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Der kleine Lord von Burnett, Frances Hodgson (eBook)

  • Verlag: SCM Kläxbox
eBook (ePUB)
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Der kleine Lord

Das Buch zum gleichnamigen, bekannten TV-Klassiker! Amerika um 1850. Der siebenjährige Cedric ist ein normaler Junge, der mit seiner verwitweten Mutter in bescheidenen Verhältnissen lebt. Eines Tages erfährt er, dass er der Erbe eines reichen englischen Grafen ist, der ihn zu seinem Nachfolger machen möchte. So reist Cedric mit seiner Mutter nach England. Aber während Cedric ein sehr aufgeschlossenes, freundliches Wesen hat, ist sein Großvater hartherzig und verbittert. Plötzlich taucht eine fremde Frau auf, die behauptet, ihr Sohn sei der wahre Erbe des Grafen. Doch dieser hat Cedric bereits tief in sein Herz geschlossen ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 112
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783417226966
    Verlag: SCM Kläxbox
    Größe: 3889 kBytes
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Der kleine Lord

[ Zum Inhaltsverzeichnis ]
In England

Während der Reise erzählte Mrs. Errol ihrem kleinen Sohn, dass sie künftig nicht mehr zusammen wohnen würden. Als er dies endlich begriff, war sein Kummer groß. Doch die Mutter redete dem Jungen so liebevoll zu, dass er allmählich die Furcht vor der Trennung überwand.

"Mein Haus liegt nicht weit vom Schloss, Ceddie", wiederholte sie jedes Mal, sobald die Rede darauf kam. "Du kannst jeden Tag zu mir herüberlaufen. Dann wirst du mir so viel zu erzählen haben und wir werden sehr glücklich zusammen sein."

Mrs. Errol hielt es für gut, ihm den Grund für diese Entscheidung nicht zu nennen.

Die freundlichen Worte seiner Mutter trösteten Cedric bald. Sein Kummer begann zu schwinden. Trotzdem sah ihn Mr. Havisham hin und wieder in seiner altgewohnten Stellung sitzen und mit ernstem Gesicht die Wellen beobachten, während ein Seufzer über seine Lippen kam.

"Es gefällt mir gar nicht", sagte er in einer seiner Unterhaltungen mit dem Anwalt. "Sie wissen nicht, wie nahe es mir geht. Aber es gibt sehr viel Kummer in der Welt und man muss ihn tragen. Mary sagt das und ich habe es auch Mr. Hobbs sagen hören. Doch die Liebste wünscht, dass ich bei Großpapa lebe, weil alle seine Kinder tot sind, und das ist sehr traurig. Man muss doch mit einem Mann, dem alle Kinder - und eins davon so plötzlich - gestorben sind, Mitleid haben."

"So willst du dir also vornehmen, den Grafen recht lieb zu haben?", fragte Mr. Havisham.

"Ja", antwortete der kleine Lord. "Er ist mein Verwandter und seine Verwandten muss man doch lieb haben; außerdem ist er aber auch sehr gut zu mir gewesen."

"Glaubst du", fragte Mr. Havisham, "dass er dich auch lieb haben wird?"

"Das glaube ich sicher", antwortete Cedric "Ich bin ja auch sein Verwandter, und dann bin ich seines Sohnes kleiner Sohn."

Elf Tage, nachdem Cedric seinem Freund Dick Lebewohl gesagt hatte, erreichte er Liverpool. In der nächsten Nacht hielt der Wagen, der ihn, seine Mutter und Mr. Havisham von der Station abgeholt hatte, vor Court Lodge.

Mary war mitgekommen, um weiter Dienste bei ihrer Herrin zu verrichten; sie hatte das Haus vor ihnen erreicht.

Als Cedric aus dem Wagen sprang, sah er einige Dienstboten in der erleuchteten Halle warten. Mary stand am Torweg.

Lord Fauntleroy lief mit einem Freudenschrei auf sie zu.

"Du bist schon hier, Mary?", rief er. "Liebste, hier ist Mary!", und er küsste das Mädchen auf die raue rote Wange.

"Ich freue mich, dass du hier bist", sagte Mrs. Errol mit ihrer sanften Stimme. "Es ist mir ein großer Trost, dich hier zu sehen." Dabei reichte sie der Dienerin die Hand, die diese herzhaft drückte.

Die englischen Diener sahen neugierig auf Mutter und Kind. Sie wussten, warum Mrs. Errol in Court Lodge und ihr kleiner Sohn im Schloss wohnen sollten. Alle wussten von dem Vermögen, das er einst erben würde, und sie kannten den mürrischen alten Großvater, der von der Gicht und seinen Launen geplagt wurde.

"Er wird keine gute Zeit hier haben, der arme kleine Kerl", flüsterten sie sich gegenseitig zu.

Cedric legte seinen Überrock ab. Dann sah er sich um. Er betrachtete die weite Halle, die Gemälde, die Hirschgeweihe und was sonst zum Schmuck aufgestellt war. Es kam ihm alles höchst seltsam vor, weil er vorher so etwas noch nie in einem Privathaus gesehen hatte.

"Liebste", rief er, "das ist ein prächtiges Haus, nicht wahr? Ich freue mich, dass du hier wohnen sollst. Es ist ein sehr großes Haus!"

Im Vergleich zu dem kleinen Gebäude in der ärmlichen Straße in New York war es tatsächlich ein großes, hübsches und freundliches Haus. Mary führte sie in ein helles Schlafzimmer. Ein lustiges Feuer brannte im Kamin und eine schneeweiße persische Katze lag behaglich auf der weißen Felldecke davor.

"Die Haushälterin des Schlosses hat sie Ihnen geschickt", erkl

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