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Der magische Blumenladen 3: Zaubern ist nichts für Feiglinge von Mayer, Gina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.07.2016
  • Verlag: Ravensburger Verlag
eBook (ePUB)
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Der magische Blumenladen 3: Zaubern ist nichts für Feiglinge

Violet hat von Anfang an ein mieses Gefühl, als Mrs Beetle vom Jugendamt bei ihr zu Hause aufkreuzt. Und dann behauptet die Dame doch glatt, Tante June und Onkel Nick seien keine geeigneten Pflegeeltern für sie! Weil Violet Mrs Beetle nicht traut, backt sie ihr einen Kuchen und mischt Blüten des Märchenhaften Mädesüß unter den Teig. Wer von diesen Blüten kostet, plaudert die Wahrheit aus - ob er will oder nicht ... Gina Mayer studierte Grafik-Design und arbeitete als Werbetexterin, bevor sie mit dem Bücherschreiben begann. Inzwischen hat sie viele Romane für Kinder, Jugendliche und Erwachsene veröffentlicht. Ihre Werke wurden u. a. für den Deutsch-Französischen-Jugendliteraturpreis und den Hansjörg-Martin-Preis nominiert und mit dem Leipziger Lesekompass ausgezeichnet. Gina Mayer lebt in Düsseldorf.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 20.07.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783473477685
    Verlag: Ravensburger Verlag
    Größe: 8596 kBytes
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Der magische Blumenladen 3: Zaubern ist nichts für Feiglinge

Das Märchenhafte Mädesüß

"Nein", sagte Tante Abigail. "Nein, nein, nein und nochmals nein."

Violet schluckte. Fünfmal nein. Das war ihr bisheriger Rekord. So viele Neins hatte sie noch nie bekommen.

"Aber Katzenminzöl und destillierter Frauenschuh wirken doch gegen Lampenfieber", sagte sie verunsichert.

"In dieser Mischung nicht!", rief Tante Abigail aufgebracht. "Und auf die Mischung kommt es an."

"Sieben Tropfen Katzenminzöl auf einen Esslöffel Frauenschuhdestillat", sagte Violet. "Das ist doch ..."

"Falsch!", rief Tante Abigail. "Das ist total falsch. Es sind sechs Tropfen! Sechs!"

"Schade, schade, jammerschade!" Lady Madonna, Tante Abigails sprechender Wellensittich, schlug in ihrem Käfig über der Ladenkasse aufgeregt mit den Flügeln.

Violet verdrehte die Augen. "Ich hab mich nur um einen einzigen Tropfen vertan", verteidigte sie sich.

"Sieben Tropfen Katzenminzöl auf einen Esslöffel Frauenschuhdestillat wirken einschläfernd!" Tante Abigails Stimme überschlug sich fast vor Erregung. "Und sechs Tropfen vertreiben das Lampenfieber. Das ist ja wohl ein entscheidender Unterschied. Stell dir vor, du stehst auf der Bühne und sollst etwas vorführen und dann schläfst du dabei ein."

"Eine Katastrophe!", zwitscherte Lady Madonna und Tante Abigail nickte.

"Also gut." Violet seufzte. "Beim nächsten Mal weiß ich es."

"Genau dasselbe hast du gestern auch schon behauptet."

"Es ist sooo schwer."

"Das wusstest du von Anfang an", sagte Tante Abigail.

Normalerweise war Abigail die netteste Tante der Welt. Sie backte mit Violet Kekse mit Puddingfüllung, verlor dreimal hintereinander gegen sie beim Mensch-ärgere-dich-nicht und schimpfte nie, auch wenn Violet mal wieder aus Versehen ihren Kakao auf Abigails geblümtes Sofa kippte. Doch wenn es um Violets magische Ausbildung ging, verstand sie überhaupt keinen Spaß.

Eigentlich hatte sie Violet ja auch gar nicht ausbilden wollen. Aber nachdem Violet das magische Blumenbuch zweimal heimlich und verbotenerweise benutzt hatte, hatte sie endlich nachgegeben. Beide Male war der Zauber nämlich leider gründlich schiefgegangen, weil Violet eine klitzekleine Winzigkeit übersehen hatte ...

Deshalb marschierte Violet jetzt zweimal in der Woche zum Spezial-Unterricht in Tante Abigails Blumenladen. Sie setzten sich zwischen den Vasen, Eimern und Blumentöpfen an den Ladentisch und dann wurde gelernt, bis Violets Kopf zu rauchen begann. Das Ganze war so anstrengend, dass sie jedes Mal total froh war, wenn ein Kunde den Laden betrat und Tante Abigail den Unterricht unterbrechen musste, um Blumen zu verkaufen.

"Vielleicht hätten wir doch noch ein paar Jahre warten sollen", murmelte Tante Abigail jetzt. "Du bist einfach noch zu jung für die Sache."

Zu jung? Das wollte Violet nicht hören. "Ich bin doch schon fast zehn! Fang jetzt nicht wieder davon an, bitte!"

"Danke!", plapperte Lady Madonna.

"Halt den Schnabel!", riefen Tante Abigail und Violet im Duett. Mit ihren ständigen Kommentaren konnte einem Lady Madonna fürchterlich auf die Nerven gehen.

"Gern geschehen!", zwitscherte der Wellensittich. "Nichts zu danken! Beehren Sie uns bald wieder!"

"Ich verstehe nicht, warum du die Rezepturen immer wieder vergisst", sagte Tante Abigail. "Sechs Tropfen Katzenminzeöl auf einen Esslöffel Frauenschuhdestillat - das ist doch nun wirklich nicht schwer. Jedes Kind kann sich das merken."

"Es ist so entsetzlich langweilig", sagte Violet. "Deshalb kann ich es nicht behalten."

"Langweilig?" Abigail zog die Augenbrauen hoch. "Natürlich ist es langweilig. Was hast du denn gedacht? Dass wir hier die ganze Zeit zaubern?"

Ja, das hatte sie tatsächlich gedacht. Sie war überzeugt gewesen, dass ihre Ausbildung aus tollen magischen Experimenten und spannenden Versuchen bestehen würde. Aber jetzt büffelte sie nur Pflanzennamen und lernte For

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