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Das Geheimnis der Gruselmühle von Hähnel, Stephan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.04.2017
  • Verlag: Periplaneta
eBook (ePUB)
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Das Geheimnis der Gruselmühle

Hagen kann es nicht glauben: Statt in den Sommerferien irgendwas Cooles zu machen, schickt ihn die Erzeugerfraktion zu seiner Großmutter aufs Land. Dabei ist er schon fast 13! Sicher, Oma Charlotte ist eigentlich gar nicht so schlecht: Für ihr Alter ist sie erstaunlich fit, hat tolle Ideen und außerdem ist sie Ehrenmitglied in einer Biker-Gang, genannt 'Die Büffel'. Aber sie wohnt nun mal in Klein Polkewitz, einem 300-Seelen-Kaff, direkt an der Elbe. Hagen stellt sich auf voll öde Ferien ein, ohne Internet, Play Station und Handynetz. Doch er hat sich gewaltig geirrt: Gleich, als er am Bahnhof ankommt, wird er Zeuge eines Gesprächs zwischen zwei mysteriösen Ganoven. Eine Kunst-Schmuggler-Bande treibt ihr Unwesen! Doch was hat der Museumsdirektor damit zu tun? Und warum darf die Polizei nichts erfahren? Zusammen mit Emilia, die für ein Mädchen echt cool ist, und Dr. Schmidt, der Dalmatiner-Mops-Mischling seiner Oma, stellt sich Hagen der Herausforderung.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 136
    Erscheinungsdatum: 06.04.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959960397
    Verlag: Periplaneta
    Größe: 723kBytes
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Das Geheimnis der Gruselmühle

F erien!", rief Hagen Sauerbrei, so laut er konnte. "Endlich Ferien!" Die Sonne lächelte freundlich und warm vom Himmel herab. Ein Super-Sommer sollte es werden. Einen Jahrhundert-Sommer versprachen die Wetterfrösche. Er sprintete die Treppen hinauf, öffnete die Wohnungstür und lief in sein Zimmer. Vorsichtig stellte er den Rucksack mit den Schulsachen auf den Teppich, sodass dieser nicht umfallen konnte. Er holte tief Luft, trat drei Schritte zurück, nahm Anlauf, zielte und gab ihm einen kräftigen Tritt. Im hohen Bogen flog der Rucksack durch das Zimmer und landete in der Ecke.

"Tooooor! Tooor für Deutschland! Unglaublich! Hagen Sauerbrei schießt in der letzten Sekunde der Fußballweltmeisterschaft das alles entscheidende Tor. Deutschland wird Weltmeister!", kommentierte er den fantastischen Schuss und sank auf die Knie. Erst dann fiel ihm ein, dass sein Zeugnis noch im Rucksack war, und kramte es schnell hervor.

Zufrieden schaute er sich das verbeulte Papier an. Fast alles Zweien und ein paar Einsen. Wenn bloß die blöde Vier in Mathe nicht wäre. Selbstverständlich hatte er in Sport die Bestnote erhalten. Im Sport war er unschlagbar. Bester Torwart der Schule. Später würde er Fußballprofi werden oder Reporter oder beides. Fußballreporter. Profifußballreporter.

Dass er mit zwölf Jahren genau wusste, was er wollte, hielt die Erzeugerfraktion - wie er seine Eltern gerne nannte, wenn sie ihn gar nicht verstehen wollten - für eine kindliche Träumerei. Manchmal nahmen sie ihn einfach nicht ernst. Schon allein der Name - Hagen? Wie waren sie nur darauf gekommen. Es gab Dörfer, die Hagen hießen. Er trug den Namen eines Dorfes. Es war zum Heulen.

Ab Sonnabend musste er für drei Wochen nach Klein Polkewitz zur Großmutter. Auch so ein Dorf. Vor zwei Jahren war er das letzte Mal da gewesen. Für ein Kind ist das eine feine Sache. Aber heute? Er war ein angehender Jugendlicher. Quasi ein Erwachsener in Lauerstellung. Was sollte er bitteschön bei seiner Oma?

Die Erzeugerfraktion behauptete, es sei unmöglich, diesen Sommer in den Urlaub zu fahren. Angeblich könnten sie vor lauter Arbeit nicht geradeaus denken. Was das mit Verreisen zu tun hatte, blieb Hagen ein Rätsel. Dass er in den Ferien allein zu Hause blieb, lehnten sie aber auch rigoros ab. Aus drei Gründen.

Erstens: Vor knapp einem Monat hatte er vergessen, das Badewasser für die Wanne auszustellen, was zu einer beträchtlichen Überschwemmung in der eigenen, wie auch in der Wohnung unter ihnen geführt hatte.

Zweitens: Vor drei Wochen hatte er den Wohnungsschlüssel auf dem Küchentisch vergessen. Eigentlich nichts Weltbewegendes. Dummerweise hatte ihn die Polizei dabei beobachtet, wie er am Regenrohr in die erste Etage geklettert war, um durch das Toilettenfenster in die Wohnung zu kommen.

Vater Sauerbrei musste Hagen vom Polizeirevier abholen, da man ihn für einen Einbrecher hielt. Sauerbrei Senior schwieg auf dem Rückweg bis nach Hause. Statt zu schimpfen, schüttelte er ungläubig den Kopf. Dreiundvierzigmal! Ein neuer Rekord. Dass Hagen immer das Regenrohr hochkletterte, wenn er den Schlüssel vergessen hatte, erwähnte er vorsichtshalber mit keinem Wort. Sonst wäre das womöglich mit dem Kopfschütteln bei seinem Vater ein Dauerzustand geworden.

Aber der dritte Grund, den die lieben Eltern aufzählten, war von allen der schlimmste: Frische Landluft hat noch niemandem geschadet!

D as Dorf Klein Polkewitz lag an der Elbe und hatte höchstens dreihundert Einwohner. Hagen nannte das Nest verächtlich Groß Langweilshausen , weil es hier nichts gab, was einen Zwölfjährigen ansatzweise interessieren könnte. Oma Charlotte lebte dort zusammen mit Dr. Schmidt auf einem kleinen Bauernhof mit Hühnern, Kaninchen und Gemüsebeeten - der Sauerbrei-Hof.

Dr. Schmidt war das Ergebnis einer stürmischen Nacht zwischen einer Mopsdame und einem Dalmatiner. Also ei

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