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Das Wilde Pack, 1 von Marx, André (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.12.2013
  • Verlag: Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG
eBook (ePUB)
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Das Wilde Pack, 1

Das Wilde Pack ist eine Bande von Tieren, die in verlassenen U-Bahnschächten und Höhlen unter der Stadt lebt. Angeführt vom Wolf Hamlet haben die Tiere nur ein Ziel: Endlich wieder in Freiheit zu leben. Dabei erlebt das wilde Pack unglaubliche Abenteuer. Und schlägt den Menschen ein Schnippchen nach dem anderen. Hamlet flieht aus dem Zoo und schließt sich dem Wilden Pack an. Aber anstatt auf eine Bande von selbstbewussten, freien Tieren trifft er auf einen furchtsamen verwahrlosten Haufen. Ob er es schafft, das Selbstvertrauen der Tiere zu wecken und zusammen mit ihnen seinen Freund, den Gorilla, ebenfalls aus dem Zoo zu befreien?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 128
    Erscheinungsdatum: 09.12.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783440144008
    Verlag: Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG
    Serie: Das wilde Pack Bd.1
    Größe: 3986kBytes
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Das Wilde Pack, 1

1. Kapitel

Es war ein ganz normaler Nachmittag im Zoo.

Die Tierpfleger fütterten die Schimpansen und die Mini-Schweine. Die Schweine quiekten und verdrückten schmatzend ihre Äpfel, während die Affen heftig winkten, um noch mehr zu bekommen. Die Störche klapperten mit den Schnäbeln und die Flamingos reckten die Hälse nach Brotkrumen, die eine Gruppe von Kindern ihnen zuwarf.

Hamlet, der junge Wolf, döste in der warmen Sonne in seinem Gehege und ließ sich auch nicht von Knut, dem Tierpfleger stören, der mit Gummistiefeln an den Füßen und einem Besen in der Hand durch das Wolfsgehege stapfte und sauber machte.

Doch plötzlich knallten schnelle Schritte über den Rundweg des Zoos, und Hamlet war sofort hellwach. Er kannte diese Schritte. Alle Tiere im Zoo kannten sie. Und sie verhießen selten etwas Gutes. Selbst Knut beeilte sich plötzlich mit dem Fegen und hielt den Blick gesenkt, als wollte er sich unsichtbar machen.

Die Schritte kamen näher. Dann legte sich ein Schatten über Hamlet, und die Sonnenstrahlen, die gerade noch so schön seinen Rücken gewärmt hatten, wurden von einer großen, bedrohlichen Gestalt in einem schwarzen Anzug verdeckt: der Gestalt von Zoodirektor Müller.

Müller hatte kein Herz für Tiere, wie ein Zoodirektor es eigentlich haben sollte. Er benutzte die Tiere, um sich an ihnen zu bereichern. Das konnte Hamlet sogar riechen. Wie alle Wölfe hatte er eine sehr feine Nase und konnte die Gefühle von Menschen wittern. Und Müller verströmte den Geruch von Gier mit einer Prise Grausamkeit.

In der Vergangenheit waren immer wieder Tiere aus dem Zoo verschwunden, weil Müller sie an reiche Menschen verkauft hatte. Es gab immer jemanden, der schon immer mal ein junges Känguru haben wollte, einen Schimpansen oder eine Anakonda. Tags darauf hieß es dann, das Tier sei leider über Nacht verstorben. Die übrig gebliebenen Tiere wussten es natürlich besser. Aber wer hört schon auf das Jaulen und Knurren und Bellen aus den Gehegen?

Hamlet sprang ängstlich auf und begann, hin und her zu laufen. Doch der Zoodirektor mit den kalten Augen und dem breiten schwarzen Schnurrbart starrte ihn durch die Gitterstäbe hindurch an und verfolgte jede seiner Bewegungen.

"Machen Sie mal schneller da!", herrschte er den Tierpfleger an. "Wie heißen Sie noch mal?"

"Knut", sagte Knut.

"Knut, aha! Arbeiten Sie immer so langsam? Den Namen muss ich mir wohl merken. Los doch, hier ist es sauber genug, es warten noch andere Käfige!"

Eilig nahm Knut seinen Besen und suchte das Weite.

Nun waren Müller und Hamlet allein.

"Dein Fell ist wirklich schön, Wolf. Constanze hat einen guten Geschmack. Und zum Glück bist du noch jung. Ein paar Jahre älter und dein Pelz wäre zu stumpf und struppig, um ihn meiner Tochter zu schenken. Sie ist anspruchsvoll, weißt du. Für sie kommt nur das Beste infrage."

Unwillkürlich stellten sich Hamlet die Nackenhaare auf und er knurrte den Zoodirektor an und fletschte die Zähne.

"Ja, ja, knurr mich nur an, mein junger Wolf. Es wird dir nichts nützen. Morgen früh, wenn die Sonne aufgeht, hat dein letztes Stündlein geschlagen. Mal sehen, vielleicht lasse ich deinen Kopf ausstopfen und hänge ihn mir ins Wohnzimmer an die Wand. Zwischen dem Eisbären und dem Tiger ist noch Platz. Dann kannst du die Zähne fletschen, bis du von Motten zerfressen bist." Müller lachte, dann drehte er sich um und schlenderte davon. Er tätschelte noch ein paar Schulkindern, die gerade auf dem Weg zu den Zebras waren, den Kopf, dann war er verschwunden.

Hamlet wurde von Angst

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