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Der Kuss des Kjer von Raven, Lynn (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.12.2010
  • Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
eBook (ePUB)
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Der Kuss des Kjer

Achtung Suchtgefahr! Der neue Fantasyschmöker von Bestsellerautorin Lynn Raven.
Mit einem Trick bringt Mordan, der erste Heerführer der kriegerischen Kjer, die junge Heilerin Lijanas vom Volk der Nivard in seine Gewalt. Im Auftrag seines Königs Haffren will er die Heilerin und ein zauberkräftiges Elixier, die "Tränen der weißen Schlange", an den Hof bringen.
Lijanas aber hat nur einen Gedanken: Flucht! Doch je näher sie den als "Blutwolf" verschrienen Mordan kennenlernt, desto stärker fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Und er sich ebenso zu ihr. Er setzt alles dran, sie sicher an den Hof seines Königs zu bringen. Dort erwartet sie jedoch eine tödliche Überraschung ...

Lynn Raven lebte in Neuengland, USA, ehe es sie trotz ihrer Liebe zur wildromantischen Felsenküste Maines nach Deutschland verschlug. Nachdem sie zwischenzeitlich in die USA zurückgekehrt war, springt sie derzeit nicht nur zwischen der High- und der Dark-Fantasy hin und her, sondern auch zwischen den Kontinenten.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 608
    Erscheinungsdatum: 22.12.2010
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641046798
    Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
    Größe: 1020 kBytes
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Der Kuss des Kjer

Der Sturm riss heulend an ihrem blutbesudelten Gewand und peitschte ihr Schnee und Hagel entgegen. Im Licht der drei Monde glitzerte Eis auf den Mauern. Sie grub die Finger in die Kälte, zog sich mühsam weiter an den Steinen entlang. Doch schon nach wenigen Schritten brach sie in die Knie - und kroch mit letzter Kraft zu den Zinnen. Ihr Schrei gellte von den hohen Mauern wider: "Gib mir mein Kind zurück!"
Der Diener verneigte sich tief, als er den Helm mit dem mächtigen Rosshaarschweif entgegennahm, während zwei andere die Türen zur Halle des Herrschers öffneten. Ohne die Männer weiter zu beachten, trat König Haffrens erster Heerführer zwischen ihnen hindurch. Das Leder von Hose und Stiefeln war mit Straßenschlamm bespritzt, der lange, um die Schultern mit Nachtfeh verbrämte Mantel im Saum eingerissen und beschmutzt. Vom Kriegslager an der südlichen Grenze umgehend vor den König befohlen, hatte er weder sich noch seine Begleiter auf dem Ritt geschont. Fünf Tage und Nächte hatten sie im Sattel verbracht, wobei sie ihren mächtigen Kriegsrössern nur gerade so viel Ruhe gegönnt hatten wie unbedingt nötig. Und obwohl er in diesen Tagen nicht geschlafen hatte, schritt er, ohne auch nur die Spur von Müdigkeit zu zeigen, an den Feuergruben entlang, die in den Boden der Halle eingelassen waren. Er war sich der Krieger bewusst, die an den Wänden postiert waren, in den flackernden Schatten halb verborgen. Sie verfolgten jede seiner Bewegungen, tödliche Hellebarden mit armlangen Klingen an den Enden neben sich. Es war sein Privileg als erster Heerführer, das Schwert auch in Gegenwart des Königs zu tragen, doch sollte er versuchen, es gegen den König zu führen, würden diese Männer keine Gnade kennen.
Als er die wenigen Stufen am Ende der Halle hinaufstieg, schlug er den schwarzen Mantel zurück. Ein leises Klirren verriet das Kettenhemd, das er unter dem dunklen Lederwams trug. Vor dem Thron sank er auf ein Knie und wartete, dass König Haffren zuerst das Wort an ihn richtete. Doch der Herr der Kjer, der seit jener Nacht vor dreiundzwanzig Wintern, als Herrscherin Naisee dem Wahnsinn verfallen war, an ihrer Stelle Telmahr regierte, schwieg. Mit rotunterlaufenen Augen musterte er den Mann, den viele nur Blutwolf Bestie von Sajidarrah

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