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Constable & Toop Von Geistern empfohlen von Jones, Gareth P. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.08.2014
  • Verlag: Verlag Carl Ueberreuter
eBook (ePUB)
9,99 €
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Constable & Toop

London, Ende des 19. Jahrhunderts: Sam Toop, Sohn des Bestattungsunternehmers Mr Toop, kann Geister sehen. Jedoch sehr zu seinem Leidwesen, denn häufig nerven ihn die Geister der frisch Verstorbenen damit, dass er ihren Liebsten Botschaften aus dem Jenseits überbringen soll. Richtig dramatisch wird es für Sam aber erst, als er Lapsewood begegnet, einem phlegmatisch-ergrauten Geist, der von der Geisterbehörde mit einem mysteriösen Fall beauftragt wurde: Er soll herausfinden, warum aus Londons Häusern die Hausgeister verschwinden. Und ist die Schwarze Fäule, die sich daraufhin in den Häusern ausbreitet, noch irgendwie aufzuhalten? Die beiden kommen einer Riesenverschwörung auf die Spur ...

Gareth P. Jones schreibt schon seit vielen Jahren Kinder- und Jugendbücher sowie Drehbücher. Für seine erste Reihe "The Dragon Detective Agency" stand er auf der Shortlist des Waterstone's Book Prize, für "The Considine Curse" erhielt er den Blue Peter Book Award 2012. Zu jedem seiner Bücher hat er einen originellen Begleitsong eingespielt, so auch zu "Constable & Toop".

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 368
    Erscheinungsdatum: 19.08.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783764190545
    Verlag: Verlag Carl Ueberreuter
    Originaltitel: Constable & Toop
    Größe: 1996 kBytes
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Constable & Toop

Kapitel 2
Die Leiche im Sarg

Sam Toop wurde von einem Hämmern gegen die Tür und einer Stimme geweckt, die schrie: "Lass mich rein! Charlie, ich weiß, dass du da bist. Lass mich rein!"

Charlie?, dachte er im Halbschlaf. Sein Vater hieß Charles, aber er hatte noch nie gehört, dass ihn jemand Charlie gerufen hätte.

Regen prasselte gegen das Fenster. Wind rüttelte am Rahmen.

"Herrgott noch mal, lass mich rein, Charlie ...!

Sam schlüpfte aus dem Bett und ging zum Fenster. Barfuß auf den kalten Holzdielen. Es war mitten in der Nacht und draußen blies ein schrecklicher Sturm. Wer würde bei solch einem Wetter rausgehen? Kunden kamen nie in der Nacht. Das Beerdigungsgeschäft war nur selten eine dringende Angelegenheit. Die Bestattungen von Constable und Toop wurden organisiert, wie sie durchgeführt wurden: würdevoll und ruhig.

"Charlie!", schrie die Stimme.

Ganz bestimmt kein Kunde. Kunden sprachen immer nur in gedämpftem, respektvollem Ton. Es war, als hätten sie Angst davor, die Leichen zu wecken, die gelegentlich in den Särgen im Hinterzimmer lagen.

Die Gestalt polterte gegen die Tür. Sam kam der Gedanke, dass sie vielleicht eine von Ihnen war. Aber nein, sie schlugen nicht gegen Türen. Warum sollten sie, wo sie doch leicht durch sie hindurchgehen konnten? Sam legte eine Hand über sein rechtes Auge, um sicherzugehen. Ja, er konnte ihn immer noch sehen.

Ein Blitz schlängelte sich über den schwarzen Himmel und beleuchtete das Gesicht des Mannes. Seine Augen sahen wild und verzweifelt aus. Regen tropfte von seiner krummen, gebrochenen Nase. Die Erkenntnis, dass dieser Mann lebendig war, war wenig tröstlich. Sam hatte weit mehr Angst vor den Lebenden als vor den Toten. Geister besaßen nicht die Macht, ihm wehzutun. Ihre Drohungen waren leer. Es waren die Lebenden, die Schmerz zufügen konnten.

Eine Holzdiele knarrte und Licht drang unter seiner Tür hindurch. Sein Vater war aufgestanden und lief über den Flur, die Treppe hinunter und durch den vorderen Teil des Ladens. Sam verfolgte den Schein seiner Lampe durch die Schlitze in den Holzdielen.

Er konnte nicht hören, was gesprochen wurde, aber er hörte, wie die Tür geöffnet wurde und der Mann eintrat, begleitet von einem Windstoß, der durch das Haus fegte. Ein Gefühl in Sams Magengrube ließ ihn wie angewurzelt verharren. Aus dem Hinterzimmer hörte er ein Hämmern. Hammer auf Nagel. Ein hinreichend bekanntes Geräusch, aber nicht mitten in der Nacht. Er wartete, bis die Schritte seines Vaters wieder die Treppe hinaufkamen und an seinem Zimmer vorbei waren, bevor er zurück ins Bett ging, sich zusammenrollte und seine Zehen umklammerte, um sie aufzuwärmen.

Irgendwann musste er eingeschlafen sein, denn als er seine Augen öffnete, war der Himmel von einem hellen Blau und von unten vernahm er Stimmen. Er hörte, wie sein Vater sagte: "Es tut mir leid, ich habe nichts gesehen. Hier sind nur ich und mein Junge."

"Dann möchte ich auch mit dem Jungen sprechen", sagte eine Männerstimme.

"Sam", rief Mr Toop. "Bitte komm herunter."

Sam kletterte aus dem Bett, zog sich rasch an und lief nach unten. Ein schwarz gekleideter Mann mit grauer pockennarbiger Haut stand in der Tür. Sein Anzug sah aus wie ein Kleidungsstück, das einmal schick gewesen war, als es zum ersten Mal getragen wurde, nun aber schmuddelig und feucht war.

"Sam, dieser Gentleman vertritt das Gesetz", sagte Mr Toop.

"Savage", sagte der Mann. "Polizeikommissar Savage. Einige Ihrer Nachbarn sagen, sie hätten gestern Nacht Geschrei gehö

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