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Dash & Lily Ein Winterwunder von Cohn, Rachel (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.10.2017
  • Verlag: cbt Jugendbücher
eBook (ePUB)
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Dash & Lily

Endlich - die Geschichte von Dash und Lily geht weiter ... Kurz vor Weihnachten entdeckt Dash in einer Buchhandlung ein rotes Notizbuch, in dem ein Mädchen namens Lily den Finder zu einem geheimnisvollen Spiel auffordert. Bald schicken sich die beiden gegenseitig quer durch Manhattan. Über das Notizbuch tauschen sie ihre Gedanken und Träume aus und kommen sich dadurch näher - das erste Treffen zögern sie hinaus, bis es fast zu spät ist ... Rachel Cohn ist seit Jahren eine renommierte Autorin für Jugendbücher und hat bereits zahlreiche erfolgreiche Romane veröffentlicht. Unter anderem schrieb sie gemeinsam mit David Levithan "Nick & Norah - Soundtrack einer Nacht" (nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis). Sie hat keine Hobbies, es sei denn, man zählt die Suche nach dem perfekten Cappuccino darunter. Und sie verbringt viel Zeit damit, ihre Musiksammlung und ihre Bücher zu sortieren oder mit ihren beiden Katzen Bunk und McNulty herumzuhängen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 09.10.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641217433
    Verlag: cbt Jugendbücher
    Serie: Dash & Lily .1
    Originaltitel: Dash and Lily's book of Dares
    Größe: 1419 kBytes
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Dash & Lily

eins

-Dash-

21 . Dezember

Ist so was wirklich möglich?

Du bist in deinem Lieblingsbuchladen und gehst an den Regalen entlang. Du lässt deine Blicke schweifen. Du bleibst an einer Stelle stehen, wo einer deiner Lieblingsautoren seinen Platz hat, und da findest du plötzlich, zwischen die vertrauten Buchrücken geklemmt, ein rotes Notizbuch.

Was tun?

Darauf kann es doch wohl nur eine Antwort geben.

Du ziehst das Notizbuch heraus und blätterst darin herum.

Und dann folgst du den Anweisungen, die dir dort gegeben werden.

Es war Weihnachtszeit in New York, die schrecklichste Zeit des Jahres. Menschenmengen wie Kuhherden, endlose Besuche unseliger Verwandter, falsche Fröhlichkeit, all diese Ersatzhandlungen, die freudlosen Versuche, mehr Freude zu empfinden - meine natürliche Abneigung gegen allzu viel Berührung mit Menschen steigerte sich dadurch nur noch mehr. Wohin auch immer ich ging, war ich am falschen Ende des Gedränges. Ich war nicht bereit, mir durch irgendeine "Armee" mein "Heil" herbeisingen zu lassen. Es war mir vollkommen egal, ob wir eine weiße Weihnacht haben würden. Ich war ein Dezembrist, ein Bolschewik, ein berüchtigter Ganove, ein von unbekannten Phobien geplagter Briefmarkensammler - alles, was alle anderen nicht waren, das wollte ich sein. Ich bewegte mich so unsichtbar wie möglich durch die vom Kaufrausch gepackten Horden, die weihnachtsgläubigen Winterwahnsinnigen, die Fremden, die um die halbe Welt geflogen waren, um einen Lichterbaum zu sehen - ohne sich klarzumachen, was für einem heidnischen Ritual sie da folgten.

Das einzig Erfreuliche an dieser trüben Jahreszeit ist, dass dann die Schule für ein paar Tage dichtmacht (wahrscheinlich damit auch alle Schüler bis zum Umfallen shoppen können und womöglich außerdem entdecken, dass Familie, wie Arsen, nur in kleinen Dosierungen verträglich ist, außer man hat den dringenden Wunsch zu sterben). In diesem Jahr hatte ich es geschafft, über Weihnachten freiwillig zum Waisenkind zu werden, indem ich meiner Mutter erzählt hatte, ich würde die Tage bei meinem Vater verbringen, und meinem Vater, ich würde sie bei meiner Mutter verbringen, weshalb sie beide eine Reise ohne Reiserücktrittsversicherung mit ihren derzeitigen Nach-Scheidungs-Partnern gebucht hatten. Meine Eltern haben seit acht Jahren nicht mehr miteinander gesprochen, was mir jede Menge Freiraum in der Ausgestaltung meiner Beziehungen zu ihnen lässt und deshalb sehr viel Zeit für mich selbst.

Während sie beide weg waren, wechselte ich zwischen ihren Wohnungen hin und her - hauptsächlich aber verbrachte ich meine Zeit bei Strand, dieser Festung einschüchternder Gelehrsamkeit, viel mehr als ein Buchladen, nämlich der Zusammenprall Hunderter unterschiedlicher Buchläden, dessen literarisches Strandgut sich auf über achtzehn Meilen verteilt. Und dann die Angestellten, die dort geistesabwesend herumschlurfen in ihren engen Röhrenjeans und ihren Hemden aus dem Secondhandladen, wie ältere Brüder, die niemals und unter keinen Umständen ein Wort mit dir reden oder sich um dich kümmern oder überhaupt auch nur deine Existenz zur Kenntnis nehmen werden, solange ihre Freunde in der Nähe sind ... und das sind sie immer. Manche Buchhandlungen wollen einen glauben machen, dass sie ein Bürgerzentrum sind, als müsste man einen Plätzchenbackkurs anbieten, um Proust verkaufen zu dürfen. Nicht so bei Strand, da bleibt man ganz auf sich gestellt zwischen den sich bekriegenden Mächten der Ökonomie und der Idiosynkrasie, wobei die Idiosynkrasie immer die Oberhand behält. Mit anderen Worten, der Ort ist wie für mich geschaffen. Er ist so etwas wie meine private Grabungsstätte.

Wenn ich zu Strand gehe, dann normalerweise ohne nach bestimmten Büchern zu suchen. Manchmal beschließe ich, dass der Nachmittag einem einzelnen Buchstaben gewidmet ist, und dann streife ich durch

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