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Der Fluch von Cliffmoore von Foster, Laura (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.09.2015
  • Verlag: Ravensburger Buchverlag
eBook (ePUB)
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Der Fluch von Cliffmoore

SCHATTEN DER VERGANGENHEIT 'Die Magie an diesem Ort schläft, aber sie ist nicht tot.' Rose sieht mir in die Augen und ich kriege eine Gänsehaut. 'Im Ernst?', frage ich. 'Das kommt mir alles etwas ... äh ... altmodisch vor. Zauberei? Der Fluch von Cliffmoore? Ich meine, das sind doch alles nur Märchen. Oder?' 'Oh', sagt Rose geheimnisvoll, 'ein guter Fluch kann ein ganzes Leben verändern.' Lisa wird eindeutig vom Pech verfolgt: Ihre Eltern haben sich getrennt, ihr Vater hat eine neue Freundin und Lisa muss mit ihrer englischen Mutter in deren Heimatkaff Cliffmoore ziehen. Ihr neues Zuhause, das alte Cottage von Oma Judith, ist zwar gemütlich, aber auch voller Geheimnisse. Warum gibt es im Keller eine verborgene Tür? Woher kommen die merkwürdigen Geräusche mitten in der Nacht? Und wieso warnt die kauzige Nachbarin Lisa vor einem uralten Familienfluch? Als wäre das alles noch nicht genug Chaos, spukt in Lisas Kopf ständig ein ganz bestimmter Junge herum ... DER FLUCH VON CLIFFMOORE bildet den Auftakt zu Laura Foster s neuen Mystery-Trilogie für Mädchen. Spannend, romantisch und einfach verflucht gut! Laura Foster wuchs in Berlin auf und lebt heute mit ihrer Familie und den zwei schwarzen Katzen Mitch und More in England. Wenn sie nicht gerade an spannende Orte reist, schreibt sie Drehbücher für Fernsehserien und -filme. 'Der Fluch von Cliffmoore' ist ihr erstes Jugendbuch.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 01.09.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783473476640
    Verlag: Ravensburger Buchverlag
    Serie: Die Fluch-Trilogie Bd.1
    Größe: 1833 kBytes
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Der Fluch von Cliffmoore

Was zum Teufel mache ich hier eigentlich? Das frage ich mich heute nicht zum ersten Mal. Leeds von oben gesehen ist graubraun und es regnet. Na toll. Gerade sind meine Mutter und ich mit einer kleinen Passagiermaschine auf dem Flughafen der englischen Großstadt gelandet. Mit Zwischenlandung in Heathrow, auch ein ganz reizender Ort. Auf dem Londoner Flughafen muss man aufpassen, dass man nicht von einer Horde Japaner aus der einen und einer Horde Inder aus der anderen Richtung wie von Büffeln überrannt wird. Ein kleiner Mordversuch nebenbei. Wäre zum Lachen, wenn nicht gerade alles zum Weinen wäre.

"Guck nicht so traurig", sagt Mama, während sie mich energisch zum Bus zieht, der uns zum Bahnhof bringen soll. "Bald sind wir zu Hause."

"Zu Hause?", murmele ich so leise, dass Mama es nicht hören kann. Zu Hause war mal, das haben wir in Deutschland hinter uns gelassen. Ich habe jetzt schon tierisches Heimweh nach meinem Leben in Berlin. Ich brauche kein neues Zuhause, das alte war schwer in Ordnung. Wie konnte dieser ganze Mist nur passieren? Zu allem Überfluss legt der Regen noch zu (wenn der Sommer auch so wird, dann gute Nacht). Das Wasser tropft mir von den Haarsträhnen in die Augen und ich kann kaum noch etwas sehen. Ist vielleicht ganz gut so.

Als das Flugzeug durch die tiefschwarzen Wolken zur Landung gerappelt war, hatte ich schweißnasse Hände. Meine Beine sind immer noch wacklig, aber immerhin ist der Flieger nicht abgestürzt. Man wird ja dankbar für Kleinigkeiten. Ich schleppe mich weiter in Richtung Bus, während der Regen munter vom schmutzig grauen Himmel pladdert.

"Nun mach schon", versucht Mama mich mit bemüht heiterer Stimme aufzumuntern. "Es ist nicht mehr weit bis York."

Die Koffer, die wir hinter uns herziehen, haben es echt in sich. Als wir den Bus erreichen, bräuchte ich eigentlich einen Ganzkörper-Föhn, aber den führen sie leider nicht. Wir quetschen uns mit den anderen vor Nässe dampfenden Passagieren in den Bus und lassen uns auf die Sitze fallen. Mama legt den Arm um mich, und ich fühle mich so elend, dass ich mich eng an sie kuschle. Gleich fange ich an zu heulen, denke ich, aber ich mache es nicht. Das tue ich ihr nicht an. Und mir auch nicht.

Der Bus setzt sich rumpelnd in Bewegung und stößt unter ohrenbetäubendem Geknalle stechend riechende Dieselwolken aus. Hier drinnen müffelt es wie eine Mischung aus totem Hund und verrottendem Maschinenöl. Lecker. Wir schaukeln durch die Stadt zum Bahnhof. Mit seinen uralten, dunklen Steinblöcken wirkt er wie ein Ungetüm aus dem vorvorletzten Jahrhundert. Harry Potter lässt grüßen. Es herrscht ein Riesengedränge. Chinesen, Pakistani und ein paar grölende Fußballfans ziehen an uns vorbei, dazwischen ein Mann in mausgrauem Anzug mit einem schwarzen, runden Bowler auf dem Kopf.

Moment mal, ein Bowler? Ich dachte, den gibt es nur im Kino.

Und war das eben eine Ziege?

"Da staunst du, was?", meint Mama lachend und bugsiert mich durch die lärmende Menge.

Im Zugabteil ist es dann plötzlich ganz still. Mama und ich haben gerade das Gepäck verstaut, als der Zug sich sanft ruckelnd in Bewegung setzt. Ich habe das Gefühl, wenigstens etwas zur Besinnung zu kommen (ist es eigentlich Kindesmisshandlung, wenn man um vier Uhr morgens aufstehen muss?), und lehne meinen Kopf an Mamas Schulter. Sie legt den Arm um mich. Läuft da etwas Nasses über meine Wangen? Verdammt! Ich wische die Tränen verstohlen weg und sehe aus dem Augenwinkel, dass Mama aus dem Fenster schaut und dabei versonnen lächelt.

"Sieh mal, wie schön es hier ist", sagt sie und zeigt mit dem Finger auf die saftigen Wiesen, die im Mairegen umso frischer aussehen.

Die vorbeiziehende Landschaft besteht aus kümmerlichen Hügeln, die in all den Millionen Jahren ihre Chance verpasst haben, sich zu einem anständigen Berg zu entwickeln. Sie wechseln sich ab mit sattgrünen Weiden, auf denen Kühe lässig herumstehen und vor sich hin ka

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