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Das Spiel der Dämonenjäger (Kiranmalas Abenteuer 2) von DasGupta, Sayantani (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.11.2019
  • Verlag: Carlsen Verlag GmbH
eBook (ePUB)
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Das Spiel der Dämonenjäger (Kiranmalas Abenteuer 2)

Weltenretterin in Sari und Silberglitzer-Springerstiefeln Kiran ist sauer. Da rettet sie als frischgebackene indische Prinzessin mal eben ein Paralleluniversum und kaum sitzt sie wieder in der Highschool, herrscht Funkstille bei ihren Freunden aus der anderen Dimension. Dann taucht ausgerechnet die mächtig stinkige Dämonenkönigin auf, Kiran kriegt einen Notruf via Intergalaxie-TV und somit ist glasklar: Ihre Magie wird gebraucht! Kiran muss zurück und das Universum retten - schon wieder. Denn eine galaktisch-gruslige Gameshow bringt alles aus dem Gleichgewicht. Und jeden in Gefahr. Band 2 der Serie 'Kiranmalas Abenteuer'. So abenteuerlich-abgedreht, so Bollywood-bunt und so schnoddrig-cool wie DAS GEHEIMNIS DES SCHLANGENKÖNIGS! Sayantani DasGupta wuchs mit Geschichten über mutige Prinzessinnen, blutrünstige Rakkhosh und fliegende Pakshiradsch-Pferde auf. Sie ist eigentlich Kinderärztin, lehrt aber an der Columbia University. Wenn sie nicht schreibt, schaut sie mit ihren Kindern Kochshows an und beschützt ihren schwarzen Labrador vor allem, was ihm Angst macht, z.B. Plastiktüten. Sie gehört der Gruppe 'We Need Diverse Books' an. Mehr über sie gibt es auf www.sayantanidasgupta.com und auf Twitter @sayantani16.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 336
    Erscheinungsdatum: 29.11.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783646922622
    Verlag: Carlsen Verlag GmbH
    Originaltitel: Game of Stars
    Größe: 3058 kBytes
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Das Spiel der Dämonenjäger (Kiranmalas Abenteuer 2)

KAPITEL 1

Eine Dämonin in meinem Zimmer

A ls die Dämonenkönigin zum ersten Mal in meinem Schlafzimmer auftauchte, versuchte ich, sie mit meiner Sonnensystem-Nachttischlampe zu enthaupten.

Ich schlief gerade tief und fest, wurde aber von einem irrsinnigen Summen geweckt. Dann nahm ich diesen ranzigen, rülpsigen, ätzenden Geruch wahr, den ich seit meinen Abenteuern im Königreich hinter den Sieben Ozeanen und Dreizehn Flüssen im vergangenen Herbst mit der Rakkhoshi in Verbindung brachte. Sowie ich die Augen aufmachte, sah ich ihre Umrisse: spitze Krone auf ihrem riesigen Kopf, scharfe Hörner, die aus ihren dunklen Haaren hervorlugten, und gemeine Krallen an ihren langen Händen. Und als ob das nicht schlimm genug wäre, hatte die Dämonin noch einige riesige, fies aussehende Bienen mitgebracht.

Ich fischte nach meinem magischen Köcher und Bogen unter dem Bett, aber als meine Hand ins Leere griff, fiel mir ein, dass ich beides in meinem Schließfach in der Schule gelassen hatte. Deshalb schob ich meine Finger durch die Ringe des Plastiksaturn, riss meine alte Nachttischlampe aus der Steckdose und schleuderte das gesamte Sonnensystem wie einen fliegenden Diskus voll gegen den Kopf der Rakkhoshi-Rani.

Leider schafften es die Sonne und die um sie kreisenden Planeten nicht, die Dämonenkönigin zu treffen. Zu meinem Entsetzen segelte das komplette Sonnensystem ganz einfach ungebremst durch ihren mit einem Sari bekleideten Leib, der irgendwie durchsichtig war, und landete krachend auf der Prinzessin-Pretty-Pants(TM)-Kommode. Die war Teil des echt schlimmen Prinzessinnen-Schlafzimmers, das meine Eltern mir gekauft hatten, als ich so etwa sechs gewesen war.

"Mal ehrlich, Mondmädchen! Begrüßt man so die Mutter eines alten Freundes?" Die Fangzähne der Rakkhoshi funkelten im Mondlicht, das durch mein vorhangloses Fenster strömte. Während sie das sagte, flogen Bienen aus ihrem Mund. Es war, als ob die Insekten die Wörter auf ihren Flügeln trügen. Die Rakkhoshi streckte die Krallenhand zu der abgestürzten Nachttischlampe aus und ließ den Kunststoff mit einem Knall explodieren.

"Aufhören!" Ich sprang aus dem Bett und leerte das Glas Wasser von meinem Nachttisch über der Stelle aus, an der mein kaugummirosa Bettvorleger in Flammen stand. Aber das brachte kaum etwas. Ich wich superschnell zurück, als die Bienen, die den Kopf der Dämonin umschwirrten, ihre wirbelnden Flugmuster zu beschleunigen schienen.

"Du wirst noch das ganze Haus abfackeln!" Der Gestank von brennendem Kunststoff ließ mich würgen, während Merkur und Venus sich vor meinen Augen in Oobleck verwandelten.

"Spielverderberin!", sagte die Dämonenkönigin gelangweilt. Aber sie beugte sich vor, hauchte einen eisigen Windstoß auf die brennenden Planeten - einen winzigen Hagelschauer - und hinterließ dann ein verkohltes und stinkendes Sonnensystem auf meinem Schlafzimmerboden.

Also, im Film sieht es ja immer toll aus, wenn man zur Heldin wird. Es geht dann alles darum, deine innere Tapferkeit zu finden und dein Schicksal anzunehmen, gegen Monster zu kämpfen und die Unschuldigen zu retten. Wenn ihr Glück habt, bekommt ihr euren eigenen Titelsong, ein cooles, Sprüche klopfendes Hilfstier oder eine Clique aus heroischen Freunden, die euch bei euren umwerfenden Abenteuern zur Seite stehen. Aber bei mir lief es eben nicht so.

Beim letzten Halloween, als ich feststellte, dass ich nicht einfach eine normale Schülerin aus Parsippany, New Jersey, war, sondern eine interdimensionale indische Prinzessin mit dem Schicksal, Dämonen und Monster zu bekämpfen (wie meine Eltern es mein Leben lang angedeutet hatten), war ich kurz vor der Verzweiflung. Ich hatte immer schon eine Allergie gegen diese üblichen rosa Tutu-Prinzessinnen gehabt - die kotzsüße Prinzessin Pretty Pants(TM) war das beste Beispiel dafür -, aber es stellte sich heraus, dass ich durchaus damit leben konnte, ei

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