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Das Dorf 3 - Der Streit Roman für Minecrafter von Olsberg, Karl (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.08.2016
  • Verlag: Panini
eBook (ePUB)
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Das Dorf 3 - Der Streit

In dem kleinen Dorf am Rand der Schlucht scheint die Welt in Ordnung zu sein. Doch ein harmloser Streit zwischen Primo und seiner Freundin hat ungeahnte Folgen: Golina verschwindet spurlos, und die Suche nach ihr führt Primo und Kolle bis in die gefährliche Unterwelt des Nether.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 128
    Erscheinungsdatum: 22.08.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783833233906
    Verlag: Panini
    Serie: Das Dorf Bd.3
    Größe: 634 kBytes
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Das Dorf 3 - Der Streit

1. KAPITEL

Friede, Freude, Eierkuchen

Golina drängt sich ängstlich an Primo, während sie durch den Wald wandern. Es fühlt sich ziemlich gut an, findet er.

"Du weißt wirklich, wie der Weg zu Willerts Hütte ist?", fragt sie.

Er bemüht sich um einen lässigen Tonfall. "Klar! Bleib einfach dicht bei mir, dann kann dir nichts passieren!"

"Ich wünschte, wir wären zusammen mit Kolle und Margi gegangen!"

Primos gute Laune verschwindet schlagartig. Soll das etwa heißen, er reicht seiner Freundin als Beschützer nicht aus? "Die beiden sind nun mal schon vorgegangen", sagt er gereizt. "Wenn du nicht so lange gebraucht hättest ..."

"Ich?" Golina schnaubt entrüstet. "Wem ist denn in letzter Minute eingefallen, dass wir noch ein Gastgeschenk für Ruuna und Willert brauchen?"

"Wenigstens hab ich daran gedacht!", verteidigt sich Primo.

"Du hast daran gedacht, und ich hab die ganze Arbeit damit gehabt!", beschwert sich Golina und hält das Bild hoch, das sie für die beiden gemalt hat.

Es zeigt ein Schaf auf einer Wiese mit Blumen. Wirklich hübsch.

"Ich kann eben nicht so schön malen wie du!"

Das scheint sie zu besänftigen. "Ist ja auch egal. Wir kommen schon noch rechtzeitig. Müssen wir da vorn links oder geradeaus?"

"Äh, links, glaube ich. Oder doch geradeaus?"

Golina bleibt mit vor Schreck geweiteten Augen stehen. "Heißt das etwa, du weißt nicht, wo wir sind?"

Primo grinst breit. "Klar weiß ich das! Ich wollte dich nur ein bisschen erschrecken."

Sie boxt ihn gegen den Arm. "Lass das gefälligst!"

Er beschließt, sicherheitshalber keine weiteren Scherze zu machen. Schließlich will er es sich mit ihr nicht verscherzen. Dazu hat er Golina viel zu gern.

Eine Woche ist vergangen, seit er mit Kolle, Willert, Ruuna und Margi von der abenteuerlichen Suche nach einem Heilmittel für seinen besten Freund zurückkehrte. Die Zeit verging wie im Flug. Jede freie Minute verbrachte Primo mit Golina. Sie gingen am Rand der Schlucht spazieren, wanderten über die Schafwiese, unterhielten sich mit Olum, dem Fischer, über das Angeln oder sahen Primos Vater Porgo beim Schmieden zu. Dinge, die Primo früher langweilig gefunden hätte, waren auf einmal aufregend. Jedenfalls, wenn er dabei Golinas Hand halten durfte.

"Ich glaube, ich werde Golina heiraten!", verkündete Primo eines Abends seinem Vater.

"Heiraten? Ist das nicht ein bisschen früh?", fragte sein Vater.

"Wieso?", gab Primo zurück. "Wir sind jetzt immerhin schon drei Tage befreundet! Ich liebe sie!"

"Und liebt sie dich auch?"

"Natürlich!"

Sein Vater grinste. "Weißt du, Verliebtsein ist ein tolles Gefühl. Aber das lässt nach. Wenn du mit einem Mädchen den Rest deines Lebens zusammen sein willst, dann reicht es nicht aus, dass du sie hübsch oder toll findest."

"Ich finde sie ja nicht bloß hübsch und toll. Sie ist auch schön, süß, gut aussehend, umwerfend ..."

Porgo lachte. "Schon gut! Ich meinte, du musst auch ihre schlechten Seiten kennen. Denn die hat sie ganz bestimmt, so wie jeder."

"Golina soll schlechte Seiten haben?", fragte Primo ungläubig.

"Ja. Und erst, wenn du die kennst und bereit bist, sie zu akzeptieren, kannst du dir sicher sein, dass sie die Richtige ist."

"Willst du damit etwa sagen, dass ... dass auch Mama schlechte Seiten hatte?", fragte Primo entrüstet.

Porgos Blick ging in die Ferne, und Primo bereute augenblicklich, was er gesagt hatte. Seine Mutter war von Nachtwandlern getötet worden, als er noch klein war. "Es ... es tut mir leid, Papa."

"Schon gut, das muss es nicht. Ja, auch deine Mutter hatte schlechte Seiten. Sie war nicht sehr geduldig und neigte zum Träumen, so wie du. Aber ihre guten Seiten waren viel, viel ..." Er stockte. Nach einem Moment räusperte er sich. "Jedenfalls kennst du Golina erst richtig, wenn du dich mit ihr gestritte

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