text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Der magische Blumenladen, Band 1 & 2: Das rätselhafte Zauberbuch von Mayer, Gina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.04.2018
  • Verlag: Ravensburger Verlag
eBook (ePUB)
8,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Der magische Blumenladen, Band 1 & 2: Das rätselhafte Zauberbuch

Was geht im Laden von Violets Tante Abigail vor sich? Zusammen mit ihren besten Freunden Jack und Zack geht Violet dem Rätsel auf den Grund und stößt auf ein uraltes Blumenbuch voller magischer Rezepte. Doch als sie eines der Rezepte ausprobieren, geht das gehörig schief ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 288
    Erscheinungsdatum: 04.04.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783473478866
    Verlag: Ravensburger Verlag
Weiterlesen weniger lesen

Der magische Blumenladen, Band 1 & 2: Das rätselhafte Zauberbuch

Die seltsame Frau

Bevor Violet die Tür zum Blumenladen aufzog, schloss sie die Augen und schnupperte. Dieser Duft! Er kroch durch die Türritzen und das Schlüsselloch in den Flur und füllte das ganze Haus.

Violet lächelte. Sie hatte auch allen Grund dazu. Vor ihr lagen zwei Wochen Ferien. Und Tante June hatte erlaubt, dass Violet nicht nur den ganzen Tag in Tante Abigails Blumenladen verbringen durfte, sie durfte zum ersten Mal auch bei Abigail übernachten! Erst morgen Abend musste sie nach Hause zurück.

Als sie die Augen wieder aufschlug, sah sie Lord Nelson. Der dicke honigfarbene Kater saß auf der untersten Treppenstufe und betrachtete Violet mit schief gelegtem Kopf.

War er eben schon hier gewesen oder hatte er sich lautlos genähert, während Violet die Augen geschlossen hatte?

"Hallo, Nelson." Sie streckte die Hand aus, um den Kater zu streicheln, aber er duckte sich unter ihren Fingern weg und verschwand nach oben. Nicht weil er scheu oder ängstlich war. Lord Nelson bestimmte selbst, wann man ihn streicheln durfte, und jetzt hatte er ganz offensichtlich keine Lust auf Zärtlichkeiten.

Aus dem Laden drangen zwei Frauenstimmen. Die eine gehörte Tante Abigail, aber die andere? Neugierig öffnete Violet die hintere Ladentür und blickte hinein.

Der Blumenladen schien heute noch voller zu sein als sonst: Auf den Regalen, neben der Kasse und auf dem Boden drängten sich Vasen, Eimer und Töpfe mit Blumen, die in allen Farben leuchteten. Goldgelbe Narzissen strahlten mit pinken Ranunkeln, hellblauen Hyazinthen und knallroten Tulpen um die Wette.

Vor dem Ladentisch stand Mrs Blue von der Konditorei am Marktplatz, sie kehrte Violet den Rücken zu.

Tante Abigail war gerade damit beschäftigt, ein Bund Pfingstrosen in grünes Seidenpapier einzuschlagen. Violet konnte ihr Gesicht nicht sehen, aber sie wusste, dass ihre Tante wehmütig lächelte, wie immer, wenn sie Blumen einwickelte. Sie hätte die Rosen nämlich lieber behalten, anstatt sie zu verkaufen.

"Schade, schade, schade", trillerte Lady Madonna in ihrem Käfig, der über der Kasse hing. Von dort aus beäugte und kommentierte der türkisfarbene Wellensittich alles, was im Laden vor sich ging.

"Ich wünschte, ich hätte ihr nie das Sprechen beigebracht", seufzte Tante Abigail mindestens dreimal täglich. "Dann müsste ich mir jetzt nicht ständig ihre frechen Sprüche anhören."

"Jammerschade", zwitscherte Lady Madonna, als Abigail das Seidenpapier zuklebte.

Lady Madonna hat Recht, dachte Violet, um die Pfingstrosen war es wirklich schade. Die Blüten waren weiß und riesig, fast so groß wie Violets Kopf. Und sie verströmten einen wunderbaren Duft, den Violet riechen konnte, obwohl sie immer noch an der Tür stand.

"Schneiden Sie die Stiele alle zwei Tage schräg an und wechseln Sie das Wasser, dann werden Ihnen die Blumen lange Freude machen." Tante Abigail reichte den Strauß über den Ladentisch. "Hier, bitte schön!"

"Danke schön!", rief Lady Madonna.

Glücklich hielt Mrs Blue ihre Nase an die Rosen. "Köstlich, Miss Abigail. Ihre Blumen duften besser als meine Kuchen." Sie zückte ihren Geldbeutel und gab Tante Abigail ein paar Pfundnoten.

Tante Abigail öffnete die altmodische Kasse und holte das Wechselgeld heraus. Als sie den Kopf wieder hob, sah sie Violet.

"Violet, Darling! " Sie lächelte ihre Nichte an.

Mrs Blue drehte sich ebenfalls zu ihr um. "Oh, hallo, Violet. Möchtest du auch Blumen kaufen?"

"Nein, nein, ich gehöre doch zum Laden", sagte Violet, obwohl das nicht stimmte.

Der Blumenladen gehörte Tante Abigail und Violet war nur am Samstag und mittwochs nach der Schule bei ihr. Den Rest der Woche wohnte sie bei ihren Pflegeeltern, den Berrys. Tante June und Onkel Nick.

Heute war jedoch weder Samstag noch Mittwoch, sondern Donnerstag. Aber im Gegensatz zu Violet hatte Tante June keine Ferien, sondern musste wie immer

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen