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Der Fluch von Gárbeth von Bote, René (eBook)

  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Der Fluch von Gárbeth

Von der Schlacht bleibt Kvanaghs Dorf verschont, doch als der Feind sich über die Grenze rettet, stürzt eine gewaltige Flutwelle zu Tal und reißt alles mit sich, was ihr im Weg steht. Es gibt nur eine Erklärung: Die fliehenden Soldaten haben den Staudamm am Pass von Gárbeth zerstört! Ein Teil der Ernte ist vernichtet, und es bleibt wenig Zeit, das Übrige zu retten und die Schäden zu beseitigen, ehe der Winter kommt. Doch so sehr sich die Menschen bemühen, immer wieder werfen plötzliche Unwetter sie zurück und machen die Arbeit von Stunden und Tagen wieder zunichte. Immer mehr wird zur Gewissheit: Hier wirkt eine Macht, die mit irdischen Maßstäben nicht zu fassen ist. René Bote ist ein Kind der siebziger Jahre und des Ruhrgebiets. Er schreibt seit vielen Jahren und hat bereits eine Reihe von Kinder- und Jugendbüchern veröffentlicht.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 188
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783746040912
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 527kBytes
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Der Fluch von Gárbeth

Vorwort

I rgendwas stimmte nicht, und das schon seit Tagen. Auf der Suche nach der Quelle seiner Unruhe ließ der Drache den Blick über den Horizont streifen. Dass die Menschen unten im Tal einmal mehr gegenseitig ihre Lebensgrundlage zerstörten, um Gebietsansprüche durchzusetzen oder Steuerquellen zu gewinnen, wie sie es nannten, konnte es allein nicht sein. Das taten sie schließlich ständig, Neid und Gedankenlosigkeit waren Worte, die der Drache für das fand, wofür Unzählige unnütz alles, was ihnen lieb war, und oft auch das Leben verloren.

Immerhin, ging es ihm durch den Kopf, gab es hoffnungsvolle Ausnahmen, auch im Dorf unter ihm lebten zwei noch junge Menschen, die früh verstanden hatte, dass nur Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung etwas bewegen konnten. Aus ihnen konnte wirklich etwas werden.

Unvermittelt spürte er eine Welle von Energie, unzweifelhaft das Ergebnis starker Magie. Zu starker Magie, denn kein Lebewesen, das hier seine Heimat hatte, nichts, was er je hier gesehen hatte, konnte so starke Magie wirken. Der Drache änderte seine Flugrichtung und schoss durch die Wolken dorthin, wo er den Ursprung der Energiequelle vermutete, doch alles, was er dort fand, waren die Überreste einer heftigen kriegerischen Auseinandersetzung, Leichen, zerstörtes Gerät und ein eingerissener Staudamm.

Die Art des gewirkten Zaubers ließ sich daraus nicht mehr ablesen, es gab nur die Energie, die dabei in die Umgebung abgestrahlt worden war und sich immer noch erhielt. Genau genommen musste der Zauber nicht einmal etwas mit der Schlacht unten zu tun gehabt haben, auch wenn der Verdacht sich natürlich aufdrängte. Der Drache forschte mehr als eine Stunde lang nach, auch in der Umgebung des Schlachtfelds hoch in den Bergen, fand aber nichts und niemandem, dem er eine Magie der gespürten Stärke zutrauen durfte. Entweder hatte sich derjenige in seinem Zauber aufgelöst, ein typischer Fehler für Menschen, die magisch begabt waren, ohne ihre Kraft ausreichend einschätzen zu können, oder aber der Zauber diente dem Transport desjenigen, der ihn gewirkt hatte, dann wäre alles nach Plan verlaufen, und der Wirkende konnte inzwischen überall sein.

Während die erste Möglichkeit jede weitere Gefahr zumindest von Seiten dieser Person ausschloss, war die zweite eher beunruhigend. Um die Sache auf sich beruhen zu lassen, war es auf jeden Fall noch zu früh, und der Drache wollte auch nicht abwarten, bis die Antwort auf den Zweck des unbekannten Zaubers über die Welt hereinbrach. Weil er wusste, dass es am Ende ein großer Vorteil sein konnte, wenn ihn niemand auf der Rechnung hatte, beschloss er jedoch, vorerst nicht selbst in Erscheinung zu treten, sondern die beiden jungen Menschen, an die er eben noch gedacht hatte, als Beobachter zu ensenden. Jore und Meira verfügten über Fähigkeiten, die anderen Menschen nicht hatten, ein überaus gutes Urteilsvermögen und eine Lebenserfahrung die weit über die manch alten Mannes hinausging. Ihnen konnte er vertrauen, und sie würden verhindern, dass die Menschen am Ende ihn für ihr selbstverursachtes Unglück verantwortlich machten; damit hatten sie schon einmal unvorstellbares Unglück über sich gebracht, und er hatte sich vrogenommen, so etwas auf keinen Fall noch einmal zuzulassen.

Jore wurde von den ersten Sonnenstrahlen geweckt und hatte mit dem Öffnen der Augen schon den ersten Fuß aus dem Bett. Das Frühstück war schon vorbereitet, dafür hatte er am Abend schon gesorgt, um jetzt Zeit zu sparen. Er wollte sein Arbeitspensum in der Mine möglichst früh geschafft haben, um anschließend seiner Freundin Meira auf dem Hof helfen zu können. Normalerweise arbeiteten sie gemeinsam in der Mine, aber im Moment wurde auf dem Hof jede Hand gebraucht. Auch Jores Pensum in der Mine war verkürzt, seit sein Vater die Strafe für seine Untaten verbüßte, führte seine älteste Schwester zusammen mit ihrem Mann den elterlichen Hof, und Jore und M

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