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Conni 15 3: Meine beste Freundin, der Catwalk und ich von Hoßfeld, Dagmar (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.08.2015
  • Verlag: Carlsen Verlag GmbH
eBook (ePUB)
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Conni 15 3: Meine beste Freundin, der Catwalk und ich

Neues aus Connis Leben. Besser geht s nicht! Erst Anfang Januar wird Phillip zurückkommen. Bis dahin wird er dort bleiben, wo er seit den Sommerferien ist: in Berkeley, Kalifornien, USA. Conni weiß nicht, wie sie es so lange ohne ihn aushalten soll. Dass ihre beste Freundin Lena plötzlich Post von ihrem unbekannten Vater bekommt, ist eine willkommene Abwechslung. Lena will nach Hamburg fahren, um ihn kennen zu lernen. Und Conni soll sie begleiten. In der Stadt an der Elbe erhält Lena ein unglaubliches Angebot ... Dagmar Hoßfeld wollte als Kind Tierärztin, Bäuerin oder Gestütsbesitzerin werden. Dass sie sich anders entschieden hat, verdankt sie ihrem Sohn: Als er ungefähr ein halbes Jahr alt war, bekam sie Lust, ein Kinderbuch zu schreiben. Sie setzte sich an den Schreibtisch - und hörte mit dem Schreiben einfach nicht mehr auf. Zum Glück! Mittlerweile sind viele wunderbare Kinder- und Jugendbücher von ihr erschienen. Geboren wurde Dagmar Hoßfeld 1960 in Kiel. Heute lebt sie in einem kleinen Dorf zwischen Ostsee und Schlei und hat, wie sie selbst sagt, den schönsten Beruf der Welt: Autorin.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 288
    Erscheinungsdatum: 28.08.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783646927603
    Verlag: Carlsen Verlag GmbH
    Serie: Conni 15 3
    Größe: 1451 kBytes
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Conni 15 3: Meine beste Freundin, der Catwalk und ich

Von fremden Vätern
und bedrohten Schlössern

Als ich mittags von der Schule nach Hause komme, steht meine Mutter in der Küche und rührt mit einem Holzlöffel in einem großen Topf herum. Zweimal links rum, zweimal rechts rum, wieder zweimal links rum. Exakt abgezirkelt. Faszinierend.

Seit Jakob auf die Gesamtschule geht und mein Gymnasium eine Ganztagsschule ist, kommt es nur noch selten vor, dass wir mittags aufeinandertreffen und unsere Mam für uns kocht. Normalerweise essen wir in der Schulmensa, Jakob in seiner und ich in meiner. Papa isst sowieso in der Stadt. Unsere Hauptfamilienmahlzeit ist das gemeinsame Abendbrot. Heute ist eine echte Ausnahme.

Mein kleiner Bruder hockt schon am Esstisch. Er lockt Kater Mau mit einem Leckerli und will ihn dazu bewegen, Männchen zu machen.

"Mach schön Sitz!", sagt Jakob und wedelt mit dem Futterbröckchen vor der Katzennase herum.

Ha, ha, netter Versuch! Wer meinen Tigerkater kennt, weiß, dass der viel zu intelligent ist, um sich mit Naturalien bestechen zu lassen. Akrobatische Kunststückchen liegen eindeutig unter seiner Würde.

Mau setzt sich hin und fixiert Jakob mit klugen Sphinxaugen. Es sieht so aus, als würde er versuchen, meinen Bruder zu hypnotisieren, damit der das Leckerchen endlich fallen lässt. Maus gestreifte Schwanzspitze zuckt rhythmisch hin und her. Jakobs Augen werden schon ganz glasig.

Ich muss lachen.

"Vergiss es", sage ich und schnappe mir eine Limoflasche von der Anrichte. "Wenn du ein unterwürfiges Tier haben willst, wünsch dir einen Golden Retriever!"

Mau löst seinen Hypnoseblick von Jakob und zwinkert mir verschwörerisch zu.

Ich blinzele zurück und begrüße meine Mam. Sie schaut nur kurz auf und lächelt mir zu, während sie weiterrührt.

Im Gegensatz zu ihr ist Jakob von meinem Vorschlag mit dem Hund sofort begeistert.

"Au ja!", ruft er und springt auf. "Krieg ich einen Retriever? Oder eine Dogge? Einen Schäferhund? Einen Border Collie?"

Mau verschwindet unter der Bank, um das kullernde Leckerli einzufangen, das Jakob fallen gelassen hat.

"Nein", erwidert unsere Mutter. "Aber das Essen ist fertig. - Du bist spät dran", wendet sie sich an mich, während ich die Teller aus dem Schrank hole.

"Echt? Ist mir gar nicht aufgefallen", entgegne ich mit einem Schulterzucken.

Unser Verhältnis ist momentan etwas angespannt. Das ist auch der Grund, weshalb ich auf dem Heimweg heute ein bisschen getrödelt habe. Ich hab überhaupt keine Lust, mich von ihr jetzt in eine Pünktlichkeitsdiskussion verwickeln zu lassen. Das einzige Thema, über das ich mich wirklich gerne mit ihr und meinem Vater unterhalten würde, ist meine Reise zu Phillip. Aber das ist eine Angelegenheit, über die meine Eltern wiederum nicht mit mir sprechen möchten. Wozu also kommunizieren? Wir reden sowieso aneinander vorbei.

Dabei will ich mir von meinem selbst verdienten Geld doch nur ein Billigflugticket kaufen, um in den Herbstferien nach Kalifornien zu fliegen. Aber genauso oft wie ich frage, sagen meine Eltern Nein. Sie finden, dass ich für so eine Reise noch zu jung bin.

Zu jung? Oh Mann ... Wie alt hätten sie mich denn gerne?

Wenn ich erst mal volljährig bin, brauche ich ihre Erlaubnis nicht mehr. Dann muss ich aber auch nicht mehr nach Berkeley, weil Phillip bis dahin längst zurück ist.

Ich will JETZT zu ihm. Nicht erst in hundert Jahren.

Außerdem gehört mein Geld mir, finde ich. Ich hab dafür geschuftet und es mühsam zusammengehalten. Also darf ich damit wohl auch machen, was ich will. Oder etwa nicht?

Ja, klar. Theoretisch schon. Mit fünfzehn bin ich nämlich eine mündige Minderjährige . Das hatten wir neulich gerade in Gesellschaftskunde. Aber auf dem Ohr sind meine Eltern komischerweise taub. Die behandeln mich lieber weiter wie eine unmündige Unerwachsene . Ich darf mir von

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