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Das Amulett der Wüstenkrieger Die Bruderschaft vom Heiligen Gral (2) von Schröder, Rainer M. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.04.2014
  • Verlag: Arena Verlag
eBook (ePUB)
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Das Amulett der Wüstenkrieger

Libysche Wüste, 1291. Eine Karawane zieht durch die menschenfeindliche Einöde. Unter ihnen vier junge Tempelritter. In ihrer Obhut: die schöne Kaufmannstochter Beatrice. Ihr Ziel: das ferne Frankreich. Doch es ist kein gewöhnlicher Zug durch die glühende Hitze. Es ist eine verzweifelte Flucht. Denn die vier Templer tragen den größten Schatz der Menschheit bei sich: den Heiligen Gral. Atemberaubende Spannung, gewaltige Abenteuer, große Gefühle: Mit unvergleichlichem Geschick nimmt Rainer M. Schröder seine Leser auch im zweiten Teil seiner Gralstrilogie mit auf eine Reise, die man so schnell nicht mehr vergisst. Rainer M. Schröder, 1951 in Rostock geboren, in Ostberlin aufgewachsen und mit seiner Familie kurz vor dem Bau der Mauer in den Westen geflohen, absolvierte parallel zum Abitur eine dreijährige Operngesangsausbildung in Düsseldorf. Nach zwei Jahren bei der Luftwaffe und Tätigkeit als Lokalreporter bei einer Düsseldorfer Tageszeitung studierte Rainer M. Schröder Jura sowie Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften in Köln. Kurze Gastspiele als Autor für das Stadttheater in Nürnberg und als Verlagslektor folgten. Seit 1977 arbeitet er als freischaffender Schriftsteller. Nach ersten Bucherfolgen ließ sich Rainer M. Schröder 1980 mit seiner Frau Helga in den USA nieder und verbrachte die nächsten Jahre auf seiner Farm in der Halbwildnis von Süd-Virginia am Smith Mountain Lake als Autor und Hobbyfarmer. Von dort führten ihn zahlreiche Abenteuerreisen in viele Teile der Welt. Heute zählt Rainer M. Schröder zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Schriftstellern von Jugendbüchern sowie historischen Gesellschaftsromanen für Erwachsene. Sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet - unter anderem im Oktober 2005 mit dem 'Buxtehuder Bullen'. Das Ehepaar Schröder lebt in Woodstock, Georgia, USA.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 591
    Erscheinungsdatum: 04.04.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783401803500
    Verlag: Arena Verlag
    Größe: 2353 kBytes
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Das Amulett der Wüstenkrieger

1

Im Laufschritt eilte Sjadú mit seinem Gefolge, das sich so wie er dem mächtigen Fürsten der Finsternis buchstäblich mit Leib und Seele verschrieben hatte, durch die brennende Hafenstadt. Wilder, satanischer Jubel erfüllte seine Brust beim Anblick des Untergangs von Akkon , der letzten bedeutenden Bastion der Kreuzritter im Heiligen Land. Wohin der Blick seiner dunklen Augen auch ging, er fiel auf Bilder des Todes, des Blutrausches, der Schändung und der Zerstörung. Überall um ihn her gellten Schreie, klirrten Waffen aufeinander, floss das Blut in Strömen. Tod und Verderben hatten hinter den eingestürzten Mauern und Wehrtürmen Einzug gehalten und fuhren reiche Ernte ein.

"Brenne, Akkon! Brenne mit deinen verfluchten Kirchen, Klöstern und Ordensburgen bis auf die Grundmauern nieder! Und ersaufe in deinem eigenen, dreifach verfluchten Christenblut!", rief Sjadú und stieß die Streitaxt in seiner Rechten jäh in die Luft, als wollte er mit einem gewaltigen Hieb die tief hängende, schmutzig graue Wolkendecke über der Hafenstadt aufschlitzen und den Himmel spalten. "Heute ist der Tag der Abrechnung mit den Gralshütern gekommen!"

Die sieben bewaffneten Männer hinter ihm lachten beifällig, leckten sich wie nach Blut dürstend über die Lippen und konnten es sichtlich nicht erwarten, blankzuziehen und einem dieser verhassten Gralsritter ihre Klinge in den Leib zu stoßen.

Der Widerschein der lodernden Feuer tanzte über die breite, stark gewölbte Klinge der Streitaxt, die Sjadú mit drohender Geste gen Himmel reckte. Auch der kalte Stahl seines Schwertes fing den zuckenden Feuerschein auf und schien zu glühen. Das geriffelte Griffstück und die breite Parierstange der schweren Waffe, deren Enden als Fratzenköpfe mit aufgerissenen Mäulern und einem züngelnden Schlangenkopf anstelle der Zunge gearbeitet waren, ragten unter seinem wehenden Kaftan hervor.

Das weite arabische Obergewand aus grauschwarzer Wolle trugen er und seine Gefolgsmänner zur Tarnung. Auf den typischen Turban der muslimischen Krieger, die Akkon wochenlang belagert hatten und die stark befestigte Hafenstadt nach dem gelungenen Sturmangriff im Morgengrauen nun in Blut und Asche versinken ließen, hatten die Männer jedoch verzichtet. Stattdessen trugen sie ein bis auf die Schultern locker herabfallendes Kopftuch, das gegenüber dem Turban den Vorteil hatte, viel vom Gesicht seines Trägers zu verbergen, ohne jedoch Misstrauen zu erwecken. Denn es gehörte in allen arabischen Ländern zur gewöhnlichen Bekleidung und wurde überall von Fellachen und Beduinen zum Schutz vor der sengenden Sonne getragen. Eine doppelte Kordel, die über der Stirn um den Kopf herumlief, sorgte für einen sicheren Sitz.

Nur Khutriel, den Urakib als Boten zu Sjadú geschickt hatte, stach mit seinem sandfarbenen Obergewand und dem palmgrünen, blutbefleckten Turban in der Gruppe der Männer in schwarzgrauer Fellachenkleidung hervor. Er hatte die Sachen einem getöteten Mamelucken vom Leib gezerrt und sie sich in großer Eile übergeworfen.

Im fahlgrauen Licht des über der See heraufziehenden Unwetters eilte Sjadú durch die Straßen. Sein Ziel war eine scheinbar verlassene Kirchenruine auf der Südwestflanke des Montjoie. Der busch- und baumbestandene Hügel mit dem Kloster St. Sabas auf seiner flachen Kuppe erhob sich im Süden der befestigten Halbinsel und unweit des Hafens zwischen dem Viertel der Venezianer und dem der Genueser aus dem umliegenden Häusermeer.

Der Bote seines Unterführers Urakib hatte ihm vor wenigen Augenblicken die Nachricht überbracht, der er schon seit Jahrzehnten entgegengefiebert hatte. Urakibs Männer hatten Abbé Villard gestellt, den gerissenen alten Gralshüter, zusammen mit seinen beiden blinden Dienern Bismillah und Dschullab sowie vier offenbar frisch geweihten Rittern der geheimen Bruderschaft. Bei den vier neuen Gralshütern sollte es sich um einstige Temp

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