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Cornwall College 3: Was weiß Cara Winter? von Harper, Annika (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.06.2019
  • Verlag: Carlsen Verlag GmbH
eBook (ePUB)
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Cornwall College 3: Was weiß Cara Winter?

Das altehrwürdige Cornwall College: Hier sind sie alle, die Kinder der Reichen und Schönen: protzige Prinzen und Glitzergirls, echte Stars und Dramaqueens ... und dazwischen: Cara. Ein Mädchen voller Geheimnisse ... BAND 3: Während die Glitzergirls auf dem Internat Cornwall College die neuesten Nagellacktrends besprechen, kommt Cara Winter nicht zur Ruhe. Denn ihr bester Freund Moritzlandet in den Fängen von Kriminellen. Nur Cara kann ihm helfen. Sie ahnt nicht, welche Lawine an Ereignissen sie damit auslöst - und ihre Welt gerät ins Wanken wie noch nie ... Glamour, Krimi, Internat: Willkommen im Cornwall College! Annika Harper studierte Anglistik in Hamburg und London und arbeitet als Übersetzerin und in einem Chocolate Shop. 'Cornwall College' ist ihr erster Roman. Sie lebt mit ihrem englischen Mann, zwei Kindern und drei Hunden in einem Cottage in Cornwall.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 272
    Erscheinungsdatum: 27.06.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783646930139
    Verlag: Carlsen Verlag GmbH
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Cornwall College 3: Was weiß Cara Winter?

Es macht sanft Plopp, als ich das fliederfarbene Büchlein wieder zuschlage. Vermutlich sowieso saudumm von mir, diese Idee mit dem Brief. Besonders, da ich ihn an jemanden schreibe, der ihn nie lesen wird.

Vorsichtig streiche ich über den seidenen Stoffeinband des Buches mit den noch fast leeren Seiten. Miss Gwynn hat es mir zu Weihnachten geschenkt.

"Für lauter geheime Gedanken!", hat sie liebevoll gesagt.

Ich mag meine alte Hauslehrerin sehr. Wie oft hätte ich mich in den Jahren nach dem Tod meiner Eltern verloren gefühlt, wäre sie nicht gewesen. Sie war immer viel mehr für mich als nur eine Privatlehrerin. Miss Gwynn ist Familie. Ich grinse in mich rein - tja, wenn man keine große Familie mehr hat, bastelt man sich eben selbst eine.

Irgendwie scheint Nana wohl ähnlich zu fühlen. Hinter ihrer aristokratisch harten Schale verbirgt sich vermutlich doch ein weicher Kern. Statt meine alte Lehrerin zu entlassen, weil sie ja nun nicht mehr gebraucht wird, hat sie sie kurzerhand zu ihrer Privatsekretärin befördert.

"Du kannst mit dem leeren Buch machen, was du willst", hat mich Miss Gwynn ermuntert. "Du kannst es als Tagebuch nutzen oder darin zeichnen oder ..." Sie kicherte. (Typisch britischer Humor!) "... wenn du möchtest, auch Mathe üben. Verwende es, wie immer du willst, Angie!"

Was Schule angeht, kennt Miss Gwynn meine Stärken und meine Schwachstellen wie keine andere. Und - wo sie recht hat, hat sie recht - zu meinen Stärken gehört Mathe definitiv nicht. Ich habe zu ihrem Witz verschwörerisch gelächelt.

"Bist du fertig, Angie, my dear?" Nanas leicht gestresste Stimme schallt von unten aus dem Treppenhaus durch meine geöffnete Tür und reißt mich aus meinen Gedanken.

Komisch, bei den größten Business-Deals der Welt ist meine Großmutter nicht aus der Ruhe zu bringen. Ihr Pokerface eilt ihr praktisch überall als Markenzeichen voraus. Obwohl das eigentlich gar kein Pokerface ist, also nichts, was sie sich antrainiert hat. Dieser Gesichtsausdruck ist angeboren. Nana ist eben Britin durch und durch, von Kopf bis Fuß. So, wie sie hocherhobenen Hauptes alles und jeden überblickt, ist sie der Queen garantiert ebenbürtig. Ihr Motto? Haltung ist das Rückgrat des Lebens. Und das Rückgrat meiner Großmutter verbiegt sich ganz sicher auch bei Windstärke zwölf nicht. Klar, dass ich mit fünf Jahren ihre täglichen Zurufe "Contenance, Angie, Contenance! Haltung!" für ganz normale Omi-Kommentare gegenüber ihren im Matsch spielenden Enkeln hielt. (Zum Glück haben Mum und Dad mir solche Sachen nie zugerufen!)

Umso erstaunlicher also, dass meine Großmutter in Momenten wie diesem, ein wenig - nun ja - kopflos wirkt. Schließlich haben wir noch über zwei Stunden Zeit bis zum Abflug und der Flughafen ist kaum vierzig Minuten von uns entfernt.

"In zwei Minuten bin ich unten, Nan!", rufe ich zurück und stopfe Miss Gwynns schönes Geschenk schnell in meinen Rucksack.

"Du willst doch die Maschine nicht verpassen!", ruft meine Großmutter noch etwas lauter.

Während ihre Schuhe auf dem Marmorboden unserer Eingangshalle in Richtung Cloakroom klackern, höre ich sie zu sich selbst grummeln: "Warum das Kind unbedingt in eines von diesen ordinären Allerweltsflugzeugen steigen will, remains a mystery to me! Wo wir doch zwei exzellente Firmenjets am Flughafen stehen haben! Ts-ts-tsss!"

Ach, Nana, liebste Nan! Weil es viiiiiel mehr Spaß macht, Allerweltsdinge zu tun, als in einem goldenen Käfig zu leben!

"Ich bin jetzt fertig", lasse ich unten in der Halle Heinrich wissen, der darauf schon gewartet hat. Trotz seines inzwischen leicht fortgeschrittenen Alters eilt er sofort die Treppe hoch, um meine Koffer zu holen.

Ich lächele, als ich wenig später dabei zusehe, wie er draußen mein Gepäck im Kofferraum unseres alten Mercedes' verstaut.

Jetzt geht es also wieder los. Cornwall College, ich komme! Automatisch schießen freudig a

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