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Das Mädchen im Nebel Adas und Marys unglaublich erfolgreiche Agentur für das Lösen unlösbarer Fälle Band 2 von Stratford, Jordan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.09.2016
  • Verlag: Verlag Carl Ueberreuter
eBook (ePUB)
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Das Mädchen im Nebel

Ein neuer Fall für das Ermittler-Duo....London 1826: Die eigenbrötlerische Ada und die romantisch veranlagte Mary stehen vor einem Problem: Nach ihrem erfolgreich gelösten ersten Fall ist ihre eigentlich geheime 'Wollstonecraft-Detektivagentur' alles andere als geheim. Und prompt haben sich einfach Marys Stiefschwester Jane und Adas Halbschwester Allegra ungefragt ihrer Detektivagentur angeschlossen. Zum Glück lässt wenigstens der zweite Fall nicht lange auf sich warten. Und der hat es in sich! Schon bald stecken die cleveren Mädchen erneut in einem Wirrwarr aus skrupellosen Erbschleichern, dubiosen Geschäften auf Jamaika und einem mysteriösen Mädchen im Nebel ...

Jordan Stratford ist Producer, Autor und Drehbuchautor. Er wurde schon einmal für klinisch tot erklärt, versehentlich von Interpol für Spionage gesucht und hat außerdem unzählige Schwertkämpfe gewonnen. Die Idee für seine Detektivserie veröffentlichte er zunächst auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter - mit überwältigender Resonanz! Stratford lebt mit Frau und Kindern auf einer kleinen Insel vor der Küste Kanadas.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 19.09.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783764191290
    Verlag: Verlag Carl Ueberreuter
    Originaltitel: The Wollstonecraft Detective Agency
    Größe: 4574kBytes
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Das Mädchen im Nebel

"Du warst es!", knurrte Ada zwischen zusammengebissenen Zähnen. Sie schwang eine schmiedeeiserne Kohleschaufel durch die Luft und zielte dabei auf ihre Schwester.

Allegra, neun Jahre alt, wirbelte flink wie eine Zirkusartistin auf der Treppe herum. Gerade noch rechtzeitig wich sie dem Schaufelblatt aus. Dann startete sie einen Gegenangriff und machte mit dem Schürhaken einen Satz vorwärts.

"War ich nicht!", schrie Allegra.

"Warst du doch!", kreischte Ada und parierte den Schürhaken mit ihrer Schaufel.

Die beiden Mädchen kreuzten die Klingen. Dabei verkratzte die eine die Wandtäfelung des Treppenhauses, die andere schlug eine tiefe Kerbe in das weiße Geländer.

Allegra hüpfte eine Treppenstufe hinunter, um nur einen Moment später wieder vorzuspringen. Sie ließ das Schüreisen an Adas Kopf vorbeisausen und machte anschließend eine Rückwärtsbewegung, um seinen fiesen seitlichen Haken zum Einsatz zu bringen. Eine Rußwolke stob auf, als Ada die Schaufel über ihre Schulter hob und den Haken mit einem lauten Kling! abwehrte.

Schüreisen und Schaufel verhakten sich, die ältere Schwester machte eine Drehbewegung aus dem Handgelenk und schlug Allegra den Schürhaken aus der Hand. Er kreiselte rechts herum, ehe er wie ein Pfeil die Treppen hinunterschoss und sich mit einem lauten, dumpfen Schlag in den Türrahmen bohrte.

Triumphierend senkte Ada die Kohleschaufel bis auf Kopfhöhe ihrer Schwester. Blitzschnell ließ Allegra sich auf die Knie fallen, griff nach Adas Knöchel und zog mit einem scharfen Ruck. Adas Po knallte unsanft auf die holzvertäfelte Treppe. Sie begann zu jaulen wie eine nasse Katze, während die Schaufel die Treppenstufen hinunterratterte und quer durch die geflieste Eingangshalle schlitterte.

Eine glänzende schwarze Schuhspitze stoppte ihre Rutschpartie. Über dem schwarzen Schuh thronte der schwarze Hosenaufschlag eines langen schwarzen Anzugs und weit oben über dem Anzug das hagere und wenig erfreute Gesicht von Adas sehr großem, kräftigem Butler Mr Franklin. Er sagte kein Wort, aber sein Schweigen und sein missbilligender Blick waren genug, um Adas Geheule auf der Stelle zu beenden. Er klappte seinen Oberkörper nach vorne und hob, ohne die Beine zu beugen, die Schaufel auf. Allegra kam das sehr beweglich vor und Ada wie ein ziemlich langer Weg bis zum Boden. Dann richtete sich der Butler wieder auf und zog den noch immer vibrierenden Schürhaken aus der hölzernen Wand.

Betreten standen beide Mädchen auf und husteten verlegen. Sie strichen ihre Kleider glatt und wischten sich den Ruß von den Händen, wodurch sie ihn nur noch mehr verschmierten. Keine der beiden Schwestern konnte sich mehr genau daran erinnern, was der Auslöser für dieses Treppenduell gewesen war. Von einem Moment auf den nächsten waren die Gründe für den Schlagabtausch aus "Du warst es!" und "War ich nicht!" vergessen.

Der Butler starrte die beiden Mädchen kurz mit hochgezogener Augenbraue an, dann drehte er sich langsam um und stellte die Werkzeuge zurück an den Kamin. Die Mädchen senkten reumütig die Köpfe, zumindest solange sie es aushielten, also ungefähr zwei ganze Sekunden lang.

"Das war genial!", schrie Allegra. "Du musst mir unbedingt zeigen, wie man das macht!"

"Die Entwaffnung? Steht im Buch. 'Agrippa', glaube ich. 'Capo Ferro?' Fechtbücher. Stehen in der Bibliothek."

"Kannst du es mir nicht einfach zeigen?"

"Kannst du nicht einfach ein Buch lesen?", gab Ada zurück.

"Echt, Ada, du bist so was von gemein."

"Und du bist unmöglich", behauptete Ada und stampfte die Treppe zur Bibliothek hinauf. Allegra lief ihr hinterher, auch wenn sie vorgab, es nicht zu tun.

Ada fand ein Buch über die Fechtkunst des 16. Jahrhunderts und drückte es ihrer Schwester in die Hand.

"Hast du kein eigenes Zimmer?", fragte sie, während sie auffordernd gegen das Buch in Allegras Händen drückte und ihre Schwester so langsam aber siche

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