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Das Tal. Der Fluch Season 2, Band 1 von Kuhn, Krystyna (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.07.2012
  • Verlag: Arena Verlag
eBook (ePUB)
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Das Tal. Der Fluch

Das Tal ist zur Ruhe gekommen. So scheint es zumindest. Nur Robert ist der Einzige, der der Wahrheit über den versteckten Ort mitten in den Rocky Mountains ein Stück nähergekommen ist. Doch während er verzweifelt versucht, seine Erkenntnisse zu überprüfen, gerät Rose in große Gefahr. Wer ist der Unbekannte, der ständig in ihr Zimmer im College einbricht? Und was hat das mit Roses Vergangenheit zu tun? Während das sonst so ruhige Mädchen mehr und mehr außer sich gerät, entdeckt Robert das Unfassbare... Krystyna Kuhn wurde 1960 als siebtes von acht Kindern in Würzburg geboren. Sie studierte Slawistik, Germanistik und Kunstgeschichte in Würzburg und Göttingen sowie zeitweise in Moskau und Krakau. Sie arbeitete als Redakteurin und Herausgeberin. Seit 1998 ist sie freischaffende Autorin und schreibt mit Vorliebe Thriller und Krimis. 'Schneewittchenfalle' war Krystyna Kuhns erster Jugendroman. Für ihr literarisches Werk wurde Krystyna Kuhn bereits zweifach für den Frauenkrimipreis nominiert. Foto © Hartmut Schröder

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 248
    Erscheinungsdatum: 01.07.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783401801377
    Verlag: Arena Verlag
    Größe: 1207 kBytes
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Das Tal. Der Fluch

2. David

Es würde noch Stunden dauern, bis der Mond aufging. Und vielleicht - wenn sie Glück hatten - würde sich dieser unglaubliche Sternenhimmel über dem Tal zeigen, wie David ihn hier draußen im Sperrgebiet schon oft erlebt hatte. In diesen Momenten schienen sich Erde und Himmel zu berühren und der Horizont löste sich in Nichts auf.

Aber noch hingen dunkle Wolken tief über dem See und ein kalter Wind schob unaufhörlich Wellen über die Oberfläche, die ans Ufer schlugen.

Jeder von ihnen hatte einen anderen Grund, hier zu sein. Katie, von der er glaubte, dass die reine Neugierde und Abenteuerlust sie trieb. Robert, der nach einer Begründung für alles suchte, was sie bis jetzt im Tal erlebt hatten. Der Duke, der den Spuren seines Urgroßvaters folgte.

Und er selbst ...

David glaubte nicht an Geister, wohl aber an so etwas wie eine dunkle Macht. So etwas wie das Böse. Und eines war sicher: Das Böse lauerte hier draußen in diesen Wäldern, den Bergen und nicht zuletzt auch unter der Oberfläche des Lake Mirror.

Er hatte es mit eigenen Augen gesehen und am eigenen Körper erlebt. Hier oben war vieles anders als in der normalen Welt und vielleicht war das ganz gut so. Denn nur, wenn er diese dunkle Macht akzeptierte, hatte er eine Chance, die Hölle in sich selbst zu überwinden.

"Jungs, wir haben kaum noch Holz." Katie hielt eine Kartoffel in die Glut, die sie auf einen Stock gesteckt hatte. Im roten Lichtschein des Lagerfeuers sah ihr Gesicht völlig verändert aus, fast so, als stamme sie aus einer anderen Zeit, in der es das College hier oben noch nicht gegeben hatte und das Tal vielleicht noch unberührt gewesen war.

Sie stieß Tim in die Seite. "He, Duke, du bist an der Reihe."

"Ich schlafe", seufzte Tim. Er lag ausgestreckt zwischen Katie und David auf seinem Schlafsack und starrte in den Himmel.

"Aber das Feuer geht bald aus."

"Deine Kartoffel ist inzwischen sowieso schon zu Holzkohle geworden. Du hast es noch nie geschafft, dass sie essbar waren."

"Verflucht, es wird scheißkalt diese Nacht, und wenn ich mir schon den Arsch abfrieren muss, dann will ich das wenigstens nicht hungrig tun."

"Ich liebe es, wenn du dich klar ausdrückst, Katie West."

Dieser Dialog ist typisch für die beiden, dachte David. Es war so etwas wie ein Spiel zwischen ihnen, das immer intensiver wurde, je öfter Tim, genannt der Duke, hier oben auftauchte und je mehr Zeit die beiden miteinander verbrachten. Eine Art Wettbewerb, fast schon ein Kampf.

"Ich gehe." Robert hob den Kopf von seinem Notizbuch. Er trug es ständig bei sich und kritzelte in regelmäßigen Abständen etwas hinein, obwohl er bei dieser Dunkelheit eigentlich unmöglich etwas erkennen konnte.

Katie protestierte sofort. "Kommt nicht infrage, Rob."

"Und das hast du entschieden?", hörte David den Duke murmeln.

"Was, wenn Mr Superhirn sich beim Holzholen im Wald verirrt? Eine Klippe hinunterstürzt? Oder ohne uns einen Eingang entdeckt, das Labyrinth betritt und nicht mehr herausfindet?"

David nickte. "Keiner kennt das Tal besser als Robert. Ohne ihn wären wir hier draußen verloren. Oder weißt du, Tim, wo genau wir uns hier befinden?"

Der Duke zuckte die Schultern.

"C11", erwiderte Robert ernst. Er hatte das Gebiet in Quadrate aufgeteilt, die sie eins nach dem anderen absuchten. "Und glaubt mir, das mit dem Holzholen schaff ich gerade noch. Ich verirre mich nicht."

"Na also", murmelte der Duke.

"Nein, das Risiko ist zu groß", widersprach Katie erneut. "Rob, du bist so etwas wie unser geistiger Führer. Unser Schutz gegen die bösen Mächte hier oben."

"Ein Mathematiker und ein Schamane? Das geht nicht." Der Duke richtete sich auf.

"Ich habe keine übernatürlichen Fähigkeiten." Robert klappte das Notizbuch zu, legte es zur Seite und starrte in die Flammen. Plötzlich veränderte sich sein Gesichtsausdruck. Es war, als e

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