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Das große Wawuschel-Buch von Korschunow, Irina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.03.2012
  • Verlag: dtv Deutscher Taschenbuch Verlag
eBook (ePUB)
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Das große Wawuschel-Buch

Jetzt wird s bunt

Wer wohnt in einem Berg, ist winzig klein und hat leuchtend grüne Haare? Die Wawuschelfamilie natürlich! Und weshalb wollen die Wawuschelkinder ihrer Mutter unbedingt einen neuen Herd herbeizaubern? Na, damit sie ihnen die heiß geliebte Marmelade kochen kann! Dass Wischel und Wuschel beim "Zaubern" an einen kleinen Drachen geraten, war allerdings nicht vorgesehen... Mit den erstmals farbig illustrierten Abenteuren der Wawuschels wird's jetzt richtig bunt!

Irina Korschunow stammt aus einer deutsch-russischen Familie. Sie wurde am 31. Dezember 1925 in Stendal geboren und ist auch dort aufgewachsen. Sie studierte Germanistik in Göttingen und schrieb sich vor allem mit ihren Kinderbüchern in die Herzen ihrer Leser. Am 31. Dezember 2013 ist sie in München verstorben.

Als Kinderbuchautorin wurde sie zunächst durch ihre "Wawuschel"-Bände bekannt. Neben zahlreichen weiteren Kinderbüchern, die in viele Sprachen übersetzt und vielfach mit Preisen bedacht worden sind, wurden besonders ihre Erstlesetexte "Hanno malt sich einen Drachen" (dtv junior 7561) und "Der Findefuchs" (dtv junior 7570) große Erfolge und zählen längst zu Klassikern ihres Genres.

Bei ihren Kinderbüchern arbeitet Irina Korschunow gern mit dem renommierten Illustrator Reinhard Michl zusammen, der neben dem "Findefuchs" beispielsweise auch ihre Erstlesetexte "Wuschelbär" (dtv junior 7598), "Kleiner Pelz" (dtv junior 75053), "Kleiner Pelz will größer werden" (dtv junior 75003) und "Es muss auch kleine Riesen geben" (dtv junior 75050) illustrierte. Mit "Er hieß Jan" (dtv pocket 7823), "Die Sache mit Christoph" (dtv pocket 7811) und "Ein Anruf von Sebastian" (dtv pocket 7847) legte Irina Korschunow auch drei sehr erfolgreiche Jugendromane vor, die zeitnahe Probleme behandeln. In letzter Zeit ist Irina Korschunow besonders durch Romane für Erwachsene hervorgetreten, die große Beachtung fanden.

Für ihr Gesamtwerk erhielt sie die Roswitha-Gedenkmedaille, den Literaturpreis der Stadt Gandersheim. Irina Korschunow über ihr künstlerisches Selbstverständnis:

"Autorin, ganz einfach Autorin. Unter anderem deshalb, weil dann den Leuten, die sich theoretisch mit mir zu befassen haben, die Einordnung meiner schreibenden Person leichter fiele. Denn es gibt von mir neben Büchern für Kinder auch Bücher für Erwachsene, Grund für mancherlei Schwierigkeiten offenbar. Als "Kinderbuchautorin und Schriftstellerin" hat man mich schon bezeichnet, in säuberlichem Kästchendenken, und sogar hin und her überlegt, ob ich vielleicht ein bisschen schizophren sei. Worüber sämtliche Schichten in mir, das Kind, der junge Mensch, der ältere, immer ältere, all das, was sich so übereinander schiebt im Laufe eines Lebens, nun wirklich lachen mussten."

Allein bei dtv junior hat die Zahl ihrer verkauften Bände längst die Zweimillionengrenze überschritten, viele ihrer Bücher sind auch als Schullektüre bestens etabliert. Weitere Informationen über das kinderliterarische Werk der vielseitigen Autorin finden sich in: Lexikon der Kinder- und Jugendliteratur, Band 2, Weinheim 1975, S. 248 Kinder- und Jugendliteratur. Ein Lexikon. Teil 1: Autoren. 3. Ergänzungslieferung, Februar 1997, mit ausführlicher Werkbibliographie und Hinweisen auf weiterführende Literatur Borries, Mechthild (Hrsg.): Irina Korschunow. Werkheft Literatur. Eine Publikation des Goethe-Instituts München 1998

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 01.03.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783423412285
    Verlag: dtv Deutscher Taschenbuch Verlag
    Serie: dtv junior
    Größe: 12640 kBytes
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Das große Wawuschel-Buch

1. Kapitel
Es kracht

An einem schönen Sommertag, als draußen im Wald die Sonne schien, saßen die Wawuschels in ihrem Berg und horchten.

Übrigens, wer sind die Wawuschels?

Manche Leute behaupten, es gäbe eine Menge Wawuschels. Aber das stimmt nicht. Von den Wawuschels gibt es nur eine Familie:

den Wawuschelvater,

die gute, dicke Wawuschelmutter,

den faulen Wawuschelonkel,

die Wawuschelgroßmutter, der das Zauberbuch gehört,

den Wawuscheljungen Wuschel

und das Wawuschelmädchen Wischel mit den grünen Zöpfen.

Die Wawuschels sind klein, winzig klein, wawuschelklein. Aber das ist noch nichts Besonderes. Das Besondere an den Wawuschels sind ihre Haare. Alle Wawuschelköpfe sitzen voll grüner, dicker Wuschelhaare und diese Haare haben eine nützliche Eigenschaft: Sie leuchten im Dunkeln! Und weil ihre Haare leuchten, brauchen die Wawuschels keine Lampen und Laternen in ihrem Berg.

Wuschel und Wischel, die beiden Wawuschelkinder, laufen den ganzen Tag im Wald umher, erstens weil es ihnen dort gefällt und zweitens weil sie Beeren und Tannenzapfen für die Wawuschelmutter suchen müssen.

Die Wawuschelmutter braucht nämlich eine Menge Beeren und Tannenzapfen, um Marmelade zu kochen. Alle Wawuschels essen für ihr Leben gern Marmelade. Sie mögen nichts anderes als Marmelade und die Wawuschelmutter steht tagein, tagaus am Herd und rührt und macht sich Sorgen, dass die Marmelade nicht reichen könnte.

"Ojemine, ojemine", jammert sie immerfort, "ich fürchte, ihr werdet nicht satt und müsst hungrig ins Bett gehen."

Dabei futtern die Wawuschels jedes Mal so viel, dass sie beinahe platzen, und die Wawuschelmutter selbst ist rund wie eine kleine Kugel. Aber die Marmelade, die sie kocht, schmeckt auch ganz besonders gut. Vor allem die Tannenzapfenmarmelade.

Die Wawuschelmutter ist die einzige Frau auf der Welt, die Tannenzapfenmarmelade kochen kann, herrliche braune, dicke, süße, klebrige Tannenzapfenmarmelade.

Besonders der Wawuschelvater ist ganz versessen darauf. Wenn man ihn fragt, was er essen möchte, dann antwortet er wie aus der Pistole geschossen: "Tannenzapfenmarmelade!" Und dabei braucht er nicht einmal von seiner Fibel aufzusehen.

Der Wawuschelvater sitzt sehr oft über seiner Fibel. Immer, wenn er nicht gerade im Wald nach Gerümpel sucht oder in der Wohnung herumhämmern muss, legt er sie auf den Tisch und steckt die Nase hinein. Er hat die Fibel vor langer Zeit einmal im Wald gefunden. Nun will er unbedingt Lesen lernen, damit er herausbekommt, was in dem dicken Zauberbuch der Wawuschelgroßmutter steht.

Aber der Wawuschelvater hat, was Lesen anbelangt, leider einen harten Kopf. In seinen Kopf gehen Buchstaben so schwer hinein wie Nägel in eine Felswand. "OTTO" kann er buchstabieren, "HUT" und "DIE KUH FRISST". Mehr hat er noch nicht gelernt, und nicht einmal die gute Wawuschelmutter glaubt, dass er jemals in dem dicken Zauberbuch lesen kann.

Manchmal, wenn er übt, stellt Wischel sich neben ihn. Sie kaut auf einem ihrer grünen Zöpfe und versucht, etwas aufzuschnappen.

Aber der Wawuschelvater schiebt sie jedes Mal beiseite.

"Du störst mich", sagt er streng, "was ich nicht lernen kann, begreifst du erst recht nicht."

Dabei würde Wischel für ihr Leben gern Lesen lernen. Auch Wuschel ist sehr gespannt darauf, was in dem dicken Zauberbuch steht, obwohl er selbst niemals einen Buchstaben anguckt.

"Nimm dir doch einfach die Fibel, wenn Vater im Wald ist", sagt er immer wieder zu Wischel. "Wenn du lesen kannst, dann könnten wir zaubern. Stell dir vor, einen ganzen Kessel voll Marmelade ..." Aber Wischel schüttelt den Kopf. Sie ist viel zu brav dazu. Selbst wenn Wuschel die Fibel hin und wieder stibitzt und ihr bringt, rührt sie sie nicht an.

"Angsthase!", sagt er dann jedes Mal voll Verachtung. "Du bist

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