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Changers - Band 1, Drew von Cooper, T. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.02.2015
  • Verlag: Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG
eBook (ePUB)
12,99 €
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Changers - Band 1, Drew

Am ersten Highschooltag erwacht der 14-jährige Ethan plötzlich als junges blondes Mädchen. Seine Eltern erklären ihm, dass er ein 'Changer' ist. Wie sein Vater gehört er einer Gruppe von Menschen an, die sich während ihrer Schulzeit viermal in eine andere Person - Junge oder Mädchen - verwandeln, bevor sie eine feste Identität wählen. Seine erste Identität als 'Drew' ist für Ethan nicht leicht: Sie muss sich mit den Regeln der Changers vertraut machen, verliebt sich und muss für diese Liebe kämpfen. Was werden die Gegner der Changers unternehmen? Und ist die Organisation, die sie unterstützt, wirklich so gut? Die wichtigste Frage aber lautet: Wer wird 'Drew' am Ende sein? Übersetzt von: Manuela Knetsch

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 05.02.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783440148075
    Verlag: Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG
    Serie: Changers Bd.1
    Größe: 4397 kBytes
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Changers - Band 1, Drew

PROLOG

ETHAN

"G ute Nacht", sage ich, und dann halblaut "Oh Mann". Mom und Dad sind gerade ungefähr zum zwanzigsten Mal in mein Zimmer gekommen und haben mir Gute Nacht gesagt. So, als ob sie irgendwie nicht wollen, dass ich einschlafe. Es ist ja wohl nicht so, dass ich zum Militär einberufen werde oder heirate; es ist nur die Highschool. Jeder hat mal einen ersten Tag an der Highschool. Ich weiß, ich weiß , abgesehen von denen, die ihre Tage damit zubringen, einen Wassertrog 20 Meilen weit auf dem Kopf zu tragen, damit ihre Familie überlebt, und die sich den Luxus höherer Schulbildung nicht leisten können. Ich meine eher, jeder durchschnittliche amerikanische Teenager, so wie ich.

"Wir wollen nur, dass du weißt ...", beginnt Dad.

Mom unterbricht ihn. "Wir lieben dich, Ethan", platzt es aus ihr heraus. Sie hat Tränen in den Augen. Schon wieder. "Du hast dich so verständnisvoll gezeigt, als es um den Umzug ging, und dein Vater und ich ... Wir wollen einfach nur, dass du weißt, wie sehr wir schätzen, wer du bist."

Ich drücke sie und tätschle ihr (ich gebe zu, ein wenig herablassend) den Rücken. Betätige den Lichtschalter über ihrer Schulter. Dann macht Dad weiter mit der Umarmerei, und jetzt stehen wir hier in einer Männerumarmung, ich habe nur meine Totenkopf-Boxershorts an, und langsam geht es mir dann doch etwas zu sehr wie in einer rührseligen Schnulze zu, und plötzlich kann ich mich nicht mehr erinnern, ob ich meine Lieblingsjeans gewaschen habe oder nicht, die hautenge mit dem Riss, wo ich, am Tag bevor wir nach Genesis, Arkantuckasee gezogen sind, mit dem Skateboard hingeknallt bin und mir das Knie böse aufgeschlagen habe, weil ich einen simplen Kickflip auf ein paar Treppenstufen versucht habe. Okay. Es ist eigentlich Genesis in Tennessee, aber wo ist da der Unterschied? Es gibt kein Arthouse-Kino hier. Keinen Skatepark. Keine Veggie-Bar. Es könnte ebenso gut der Mond sein. Der Mond mit ungefähr tausend Fried-Chicken-Restaurants. Nicht dass ich was gegen Chickenwings hätte. Aber es würde doch wohl keinem wehtun, wenn hier mal, keine Ahnung, auch nur ein anständiger mexikanischer Taco-Laden aufmachen würde?

Endlich gehen sie aus dem Zimmer und ich springe ins Bett. Dabei schrecke ich meinen Pitbull Snoopy auf, der sich erhebt, im Kreis dreht, sich dann wieder am Bettende zusammenrollt und einen gewaltigen Hundeseufzer von sich gibt, so als ob ich ihm wirkliche Qualen bereitet habe, weil er sich einen ganzen halben Meter zur Seite bewegen musste. Das ist erst meine zweite Nacht in diesem Zimmer. Ich kenne noch nicht einmal die Muster, die die Lichter an die Wand werfen. (In meinem alten Zimmer in New York wusste ich, dass sich die Scheinwerfer, wenn sie sich auf meinen Schranktüren von links nach rechts bewegten, auf der Straße eigentlich von rechts nach links bewegten.) Die Fäden der Wunde in meinem Knie jucken wie die Hölle. Ich weiß, dass ich mich nicht kratzen soll, aber wenn ich mich wirklich daran halte, können sie mich vermutlich bald in die Klapse einweisen. Wenn ich so darüber nachdenke, frage ich mich, wo sie mir wohl die Fäden ziehen werden, jetzt, da ich nicht mehr zu Dr. Reese gehen kann. "Ich hab dich auf diese Welt geholt", sagt er jedes Mal, wenn ich in seiner Praxis sitze, "also denk dran, dass ich dich jederzeit auch wieder hinausbefördern kann, wenn du deinen Leuten Ärger machst." (Und dann pikst er mich mit einer Nadel.)

Es sind noch tonnenweise Umzugskartons auszupacken - mein Schlagzeug liegt auseinandergenommen und verstaut im Keller. Schon verrückt, dass mein komplettes Leben buchstäblich in vier oder fünf Stapeln gebrauchter Umzugskartons steckt. Meine Fußballtrophäen, mein erstes zerbrochenes Skateboard, sogar Lämmchen (das Stofftier, das mich anscheinend schon am Tag meiner Geburt vom Krankenhaus nach Hause begleitet hat). Irgendetwas in mir würde am liebsten alles in den Kartons lassen und noch

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