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California Dreaming 100 geniale Tage in San Diego von Fermer, David (eBook)

  • Verlag: Oetinger Taschenbuch
eBook (ePUB)
8,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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California Dreaming

Keine Mädchen, keine Flirts, keine Gefahr. No way to love. Nach der Trennung von seiner Freundin fliegt der siebzehnjährige Valentin für drei Monate nach San Diego. In Südkalifornien, wo die Sonne immer scheint, hofft er, seinen Liebeskummer zu überwinden. Und eins will er garantiert nicht: sich wieder verlieben. Easy peasy lemon squeezy? Von wegen. Denn in San Diego lernt Valentin nicht nur die hübsche Trinity kennen, sondern wird auch noch in die verzwickte Liebesgeschichte seines Gastbruders Conor hineingezogen ... Die Story wird durch Video-Clips auf YouTube ergänzt!

David Fermer wurde 1973 in Luzern/Schweiz geboren und wuchss in England auf. Er studierte Kunst und Film in London und Berlin. Nach dem Studium arbeitete er als Aufnahme- und Produktionsleiter für das Fernsehen, später ging er nach Peru, wo er als Englisch- und Kunstlehrer tätig war. Seit 2003 lebt David Fermer in Köln. Wenn er nicht gerade Bücher schreibt, steht er für die Serie 'David & Red (Die Sendung mit dem Elefanten)' vor der Kamera.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 240
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864180309
    Verlag: Oetinger Taschenbuch
    Größe: 1351 kBytes
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California Dreaming

Dumped

Hast du dich je verliebt? Ich meine, richtig verknallt?

Ich rede nicht von diesem Kribbeln im Bauch, das man von früher kennt, diesem innerlichen Flattergefühl, das zeitweise den Eindruck erweckt, dein Körper setze sich leicht gegen die Schwerkraft ab. In der Grundschule verliebt man sich dauernd. In das kecke Mädchen mit den wilden Locken und der heiseren Stimme oder in den filigranen Jungen mit den schwarzen Adleraugen und den kantigen Wangen. Zu Hause erzählst du, dass du in Soundso verliebt bist. Wenige Zeit später sprichst du über ein anderes Mädchen, in das du auch verliebt bist, und in deinem neuen Sportverein begegnet dir wieder ein hübsches Mädchen, das ebenso toll ist und das genau das gleiche Glücksgefühl in dir auslöst. Auf einmal bist du in vier verschiedene Mädchen verliebt. Zeitgleich. Und obendrein in einen Jungen. Er ist zwar dein bester Freund, aber warum solltet ihr nicht später heiraten und gemeinsam Kinder adoptieren? Mit sieben Jahren ist der Unterschied doch gar nicht so groß.

Allmählich wird dir bewusst, dass der Weg, den du für dich gewählt hast, ein schwieriger ist. So wird das nichts. Du kannst schlichtweg nicht in fünf verschiedene Menschen gleichzeitig verliebt sein. Das ist viel zu anstrengend. Außerdem beunruhigt dich die Aussicht, dass im Laufe der Zeit noch ein paar Kandidatinnen dazukommen werden. Bei diesem rasanten Tempo wirst du bis Ende des ersten Schuljahres eine eigene Fußballmannschaft gründen können, in der ausschließlich Mädchen spielen, in die du verliebt bist.

In der Flut dieser Gefühle drohst du zu ertrinken. Du fühlst dich vom Leben betrogen. So wolltest du es gar nicht. Du hast es überhaupt nicht darauf angelegt. Du bist ein Opfer deiner eigenen Lebensfreude.

Irgendwann triffst du die Entscheidung: So kann es nicht weitergehen. Du lässt das Ganze. Es gibt andere, viel bessere Sachen im Leben, mit denen du dich beschäftigen kannst, wie Fußball und Schwimmbadrutschen und tiefe, dreckige Pfützen. Du schraubst dieses Ventil zu. Bremsen an, Deckel drauf, Schlüssel weg. Interessiert dich nicht. Willst du nicht. Langweilig. Doch irgendwann kommst du in die Sekundarschule, und alles geht wieder von vorne los.

Nein, ich rede nicht von dieser Art des Verliebtseins, das mehr eine kindliche Projektion als ein Ausdruck deiner bewusst gewordenen Neigungen ist. Ich rede von der wahren Liebe, dieser furchterregenden Gefühlsexplosion, die den Kern deines Körpers zum Bersten bringt und dich k.o. schlägt, dem elektrisierten Zustand, der dich gänzlich in Besitz nimmt und dich aufzuzehren droht, weil er in jede Zelle deines noch wachsenden Körpers und in jeden wachen Augenblick deines überfüllten Tages hineindrängt. Die Liebe ist nicht nur schön, nein, sie ist auch beängstigend. Sie zwingt dir ein Gefühl der Ohnmacht auf, weil du auf einmal glaubst, dass du ohne diesen einen Menschen nicht mehr leben kannst. Ohne sie wirst du nie vollkommen sein. Du brauchst sie.

Wer dieses Gefühl kennt, weiß, wie es Valentin ging.

Valentin war sechzehn, als er sich zum ersten Mal verliebte. Er hätte sich schon viel früher verlieben können, aber er hatte es nicht getan. Er war von Natur aus ein vorsichtiger Typ. Er wusste, welche Gefahren sich dahinter verbergen.

Nicht dass es ihm an Chancen gemangelt hätte. Im Gegenteil. Valentin war ein begehrter Typ. Er war groß und kräftig und hatte einen athletischen Körper, der sich dank seiner jahrelangen Mitgliedschaft im Schwimmverein entwickelt hatte. Kein Gramm Fett lauerte unter seiner Haut, seine breiten Schultern dehnten jedes T-Shirt. Doch solange er sich erinnern konnte, fühlte sich Valentin anders, als er wahrgenommen wurde. Er war nicht, wie er aussah.

Dann kam Anne. Mit fünfzehn zog sie nach Hamburg und meldete sich in Valentins Schwimmverein an. Anne war bildschön. Valentin beobachtete sie monatelang aus sicherer Entfernung, lauschte dem Auf und Ab ihrer Stimme

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