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Crazy Games Der perfekte Tag, der in der Hölle endet: von Mous, Mirjam (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.01.2015
  • Verlag: Arena Verlag
eBook (ePUB)
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Crazy Games

DAS IST EIN TEST.

Sie wissen immer wo du bist und was du gerade tust. Sie kennen deinen Namen, deine Adresse und vielleicht auch deine Gedanken. Sie stellen dir Aufgaben, jeden Tag eine neue. Das Schlimmste aber ist, sie haben deinen Vater. Wenn du nicht tust, was sie sagen, geht es ihm schlecht. Du bist ein Spielball in ihren Händen und niemand ist auf deiner Seite.

Ein Wettlauf gegen die Zeit.

Ein Thriller, der einem den Atem raubt.

Mirjam Mous, geboren 1963 in Made in den Niederlanden, arbeitete als Sonderschullehrerin, bevor sie hauptberuflich Schriftstellerin wurde. Sie schreibt Bücher für Kinder und Jugendliche und ist besonders bekannt für ihre mitreißenden Thriller.

Foto: © by Wilco van Dijen

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 300
    Erscheinungsdatum: 12.01.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783401804545
    Verlag: Arena Verlag
    Größe: 1997kBytes
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Crazy Games

4

Double trouble

D a stand ich also, vor dem Vegas, den Kopf voller brennender Fragen, in der glühend heißen Sonne.

Ich musste etwas tun, aber was? Ehrlich gesagt fiel mir rein gar nichts ein. Die ganze Situation war so absurd, dass sie genau so im Fernsehen laufen könnte, außer, dass die Leute in Krimiserien immer wissen, was sie tun müssen, nämlich: herausfinden, wer das Opfer zuletzt gesehen hat. Und dann ist auch schon klar, wer der Mörder - oder in Papas Fall: der Entführer ist.

Weil mir nichts Besseres einfiel, beschloss ich, dieselbe Taktik anzuwenden. Meine erste Anlaufstelle war Betfred - das Lieblingswettbüro meines Vaters in der Little Road. Papa war dem Hunderennen sehr zugetan. Vor Jahren hatte er auf den Neuling Lucky Strike gesetzt und damit genügend Geld gewonnen, um einen Gebrauchtwagen und einen Secondhandfernseher kaufen zu können. Er nannte es "seine große Schlacht", als wäre er so eine Art Wilhelm der Eroberer - und obwohl er das Auto schon längst wieder hatte verscherbeln müssen, glaubte er noch immer, dass irgendein Windhund ihn eines Tages zu einem reichen Mann machen würde.

Yeah, right .

Ich bog wieder auf den Palmera Drive ein, dieses Mal in entgegengesetzter Richtung. Unten am Kieselstrand lagen ein paar Leute hinter einem Windschutz. Auf dem Boulevard oben herrschte mehr Betrieb, alle Bänke und Strandkörbe waren besetzt. Ich sah Mütter mit Kinderbuggys und alte Frauen mit Riesensonnenbrillen. Eine von ihnen trug sogar einen lächerlichen Hut mit Schleifen, als wäre sie in Ascot auf der Rennbahn. Drei Männer lachten über einen vierten, der mit schwerem Akzent etwas Witziges erzählte. Kurze Hosen, bleiche Beine und Tattoos, die unter Hemdärmeln hervorlugten. Aber Papa war nicht dabei.

Der Strand verwandelte sich immer mehr in einen Spielplatz. Ein Junge federte an riesigen Gummibändern durch die Luft und ein Mädchen purzelte in einer gigantischen durchsichtigen Plastikkugel herum. Im Meer hinter ihnen ritten Surfer auf den Wellen.

Ein paar Meter weiter lag der Pier. Die Eingangstore standen offen und das weiße Kuppeldach von The Old Carousel glitzerte. Die Enttäuschung nagte in meiner Brust. Dort hätte ich jetzt mit Talisha stehen können ...

Ich ließ das Meer hinter mir und lief in Richtung Zentrum. Mittlerweile schaute ich mir jeden Entgegenkommenden genau an, sogar die Fußgänger auf der anderen Straßenseite.

Da! Der Mann ...

Aber nein, das war nicht mein Vater.

Bei der White Street ging ich in den Park und bei Wiggles wieder hinaus. Danach brauchte ich nur noch eine Straße zu überqueren und in eine Seitenstraße einzubiegen ...

Little Road. Schmal wie eine Poritze und bis zum letzten Zentimeter zugebaut. Das Wettbüro war eingeklemmt zwischen Domino's Pizza und Something Fishy - eine Snackbar, die Fish & Chips verkaufte. An der rechten Seite der Fassade stand BETFRED, auf der linken THE BONUS KING.

König Raffgier, sollte das wohl heißen.

Ich drückte die rote Tür auf.

Von innen war das Wettbüro größer, als ich gedacht hatte. Eine Wand war von vorn bis hinten mit Bildschirmen bedeckt - drei Reihen hoch. Darunter, an derselben Wand, stand eine Holztheke mit einer Reihe Barhockern davor. Ich fragte mich, welcher Hornochse diesen Raum wohl eingerichtet hatte. Man musste ein Schlangenmensch sein, wenn man sich hier ein Wettrennen anschauen wollte, ohne einen Krampf im Nacken zu bekommen.

Im Augenblick lief kein Wettkampf. Die Bildschirme zeigten nur Ergebnisse. Ich schlenderte weiter zum Schalter, eine Festung aus Holz und Glas mit einer Überwachungskamera darüber. Dahinter saß ein Mann mit Schlupflidern, die ihm eine träge und zugleich zwielichtige Ausstrahlung gaben.

Er lugte unter den Lidern hervor. "Ich glaube nicht ..."

"Ich bin nicht zum Wetten hier", sagte ich schnell. "Ich suche meinen Vater, Chris Long. Er kommt regelmäßig h

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