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Das Mädchen aus Feuer und Sturm von Ahdieh, Renée (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.09.2018
  • Verlag: Parkstone-International
eBook (ePUB)
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Das Mädchen aus Feuer und Sturm

Ein Mädchen, dazu bestimmt, des Kaisers Sohn zu heiraten. Ein Junge, der den Glauben an das Gute in seinem Herzen begraben hat. Eine große Liebe, die alles verändern kann. Mariko, Tochter eines hochrangigen Samurai, weiß, dass sie ihre Zukunft nicht selbst bestimmen darf. Sie ist klug und erfinderisch, aber eben ein Mädchen. Mit 17 wird sie dem Sohn des Kaisers versprochen. Doch auf dem Weg zu ihrer Hochzeit wird ihr Geleitzug vom berüchtigten Schwarzen Klan vernichtet. Mariko überlebt als Einzige und nutzt ihre Chance, dem vorgegebenen Pfad zu entkommen! Als Junge verkleidet schmuggelt sie sich unter die Banditen. Zum ersten Mal in ihrem Leben erntet sie Anerkennung. Und sie verliert ihr Herz - ausgerechnet an den Feind ...

Renée Ahdieh hat die ersten Jahre ihrer Kindheit in Südkorea verbracht, inzwischen lebt sie mit ihrem Mann und einem kleinen Hund in North Carolina, USA. In ihrer Freizeit ist die Autorin eine begeisterte Salsa-Tänzerin, sie kann sich für Currys, das Sammeln von Schuhen und Basketball begeistern. Ihre Duologie Zorn und Morgenröte und Rache und Rosenblüte ist bereits bei One erschienen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 28.09.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732564842
    Verlag: Parkstone-International
    Serie: Samurai-Dilogie 1
    Originaltitel: A Flame in the Mist
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Das Mädchen aus Feuer und Sturm

Illusionen und Erwartungen
Zehn Jahre später

Oberflächlich betrachtet schien alles in bester Ordnung.

Eine elegante Sänfte. Eine pflichtbewusste Tochter. Eine Ehre wurde erwiesen.

Dann, als ob sie sie verspotten wollte, kam die Sänfte ins Schlingern und Marikas Schulter wurde gegen die Innenwand der Norimono geschleudert. Die erhabenen Perlmutter-Einlegearbeiten würden ganz sicher Spuren hinterlassen. Mariko holte tief Luft und unterdrückte das Bedürfnis, im Schatten herumzunörgeln wie eine wütende alte Schrulle. Der Lackgeruch der Sänfte stieg ihr in den Kopf und erinnerte sie an die klebrigen Drachenbartsüßigkeiten, die sie als Kind so geliebt hatte.

Ihr dunkler, ekelhaft süßer Sarg, der sie zu ihrer letzten Ruhestätte brachte.

Mariko sank tiefer in die Kissen. Nichts an der Reise in die Kaiserstadt Inako war so gelaufen wie geplant. Ihr Geleitzug war später aufgebrochen als beabsichtigt und hatte viel zu oft angehalten. Wenigstens konnte Mariko jetzt an der Art, wie die Sänfte sich nach vorn neigte, erkennen, dass es ein Gefälle hinabging. Was bedeutete, dass sie sich hinter den Hügeln um das Tal befanden und die Hälfte des Weges nach Inako bereits hinter sich gelassen hatten. Sie lehnte sich zurück und hoffte, ihr Gewicht könnte die Last ausbalancieren.

Als sie sich gerade zurechtgesetzt hatte, hielt die Sänfte plötzlich wieder an.

Mariko hob den seidenen Schleier, der das winzige Gitter zu ihrer Rechten bedeckte. Die Dämmerung setzte gerade ein. Der Wald vor ihnen war nebelverschleiert, die Bäume nichts als gezackte Silhouetten vor einem silbrigen Himmel.

Als Mariko sich anschickte, den Soldaten anzusprechen, der ihr am nächsten stand, kam ein junges Dienstmädchen herbeigestolpert. »Meine Herrin!«, keuchte das Mädchen und richtete sich neben der Sänfte auf. »Ihr müsst verhungert sein. Ich war so nachlässig. Bitte vergebt mir, dass ich euch vernachlässigt habe.«

»Es ist schon gut, Chiyo-chan«, erwiderte Mariko freundlich lächelnd, aber die Augen des Mädchens blieben weit aufgerissen vor Sorge. »Ich war nicht diejenige, die den Geleitzug angehalten hat.«

Chiyo verneigte sich tief, sodass die Blumen auf ihrer wenig kunstvollen Hochsteckfrisur verrutschten. Als sie sich wieder aufrichtete, reichte die Dienerin Mariko ein ordentlich verpacktes Bündel. Dann zog sich Chiyo auf ihren Posten neben der Sänfte zurück, nicht ohne Marikos warmes Lächeln zu erwidern.

»Warum haben wir angehalten?«, fragte Mariko einen Soldaten der Ashigaru in ihrer Nähe.

Der Soldat wischte sich den Schweiß von der Stirn, dann nahm er den langen Stock seiner Naginata in die andere Hand. Das Sonnenlicht spiegelte sich in der scharfen Klinge. »Es ist der Wald.«

Mariko wartete, überzeugt, dass seine Erklärung noch nicht ihren vollen Umfang erreicht hatte.

Schweißperlen sammelten sich auf der Oberlippe des Soldaten. Er öffnete den Mund, um zu sprechen, aber das Getrappel von herannahenden Hufen lenkte ihn ab.

»Herrin Hattori ...« Nobutada, einer der Vertrauten ihres Vaters und sein getreuester Samurai, zügelte sein Streitross auf der Höhe von Marikos Norimono. »Ich entschuldige mich für die Verzögerung, aber einige der Soldaten haben ihrer Sorge Ausdruck gegeben, den Jukaiwald zu durchqueren.«

Mariko blinzelte zweimal, ihre Züge nachdenklich. »Gibt es einen bestimmten Grund?«

»Nun da die Sonne untergegangen ist, fürchten sie die Y kai, und sie haben Sorge ...«

»Dumme Geschichten über Spukgeister im Dunkeln.« Mariko machte eine wegwerfende Handbewegung. »Sonst nichts.«

Nobutada hielt inne. Zweifellos nahm er ihre Unterbrechung zur Kenntnis. »Sie behaupten auch, dass der Schwarze Clan erst kürzlich hier in der Nähe gesehen wurde.«

»Sie behaupten?« Mariko zog eine dunkle Augenbraue

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