text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Crescent City 1 - Wenn das Dunkel erwacht von Maas, Sarah J. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.09.2020
  • Verlag: dtv Deutscher Taschenbuch Verlag
eBook (ePUB)
16,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Crescent City 1 - Wenn das Dunkel erwacht

Der Auftakt zur neuen Reihe von Bestsellerautorin Sarah J. Maas! Magie, Musik - und tödliche Gefahren: Die junge Bryce Quinlan, Halb-Fae und Halb-Mensch, genießt jedes Vergnügen, das Crescent Citys Nächte zu bieten haben. Doch dann wird ihre beste Freundin Danika von einem Dämon brutal ermordet - und für Bryce bricht die ganze Welt zusammen. Als der Dämon zwei Jahre später erneut zuschlägt, wird Bryce gegen ihren Willen in die Ermittlungen hineingezogen und muss mit Hunt Athalar zusammenarbeiten. Einem Engel, der als gewissenloser Auftragsmörder berüchtigt ist, - und mit dem sich Bryce auf ein Spiel mit dem Feuer einlässt. Während die beiden der Spur des Dämons tief in die Unterwelt der Stadt folgen, entdecken sie eine bösartige Macht, die ganz Crescent City in Schutt und Asche legen könnte ...

Bereits mit 16 schrieb Sarah J. Maas den ersten Entwurf ihrer Erfolgsreihe >Throne of Glass<. Ihre Bücher wurden in 36 Sprachen übersetzt. Sie lebt mit ihrer Familie in Pennsylvania.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 928
    Erscheinungsdatum: 18.09.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783423437943
    Verlag: dtv Deutscher Taschenbuch Verlag
    Serie: Crescent City 1
    Originaltitel: Crescent City 01
    Größe: 4074 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Crescent City 1 - Wenn das Dunkel erwacht

TEIL I DIE SENKE
1

Ein Wolf lungerte vor der Galerietür.

Was bedeutete, dass heute Donnerstag sein musste. Was bedeutete, dass Bryce echt verdammt müde sein musste, wenn sie sich bei der Frage nach dem Wochentag schon auf Danikas Kommen und Gehen verließ.

Die schwere Metalltür von Griffins Altertümer & Antiquitäten dröhnte unter dem Hieb der Wolfsfaust, deren metallic-violett lackierte Fingernägel dringend eine Maniküre brauchten, wie Bryce wusste. Eine Sekunde später blaffte eine weibliche Stimme, durch den Stahl gedämpft: »Mach endlich auf, B. Hier draußen ist es schweineheiß!«

Bryce, die an ihrem Schreibtisch in dem dezenten Ausstellungsraum der Galerie saß, rief grinsend das Video der Überwachungskamera an der Eingangstür auf und schob sich eine weinrote Haarsträhne hinter ihr spitz zulaufendes Ohr. »Warum bist du von oben bis unten mit Dreck bespritzt?«, fragte sie in die Gegensprechanlage. »Du siehst aus, als hättest du im Müll gestöbert.«

»Was zum Teufel heißt 'gestöbert'?« Danika hüpfte von einem Fuß auf den anderen. Schweiß glänzte auf ihrer Stirn. Ungeduldig wischte sie mit schmutzigen Fingern darüber und verteilte die schwarzen Dreckspritzer dabei noch.

»Das wüsstest du, wenn du mal ein Buch in die Hand nehmen würdest, Danika.« Froh über die Unterbrechung eines endlos langen Vormittags mit langweiligen Recherchen stand Bryce lächelnd von ihrem Stuhl auf. Da die Galerie keine Fenster hatte, musste sie sich ganz auf die Videoüberwachungsanlage verlassen, um herauszufinden, wer jenseits der dicken Außenmauern stand. Selbst mit ihrem scharfen Gehör der Halb-Fae konnte sie kaum etwas von dem wahrnehmen, was sich auf der anderen Seite der schweren Tür abspielte - abgesehen vom gelegentlichen Hämmern einer Faust. Hinter dem schlichten Äußeren des Sandsteingebäudes verbargen sich neueste Überwachungstechnik und erstklassige Magie und sorgten dafür, dass die Galerie reibungslos funktionierte und die zahlreichen Bücher im Kellerarchiv vor Schaden bewahrt wurden.

Als hätte allein der Gedanke an das Geschoss unter Bryce' High Heels sie heraufbeschworen, ertönte im nächsten Moment eine dünne Stimme hinter der fünfzehn Zentimeter dicken Archivtür links neben Bryce: »Ist das Danika?«

»Ja, Lehabah.« Bryce legte eine Hand auf den Griff der Eingangstür. Die Beschwörungszauber summten unter ihrer Handfläche und schlängelten sich wie Rauch über ihre goldbraune, von Sommersprossen übersäte Haut. Sie biss die Zähne zusammen und ertrug das Prickeln, an das sie sich auch nach einem Jahr in der Galerie noch immer nicht gewöhnt hatte.

Auf der anderen Seite der trügerisch schlichten Metalltür des Archivs warnte Lehabah: »Jesiba gefällt ihre Anwesenheit hier nicht.«

»Dir gefällt ihre Anwesenheit nicht«, berichtigte Bryce und musterte die Archivtür mit zusammengekniffenen Augen. Sie wusste genau, dass die winzige Feuerkoboldin wie bei jedem unangemeldeten Besuch lauschend auf der anderen Seite schwebte. »Geh wieder an die Arbeit.«

Lehabah antwortete nicht; sie driftete vermutlich schon wieder ins Archiv hinunter, um die Bücher dort zu bewachen. Bryce verdrehte die Augen, riss die Eingangstür auf und bekam eine volle Ladung heiße Luft ins Gesicht, die so trocken war, dass sie sämtliches Leben aus ihr zu saugen drohte. Und dabei hatte der Sommer gerade erst angefangen.

Danika sah nicht nur so aus, als hätte sie im Müll gestöbert - sie roch auch so.

Aus ihrem langen silberblonden Zopf mit den amethyst-, saphir- und rosenfarbenen Strähnchen hatten sich ein paar Locken gelöst. Darauf schimmerte eine dunkle Substanz, die nach Metall und Ammoniak stank.

»Hat ja verdammt lange gedauert«, murrte sie und stolzierte in die Galerie, wobei das Schwert auf ihrem Rücken bei jedem Schritt wippte. Ihr Zopf hatte sich in seinem abgewetzten Ledergriff

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen