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Das Tal. Die Jagd Season 2, Band 3 von Kuhn, Krystyna (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.06.2013
  • Verlag: Arena Verlag
eBook (ePUB)
5,99 €
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Das Tal. Die Jagd

Das Tal liegt düster zwischen den Berghängen der Rocky Mountains. Ben und die anderen Studenten am Grace College, die seit zwei Jahren merkwürdigen und unerklärlichen Ereignissen ausgesetzt sind, scheinen am Ende ihrer Kräfte. Wer spielt dieses geheimnisvolle und tödliche Spiel mit ihnen? Und was haben ihre Eltern und Großeltern mit der Vergangenheit des Tals zu tun? Während sich überall auf der Welt die Katastrophen häufen, stoßen die acht Studenten endlich auf das Geheimnis. Nun müssen sie ihr ureigenes Erbe antreten. Doch sie kämpfen gegen die Zeit. Krystyna Kuhn wurde 1960 als siebtes von acht Kindern in Würzburg geboren. Sie studierte Slawistik, Germanistik und Kunstgeschichte in Würzburg und Göttingen sowie zeitweise in Moskau und Krakau. Sie arbeitete als Redakteurin und Herausgeberin. Seit 1998 ist sie freischaffende Autorin und schreibt mit Vorliebe Thriller und Krimis. 'Schneewittchenfalle' war Krystyna Kuhns erster Jugendroman. Für ihr literarisches Werk wurde Krystyna Kuhn bereits zweifach für den Frauenkrimipreis nominiert. Foto © Hartmut Schröder

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 280
    Erscheinungsdatum: 01.06.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783401801391
    Verlag: Arena Verlag
    Größe: 1845 kBytes
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Das Tal. Die Jagd

Marshmallows

D ie Werbung für das neueste Deo von Axe schallte durch den Supermarkt.

Debbie spürte, wie ihr der Schweiß die Achseln hinunterlief und der Metallbügel unter ihrer Brust so tief einschnitt, dass sie sich am liebsten hier und jetzt ihres BHs entledigt hätte. Das kam davon, wenn man sich Unterwäsche im Internet bestellte. Aber hier oben im Tal gab es nun mal kein Victoria's Secret . Und der Laden in Fields führte nur Unterwäsche, wie Debbie sie beim Ausräumen von Grandma Marthas Wohnung entdeckt hatte. Zwei Monate war es nun her, dass ihre Großmutter gestorben war, und noch immer hatte die Testamentseröffnung nicht stattgefunden. Debbie gab die Hoffnung nicht auf, dass sie die Alleinerbin war, denn das würde bedeuten, nie wieder in das Haus von Superdad Wilder zurückkehren zu müssen. Aber was noch viel wichtiger war, sie lauerte darauf, dass sie irgendwo in den Sachen von Grandma Martha (dieser Lügnerin), den Beweis finden würde, nach dem sie seit Monaten suchte. Den Beweis dafür, dass ihre Großmutter die Martha war, die in den Siebzigerjahren des letzten Jahrhunderts mit den anderen auf dem Ghost war. Denn dann würde sie endlich dazugehören wie Julia, Robert und alle anderen bis auf Benjamin.

Debbie schob ihre Tasche auf die linke Schulter, zog das iPhone aus dem Seitenfach, um zum x-ten Mal an diesem Morgen ihre Einkaufsliste zu kontrollieren:

drei Dosen Coca Cola

eine Flasche Schokomilch

eine Batterie Fruchtjoghurts (Smartiesgeschmack)

ein Eimer Schokopudding

fünf Schokoriegel (Marke Wonderbar) im Sonderangebot

drei Dosen Cashewnüsse

eine Tüte Muffins

Ihre weißen Cowboystiefel klackten bei jedem Schritt. Sie konnte kaum die Nachrichten verstehen, die über die Lautsprechanlage des Supermarkts schallten. Sie stoppte kurz, bevor sie in den nächsten Gang einbog.

Über Guatemala zieht seit heute Nachmittag eine rote Staubwolke, deren Herkunft noch unklar ist.

Apropos Staub. Das grelle Licht der Halogenbeleuchtung brachte den schmutzigen Fußboden des Supermarktes zum Vorschein. Debbies rechter Stiefel zeigte seitlich einen braunen Streifen, der vorher noch nicht da gewesen war. Wieder einmal war hier drinnen nicht gründlich geputzt worden. Debbie würde sich bei der Collegeleitung beschweren und eine Kurznachricht im Grace Chronicle , der Campuszeitung, veröffentlichen. Wozu war sie, Deborah Wilder, schließlich die Chefredakteurin?

Sie machte an der Kühltheke halt, wo ein dünner pickeliger Angestellter gerade die Fächer mit Smoothies, Joghurts und Riesenpackungen Pudding auffüllte. Seine Blicke flogen über sie hinweg und blieben am Saum ihres Kleides hängen. Spanner. Debbie warf ihm einen angewiderten Blick zu und zog das Kleid nach unten. Es rutschte sofort wieder in die alte Position.

Unschlüssig hing sie über dem Regal mit den Milchprodukten.

Ersten Meldungen zufolge hat die tödliche Wolke bereits über fünfhundert Menschenleben gekostet.

Debbie beugte sich weiter vor.

Alle Flüge wurden gestrichen. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, Wohnungen und Häuser nicht zu verlassen.

Debbie stellte sich auf die Zehenspitzen und griff ganz nach hinten in das Fach mit den Joghurts. Die eisige Luft drang durch den dünnen Stoff ihrer Oversize-Jacke und überzog ihre Arme mit Gänsehautpickeln, die sich anfühlten, als sei sie in einen Schwarm aggressiver Moskitos geraten. Mit einem Blick stellte sie fest, dass das Haltbarkeitsdatum des Joghurts bereits zwei Tage abgelaufen war. Dasselbe bei zwei weiteren Bechern. Wenn man nicht aufpasste, dann vergifteten die einen mit ihren Ladenhütern.

Entrüstet wandte sie sich um. "Hören Sie mal, das hier ..."

Doch der Angestellte hatte sich in Luft aufgelöst. Stattdessen tauchte Benjamin in ihrem Gesichtsfeld auf, schräg nach unten

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