors empfindlichste Stelle getroffen - auch wenn er das niemals erfahren würde. Connor wünschte, er könnte mit den Schlägen seinen Vater wieder zurückholen, den er verloren hatte, als er gerade mal acht Jahre alt gewesen war - seinen Vater, der in einen feigen Hinterhalt geraten und ums Leben gekommen war, als er den amerikanischen Botschafter im vom Krieg zerrissenen Irak beschützen wollte. Und jetzt schien es der Teufel darauf abgesehen zu haben, Connor auch noch die Mutter zu nehmen. Sie kämpfte seit Jahren gegen eine immer weiter fortschreitende Multiple Sklerose. Nur seine Großmutter schien dem Teufel die Stirn zu bieten und immer weiter kämpfen zu wollen, trotz ihres Alters und der schmerzhaften Hüftarthrose.

Connor gab dem Gastgeber den Schlagstock zurück, der Piñatabuster genannt wurde.

Doch Carlos schüttelte den Kopf. "Behalte ihn. Als Erinnerung daran, dass du eine der größten Legenden des mexikanischen Sports besiegt hast."

"Danke." Connor schob den in allen Regenbogenfarben gestreiften Stock in die Gesäßtasche seiner Jeans.

Der Banker klopfte ihm fest auf die Schulter. "Und jetzt genieße die Party, mein Freund."

Carlos gesellte sich wieder zu seiner Frau, die auf der Veranda das Schauspiel des Sonnenuntergangs genoss.

"Hi, Connor!" Ein junger Mexikaner schlenderte herbei und legte Connor freundschaftlich den Arm um die Schultern. Eduardo war

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