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Das Geheimnis des Schlangenkönigs (Kiranmalas Abenteuer 1) von DasGupta, Sayantani (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.11.2018
  • Verlag: Carlsen Verlag GmbH
eBook (ePUB)
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Das Geheimnis des Schlangenkönigs (Kiranmalas Abenteuer 1)

Einmutiges Mädchen mit überraschender Vergangenheit, zweiindische Prinzen mit schwierigem Auftragund haufenweise Abenteuer voller Monster und Magie! Kiranmala glaubt nicht an Geschichten über Prinzessinnen und eine Welt voller Magie, wie ihre Eltern. Bis Ma und Baba an Kirans 12. Geburtstag plötzlich weg sind. Und im Vorgarten ein Rakkhosh steht, ein sabbernder, hungriger Dämon. Als wäre das nicht genug, klopfen auch noch zwei Prinzen an Kirans Tür, die sie unbedingt retten wollen. Zu dritt machen sie sich auf die Reise in eine andere Dimension, um zwischen geflügelten Pferden und sprechenden Vögeln Kirans Eltern zu befreien. Denn Kiran ist eine Prinzessin - und es gibt Magie! Band 1 der Serie "Kiranmalas Abenteuer". Band 2, "Das Spiel der Dämonenjäger", erscheint im November 2019. Sayantani DasGupta wuchs mit Geschichten über mutige Prinzessinnen, blutrünstige Rakkhosh und fliegende Pakshiradsch-Pferde auf. Sie ist eigentlich Kinderärztin, lehrt aber an der Columbia University. Wenn sie nicht schreibt, schaut sie mit ihren Kindern Kochshows an und beschützt ihren schwarzen Labrador vor allem, was ihm Angst macht, z.B. Plastiktüten. Sie gehört der Gruppe "We Need Diverse Books" an. Mehr über sie gibt es auf www.sayantanidasgupta.com und auf Twitter @sayantani16.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 30.11.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783646922615
    Verlag: Carlsen Verlag GmbH
    Originaltitel: The Serpent's Secret
    Größe: 4300 kBytes
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Das Geheimnis des Schlangenkönigs (Kiranmalas Abenteuer 1)

KAPITEL 3

Saures, nicht Süßes

D en ganzen Tag lagen mir die Schuldgefühle schwer im Magen. Ich konnte die Erinnerung an die ängstlichen Gesichter meiner Eltern nicht abschütteln. Was hatten sie mir sagen wollen? Egal, diese Sache würde sie jetzt vielleicht endlich dazu bringen, mir ein Handy zu erlauben, wie alle anderen Zwölfjährigen im Universum es hatten. Zusammen mit Zuzu, die von Sprachen besessen war und furchtbar gern lange, komplizierte Wörter benutzte, um ihren Willen durchzusetzen, hatte ich mir in der Schule Argumente dafür zurechtgelegt.

"Mobile Telekommunikation ist eine konstituierende Komponente unserer modernen Gesellschaft", murmelte ich vor mich hin, als ich nachmittags die Haustür öffnete. Aber mitten im Satz verstummte ich. Das Haus war seltsam still.

Ma und Baba arbeiteten nie beide an meinem Geburtstag. Zumindest einer von ihnen wartete normalerweise hinter der Tür, um mich mit Geschenken und Leckerbissen zu überfallen. Wo steckten sie?

Ich zog die Stiefel aus und ging in die Küche, dabei sah ich, dass die Hintertür seltsam schief hing. Ich wusste, dass die Angeln alt waren, aber das hier war doch ein Tacken zu viel. Noch etwas für die Liste der Dinge, die repariert werden mussten. Ich zog die Tür, so gut ich konnte, zu.

Und dann erst fiel mir auf, dass in Mas sonst so makelloser Küche das totale Chaos herrschte. Die Küchenstühle standen durcheinander, einer war neben die Tür gekippt, als ob jemand ihn im Weglaufen umgestoßen hätte.

Mein Herz klopfte jetzt ganz laut, mein Kopf kam mir vor wie eine Trommel. Ich hatte schon viel zu viele Krimis gesehen, um nicht sofort an einen Einbruch zu denken.

"Hallo?", rief ich mit kratziger Stimme. Ich zog ein Messer aus dem Messerblock auf der Anrichte.

Aber als ich dann durch unser Haus schlich, war sonst alles in Ordnung. Sogar Mas kleiner Schmuckkasten stand noch an seinem Platz auf der Kommode neben ihrem Bett. Verwirrt lief ich zurück in die Diele.

Wo waren meine Eltern? Hatten sie vergessen, dass heute mein besonderer Tag war?

Was ich neben der Haustür erblickte, war ein kleiner Trost. Auf einem wackligen Klapptisch stand ein mit einem Küchentuch bedecktes Tablett voller selbst gemachter Rasgullas und Sandesh-Konfekt. Daneben war ein Zettel:

Für die lieben Halloween-Kinder

(glutenfrei, nussfrei und mit laktosefreier Milch von freilaufenden Kühen in artgerechter Haltung)

Typisch! Ich lachte zitternd und legte das Messer hin. Da war wohl meine Fantasie mit mir durchgegangen. Wenn meine Mutter daran gedacht hatte, für die Kinder in der Nachbarschaft indische Süßigkeiten zu machen, dann musste alles in Ordnung sein. Das gehörte zu ihren Halloween-Traditionen. Das Problem dabei war, dass die üblichen Stoffbeutel und alten Kissenbezüge nicht geeignet sind, um die klebrigen runden Rasgullas oder das mit Sirup gesüßte Sandesh-Konfekt zu transportieren, die sie den arglosen Kindern überreichte. Aber meine Eltern wären nie auf die Idee gekommen, gekaufte Süßigkeiten zu verteilen. Noch ein Beispiel dafür, dass sie einfach keine Ahnung hatten.

Ich wollte mir gerade eine klebrige Rasgulla schnappen, als ich etwas auf dem Boden liegen sah. Eine Geburtstagskarte, die zur Hälfte aus dem Umschlag gerutscht war, genauer gesagt, eine knallrosa Glitzerkarte für Babys - Babas typischer Sinn für Humor. Vorne war, was auch sonst, eine Prinzessin mit einer Krone abgebildet, darüber stand: "Tochter, du bist 2!" Baba hatte mit einem Filzstift die Ziffer 1 vor die 2 gesetzt, sodass dort nun eine 12 stand. Ha-ha! Schon wieder typisch Baba. Aber warum lag die Karte hier auf dem Boden? Ich wischte mir die klebrigen Finger an meiner Jeans ab und hob sie auf.

Innen war unter die Zeile "Hab einen glitzerhaften Geburtstag" eine Mitteilung gekritzelt, die kaum Ähnlichkeit mit Mas sonst so klarer Handschrift

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