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Bodyguard - Die Geisel Band 1 von Bradford, Chris (eBook)

  • Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
eBook (ePUB)
9,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Online verfügbar

Bodyguard - Die Geisel

Ein 14-jähriger Junge als Bodyguard? Das glaubt doch kein Mensch! Eben deshalb ist Connor Reeves bei seinen Inkognito-Einsätzen so erfolgreich. Sein erster Auftrag führt ihn direkt ins Zentrum der Macht: Er soll die Tochter des amerikanischen Präsidenten beschützen. Allerdings darf Alicia nicht merken, dass er in Wahrheit Personenschützer ist. Denn die Präsidententochter hat die Nase voll von dem goldenen Käfig, in dem sie sitzt, und entwischt den Beamten des Secret Service immer wieder. Eines Tages jedoch gerät sie ins Visier einer terroristischen Schläferzelle. Und plötzlich ist sie doch froh, dass ein Bodyguard an ihrer Seite ist: Denn Connor entpuppt sich als stahlharte Kämpfernatur. Chris Bradford recherchiert stets genau, bevor er mit dem Schreiben beginnt: Für seine Bestsellerserie "Bodyguard" belegte er einen Kurs als Personenschützer und ließ sich als Leibwächter ausbilden. Bevor er sich ganz dem Bücherschreiben widmete, war Chris Bradford professioneller Musiker und trat sogar vor der englischen Königin auf. Seine Bücher wurden in über zwanzig Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 480
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641150877
    Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
    Serie: Bodyguard Bd.1
    Originaltitel: Bodyguard - Hostage
    Größe: 2233 kBytes
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Bodyguard - Die Geisel

PROLOG

Der Fahrer trat das Gaspedal hart durch. Er packte das Lenkrad mit solcher Kraft, dass seine Handknöchel weiß hervortraten. Der gewaltige Motor des Humvee brüllte auf. Das gepanzerte Fahrzeug beschleunigte und schoss über den zerbombten Asphalt.

Die beiden Insassen im Fond starrten schweigend auf die von Einschlagkratern übersäte Autobahn hinaus, die sich wie die zerfetzte Haut einer toten Schlange bis zum Horizont erstreckte. An den Seitenfenstern flog die karge irakische Landschaft vorbei - höllische Bilder eines vom Krieg zerrissenen Landes. Ausgetrocknete Felder, übersät mit Müll, verkohlte Skelette ausgebrannter Fahrzeuge, Häuser halb in Ruinen, die Mauern von unzähligen Einschusslöchern durchsiebt ... und dazwischen immer wieder die gehetzten, gequälten Gesichter irakischer Kinder, die die Abfall- und Trümmerhaufen durchstöberten.

Der weibliche Passagier, eine junge Botschaftsassistentin mit gepflegten blonden Haaren, blickte mit weit aufgerissenen Augen auf die trostlose Landschaft. Ihr sonst so frisches, unbekümmertes Gesicht war starr vor Entsetzen. Mit zitternder Hand wischte sie sich eine Träne von der Wange. Der Mann neben ihr, ein groß gewachsener Hispanoamerikaner mit ausgeprägten Wangenknochen und dunkelbraunen, scharf blickenden Augen, hatte sich besser im Griff. Doch auch seine Hände hatten sich in die Armstützen verkrampft und verrieten seine innere Anspannung.

Nur der Bodyguard saß äußerlich unbewegt auf dem Vordersitz, angeschnallt, das MP 5-Maschinengewehr quer über dem Schoß. Es war bei Weitem nicht seine erste Fahrt auf dieser Straße, und bisher hatte er alle heil überstanden. Aber das machte ihm diese Fahrt nicht leichter. Die Strecke war nicht einmal zwölf Kilometer lang, verlief aber in einem weit geschwungenen Bogen und war die einzige große Verkehrsader, die den internationalen Flughafen von Bagdad mit der Grünen Zone verband - dem rund zehn Quadratkilometer großen, festungsähnlich gesicherten Sperrbezirk mitten im Herzen von Bagdad, in dem sich die wichtigsten Militär- und Regierungseinrichtungen befanden. Das machte die sogenannte Route Irish zum gefährlichsten Autobahnabschnitt der Welt - ein monumentaler Schießstand für Terroristen und Aufständische. Sich auf diese Straße zu wagen, war fast selbstmörderisch.

Und heute ist der Einsatz noch höher, dachte der Bodyguard und warf einen kurzen Blick über die Schulter auf den neu ernannten amerikanischen Botschafter im Irak. Gewöhnlich setzten die Amerikaner für den Transport hochrangiger Amtsträger Hubschrauber ein, aber heute herrschte heftiger, böiger Wind, und ein Sandsturm war angekündigt worden, sodass alle Fluggeräte auf dem Boden hatten bleiben müssen.

Unablässig ließ der Leibwächter den Blick durch die kugelsicheren Scheiben über das Terrain streifen, das sich ringsum erstreckte. Vor und hinter dem Fahrzeug donnerten noch drei weitere Humvees über den Asphalt; zusammen bildeten sie eine eindrucksvolle Militäreskorte. Sämtliche Fahrzeuge str otzten vor Waffen: fest montierte schwere M2-Maschinengewehre und MK 19-Maschinengranatwerfer. Ein Humvee raste vor dem Konvoi her und trieb sämtliche zivilen Fahrzeuge zur Seite, wenn sie nicht schnell genug freiwillig Platz machten.

Eine Unterführung kam in Sicht. Der Bodyguard spannte sich. Das war die ideale Stelle für einen Überfall. Am Abend zuvor hatte natürlich ein Spezialtrupp die Brücke genauestens auf IED s untersucht, wie die "Improvised Explosive Devices" oder "unkonventionellen Sprengfallen" im Militärjargon kurz genannt wurden. Aber das hieß noch lange nicht, dass sämtliche Sprengfallen entdeckt worden waren. Instinktiv tastete er nach dem Schlüsselanhänger in seiner Tasche. Er trug ihn immer und überall bei sich. Der Anhänger zeigte das Foto eines achtjährigen Jungen, der fröhlich in die Kamera grinste -

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