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Das Tal. Das Spiel Season 1, Band 1 von Kuhn, Krystyna (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.07.2012
  • Verlag: Arena Verlag
eBook (ePUB)
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Das Tal. Das Spiel

Mitten in den kanadischen Wäldern liegt das berühmte Grace-College, Ausbildungsschmiede für Hochbegabte. Doch seltsame Dinge gehen in dem abgeschlossenen Tal vor sich: Warum ist der Ort nicht auf Google Earth zu finden? Was hat es mit der Gruppe Jugendlicher auf sich, die Mitte der 70er in den Bergen verschwanden? Julia und ihre Clique sind ahnungslos, als sie ihr erstes College-Jahr beginnen. Doch sie werden bald herausfinden, dass im Tal nichts ist, wie es scheint. Und dass sie alle nicht ganz zufällig an diesem Ort sind. Eine hippe Einweihungsparty im Bootshaus: So feiern die Freshmen ihre Ankunft im Grace College. Doch dann beobachtet der stille Robert das Unfassbare: Ein Mädchen läuft in tiefer Nacht in den See. Sie wird von einem merkwürdigen Strudel erfasst und ertrinkt. Robert versucht zu helfen - doch er hat keine Chance. Am nächsten Morgen glaubt ihm niemand seine Geschichte, obwohl tatsächlich ein Mädchen spurlos verschwunden ist. Aber Angela kann nicht in den See gelaufen sein. Denn Angela sitzt seit ihrer Geburt im Rollstuhl. Krystyna Kuhn wurde 1960 als siebtes von acht Kindern in Würzburg geboren. Sie studierte Slawistik, Germanistik und Kunstgeschichte in Würzburg und Göttingen sowie zeitweise in Moskau und Krakau. Sie arbeitete als Redakteurin und Herausgeberin. Seit 1998 ist sie freischaffende Autorin und schreibt mit Vorliebe Thriller und Krimis. 'Schneewittchenfalle' war Krystyna Kuhns erster Jugendroman. Für ihr literarisches Werk wurde Krystyna Kuhn bereits zweifach für den Frauenkrimipreis nominiert. Foto © Hartmut Schröder

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 304
    Erscheinungsdatum: 01.07.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783401800226
    Verlag: Arena Verlag
    Größe: 330 kBytes
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Das Tal. Das Spiel

Kapitel 1

I n einer Höhe von knapp zweitausend Metern wurde Julia vom Quietschen der Bremsen aus dem Halbschlaf gerissen. Der voll beladene Geländewagen schien bei jeder neuen Kurve laut aufzustöhnen. Kein Wunder. Der Landrover quälte sich bereits seit über einer Stunde die steilen Serpentinen hoch. Er war ganz offensichtlich nicht mehr der Jüngste.

Der Letzte macht das Licht aus!

Mum hatte das immer gesagt, wenn sie das Haus verließen. Tatsächlich schien es Julia, als hätte jemand, gleich nachdem sie Fields verlassen hatten - ein gottverlassenes kleines Kaff in den Rocky Mountains - tatsächlich die Sonne ausgeknipst.

Julia starrte durch das staubige Seitenfenster. Von der Straße, die sich vor ihnen den Berg hinaufschlängelte, war nur ein schmales Stück zu sehen - der graue Asphalt glänzte nass unter dem trüben Licht der Autoscheinwerfer. Hoch über ihnen zeichneten sich die Silhouetten der Nadelbäume ab, die links und rechts die Straße säumten.

Julia hatte noch nie so hohe Bäume gesehen, ihre Spitzen ragten drohend in den dunklen Himmel und gaben nur einen schmalen Blick auf die Sterne frei. Es war ein unheimliches Begrüßungskomitee, das lediglich aus einem einzigen Grund hier stand: das Tal vor Eindringlingen zu schützen.

Eindringlingen wie Julia?

Oder waren die Raubvögel gemeint, die über den Bäumen kreisten, bereit, aufeinander loszugehen oder sich auf das Auto zu stürzen, das die Ruhe in ihrem Jagdgebiet störte?

Die Scheinwerfer des Wagens ließen ein Schild am Wegrand kurz aufleuchten.

Achtung, Steinschlag!

Kurz darauf lichtete sich der Wald zu ihrer Linken. Ein steiler Felsen ragte in die Höhe und versperrte für einen Moment die Sicht auf den weiteren Verlauf der Straße. Es sah aus, als führen sie direkt auf die steil aufragende Steinwand zu. Der Landrover legte sich in die Kurve, bevor er eine Brücke überquerte, die gleich hinter der Wand über eine senkrecht abfallende Schlucht führte. Julias Körper wurde in den Sitz gedrückt, während der Wagen über den schwankenden Untergrund rumpelte, offenbar Holzbohlen. Roberts Kopf vor ihr stieß gegen die Nackenstütze des Beifahrersitzes, doch Julias Bruder wachte nicht auf.

Verdammt, ihr Bein war eingeschlafen, ja es fühlte sich an, als sei es nicht mehr vorhanden. Sie bewegte es prüfend und stieß gegen etwas Weiches. Die überdimensionale schwarze Dogge zu ihren Füßen starrte ihr entgegen. Selbst im Dunkeln ahnte sie die aggressiven Augen des Hundes. Sein Name war Ike und Ike knurrte leise.

"Sorry", flüsterte sie ihm zu, um ihn zu beschwichtigen.

Julia war kein Naturfreak. Sie war in der Großstadt geboren. Aber daran durfte sie nicht denken.

Nicht jetzt.

Nie wieder.

Julia Frost und ihr ein Jahr jüngerer Bruder Robert waren seit über zwei Tagen auf dem Weg zum Grace-College, das in dem gleichnamigen Hochtal in den Rocky Mountains lag. Sie hatten einige Umwege genommen, waren nicht direkt nach Calgary, sondern zunächst nach New York und anschließend weiter nach Seattle geflogen. Hier erst waren sie in die Maschine nach Calgary gestiegen. Von dort aus ging es weiter nach Banff und Lake Louise, einem der bekanntesten Orte in den Rockies, wo sie eine winzige Propellermaschine erwartete, um sie in den Yoho-Nationalpark zu bringen.

Julia schloss die Augen. Noch immer hatte sie das Gefühl, dass das alles ein Traum war. Vielleicht passierte das ja auch in einer der Parallelwelten, von denen Robert unablässig sprach. Immer dieser nachdenkliche Blick hinter den runden Rändern seiner Brille, die er auf dem Flohmarkt entdeckt hatte und mit der er so ernsthaft wirkte, als handele es sich bei ihm um den jüngsten Nobelpreisträger aller Z

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