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Das Dorf - Schleim von Olsberg, Karl (eBook)

  • Verlag: epubli
eBook (ePUB)
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Das Dorf - Schleim

Priester Magolus will seinen Geburtstag feiern, setzt dabei jedoch versehentlich das Dorf in Brand. Die Schuld gibt er der Hexe Ruuna, die daraufhin spurlos verschwindet. Als Primo sie schließlich im fernen Sumpf aufspürt, ahnt er noch nicht, dass der kleine Schleim, den sie von dort mit nach Hause nimmt, schon bald das ganze Dorf in höchste Gefahr bringen wird. Und das ist erst der Anfang der Katastrophe ... 'Schleim' ist der zwölfte Band der erfolgreichen Buchserie in der Welt des Computerspiels Minecraft von Bestseller-Autor Karl Olsberg. Das Besondere: Jeder kann die darin beschriebene Welt selber erkunden! Der benötigte Minecraft-Seed ist enthalten. Karl Olsberg promovierte über künstliche Intelligenz, war Unternehmensberater und gründete mehrere preisgekrönte Start-ups. Sein erster Roman 'Das System' schaffte es auf Anhieb in die SPIEGEL-Bestsellerliste und wurde für den renommierten Kurd Laßwitz-Preis nominiert. Seitdem hat er über 30 Thriller und Jugendbücher veröffentlicht, darunter mehrere Bestseller.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 100
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783745026726
    Verlag: epubli
    Serie: Das Dorf .12
    Größe: 170 kBytes
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Das Dorf - Schleim

1. Ein ganz besonderer Tag

Mit ernster Miene blickt Magolus, der Priester - pardon, der Oberste Hohepriester von Allen - über die Dorfgemeinde, die sich wie immer zum Notchdienst in der kleinen Kirche im Dorf am Rand der Schlucht zusammendrängt. Birta, seine treue Gehilfin, sieht andächtig zu ihm auf, während die anderen eher gelangweilt dreinschauen. Primo ermahnt seinen Sohn Nano, der gerade in Richtung von Kolles Tochter Maffi Grimassen schneidet, mit dem Unsinn aufzuhören.

Magolus wirft ihm einen strengen Blick zu, bevor er mit dröhnender Stimme seine Predigt beginnt: "Liebe Gemeinde, Notch, unser Herr, ist mir heute Nacht im Traum erschienen. Und er sprach zu mir: Mein Sohn, es ist mir eine große Freude, dass du mein treuer Diener und Oberster Hohepriester von Allen bist. Deshalb sollen alle Dorfbewohner den Tag ehren, an dem du geboren wurdest."

"Hört, hört!", ruft Birta dazwischen, während Nano mit den Augen rollt und Maffi die Zunge herausstreckt, was ihm einen strengen Blick seiner Mutter Golina einbringt.

"Somit habe ich beschlossen, dass wir ab sofort den Tag meiner Geburt mit einem großen Fest begehen", fährt Magolus fort. "Es soll ein ganz besonderer Tag werden. Es wird ein Festmahl geben, und ihr dürft mir alle als Zeichen eurer Bewunderung und Verehrung Geschenke machen!"

Ein Raunen geht durch die Kirche. Die Dorfbewohner sehen sich verwundert an.

"Spinnt der jetzt?", fragt Olum, der Fischer seinen Nachbarn, den Bauern Kaus. "Wir sollen ihm Geschenke machen?"

"Also, ich finde die Idee ja gar nicht so schlecht", erwidert Kaus. "Wir könnten ja auch den Tag feiern, an dem ich geboren wurde, und dann könnt ihr mir auch alle ..."

"Moment, wenn hier einer Geschenke kriegt, dann ja wohl ich!", meldet sich Hakun, der Fleischer, zu Wort. "Immerhin versorge ich das ganze Dorf mit Fleisch!"

"Du?", fragt Jarga, die Schäferin. "Erst verlangst du fünf Smaragde für ein einziges Ei, und jetzt willst du auch noch Geschenke haben?"

Primo erinnert sich mit Unbehagen an die Zeit, als jeder im Dorf nur noch an die Smaragde dachte, die der böse Graf mit falscher Großzügigkeit verteilt hatte, um Zwietracht zu säen. Inzwischen sind alle wieder zu dem Tauschhandel zurückgekehrt, der vorher herrschte - Hakun beliefert zum Beispiel das Dorf mit Fleisch und erhält dafür von Olum Fische, von Kaus Brot und von Jarga Wolle. Doch nicht alle Wunden, die in jenen finsteren Tagen aufgerissen wurden, sind schon völlig verheilt. Erst heute Morgen hat sich Golina schon wieder darüber beschwert, dass die Schmiede seines Vaters, in der sie wohnen, eigentlich viel zu klein für drei Personen und einen Wolf sei.

"Ruhe!", schimpft Birta. "Dies ist das Haus Notchs!"

"Wann soll denn das eigentlich sein, dieses Festmahl?", will Olum wissen. "Ich krieg jetzt schon Hunger, wenn ich daran denke."

"Ja, Oberster Hohepriester von Allen, wann genau bist du eigentlich geboren worden?", fragt Birta.

Magolus blickt sie mit großen Augen an. "Wann ich geboren bin? Also, äh, in drei Tagen, würde ich sagen."

"In drei Tagen?", fragt Olum. "Aber du bist doch schon da. Wie kannst du da erst in drei Tagen geboren werden?"

"Ich meine, äh, in drei Tagen vor langer Zeit. Also ist in drei Tagen das Festmahl zum Gedenken an dieses wunderbare Ereignis, durch das diesem Dorf so viel Glanz geschenkt wurde. Birta wird die Vorbereitungen organisieren. Und nun gehet hin und denkt darüber nach, was ihr mir schenken wollt!"

Wie üblich versammeln sich die Dorfbewohner nach dem Notchdienst vor der Kirche, um noch ein wenig zu plaudern.

"Fein, ein Fest!", ruft Hakun. "Endlich mal eine gute Idee, die Magolus da hatte."

"Und was wirst du ihm schenken?", fragt Birta.

"Schenken?", ruft Hakun verdutzt aus.

"Ihr habt es doch gehört: Jeder von uns m

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