text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Der magische Würfel von Sadowski, Helga (eBook)

  • Verlag: Mystic Verlag
eBook (ePUB)
4,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Der magische Würfel

Ein unscheinbarer Würfel aus Pflaumenholz bringt das beschauliche Leben von Edeltraud und Ludwig, einem betagten Mäusepaar, ordentlich durcheinander. Sie erlangen durch den magischen Würfel ihre Jugend zurück und machen sich auf den Weg, sein Geheimnis zu ergründen. Unterwegs treffen Edeltraud und Ludwig viele fantastische Wesen, die ihnen helfen, z.B. Adolar, einen zu klein geratenen Drachen, und einen Rabalzer mit dem Namen Trock. Was? Ihr habt noch nie von einem Rabatzer gehört? Dann solltet ihr unbedingt dieses Buch lesen. Viel Spass!

Helga Sadowski wurde am 25.12.1952 in Kevelaer als zweite Tochter eines Binnenschifferpaares geboren. Die ersten Jahre verbrachte sie auf dem Schiff mit den Eltern und ihrer großen Schwester. Im Laufe ihres weiteren Lebens, fand sie trotz Ehemann einer Tochter und zwei Söhnen, immer wieder Zeit sich kreativ auszuprobieren. Ihre, wie sie glaubte, endgültige Bestimmung fand sie im Jahre 2005. Sie begeisterte sich für das Herstellen von Puppen im Maßstab 1zu12. Zum Schreiben kam sie etwas später, eher zufällig. Sie begann Gute Nachtgeschichten mit Fortsetzungen zu schreiben. Nach einigen Jahren war daraus ein Fantasiebuch entstanden. Dies ist nun ihr viertes Buch. Alle darin gezeichneten und abgelichteten Figuren sind von ihr selber erstellt worden. Bücher schreiben und zu illustrieren sind ihre neue Lieblingsbeschäftigung geworden. In Planung ist eine Kinderbuchreihe mit dem Titel Tante Fietje erzählt: ...!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 174
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783947721061
    Verlag: Mystic Verlag
    Größe: 6737 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Der magische Würfel

Ein harmloser Würfel aus Holz

Am Waldrand unter einer abgestorbenen Baumwurzel stand ein altes, leicht verwittertes Häuschen mit einem roten Schindeldach. Davor befand sich ein verwilderter Garten. Efeu hatte die Baumwurzel schon fast ganz überwuchert. Es standen Rosenbüsche mit rosa-und orangefarbenen Blüten zu beiden Seiten der niedlichen Behausung.

Der Gartenzaun um das kleine Grundstück hatte schon bessere Tage gesehen. Vereinzelt waren ihm hier und da ein paar Bretter abhandengekommen. Das Tor hing schief in den Angeln.

Die Bewohner, ein altes Mäuseehepaar mit Namen Edeltraud und Ludwig Nager, hatten ihre besten Jahre schon hinter sich. Edeltraud trug fast immer eine geblümte Kittelschürze und hatte ständig irgendwo ein paar Lockenwickler in ihrem stark ergrauten Fell.

Ludwig ging leicht gebeugt an einem gewundenen Stock. Die Gicht plagte ihn manchmal sehr. Er trug eine verschlissene Strickjacke zu einer grünlichen Lederhose. Sein Kopf hatte bereits eine große kahle Stelle.

Immer wenn Edeltraud ihren Garten betrachtete, wurde ihr schwer ums Herz. Wie wunderschön gepflegt war er noch vor gar nicht allzu langer Zeit gewesen. Doch ihre Kräfte hatten irgendwann nicht mehr ausgereicht und so musste das Ehepaar Nager die Pflanzen sich selbst überlassen.

Kinder hatten sie keine, die ihnen hilfreich hätten zur Hand gehen können.

An einem schönen Spätsommertag sollte sich ihr ruhig dahingleitender Alltag grundlegend verändern.

Sie hatten gerade ihren Nachmittagstee getrunken und von Edeltrauds selbst gebackenem Walderdbeerkuchen gegessen, als es an der Eingangstüre klopfte.

Edeltraud erhob sich etwas schwerfällig von ihrem bequemen Sessel und ging nachsehen, wer da Einlass begehrte.

Sie öffnete. Vor ihr stand der Hausierer Grille mit einem verbeulten Zylinder auf dem Kopf und einem abgewetzten, dunkelgrünen Frack. Er hatte allerlei Nützliche, aber auch weniger brauchbare Dinge in seinem Handwagen. Edeltraud trat neugierig hinaus und beäugte seine Ware.

Da es hier in ihrer Einsamkeit nur wenig Abwechslung gab, kam ihr die kleine Störung ganz recht.

Der Hausierer zeigte ihr eifrig allerlei Dinge, die er mit wohl gewählten Worten anpries: "Liebe Dame, wenn Sie hier einmal schauen möchten, ein Angebot, das Sie unmöglich ausschlagen können." Er nahm eine Kaffeemühle aus seinem Handwagen und hielt sie seiner Kundin unter die Nase. "Sehen Sie, hier oben füllen Sie die Kaffeebohnen ein und drehen dann an diesem Schwengel." Demonstrativ bewegte er eifrig die Kurbel im Kreis herum, als gelte es einen Rekord zu brechen. "Anschließend können Sie aus dieser Schublade hier den gemahlenen Kaffee herausnehmen." Nun ging er dazu über, die kleine Schublade unentwegt heraus und wieder hinein zu schieben.

"So einen fein gemahlenen Kaffee hatten Sie noch nie. Gibt ein hervorragendes Brühergebnis, können Sie mir glauben!" Erwartungsvoll schaute er Edeltraud an.

Weil diese nicht sehr interessiert zu sein schien, griff er noch einmal in seinen Handwagen. Er holte einen Tropfenfänger für Kaffeekannen hervor und fuhr mit einem neuerlichen Redeschwall fort: "So eine vortreffliche Mühle sollte in keinem Haushalt fehlen und sehen Sie werte Frau diesen wunderbaren, einzigartigen Tropfenfänger bekommen Sie noch gratis ...!" Ein Blick in ihr Gesicht ließ ihn mitten in seinem Redeschwall verstummen. Er kniff die Augen leicht zusammen. Seine Miene hellte sich schlagartig auf. "Ich weiß, was Sie nötig haben, meine allergnädigste Dame."

Mit flinken Händen durchstöberte er seine Kurzwaren. Knöpfe, die auf Pappkärtchen befestigt waren, bunte Bänder, Schnürsenkel und allerlei Krimskrams wurden unbeachtet zur Seite geschoben.

"Gestern habe ich ihn noch gesehen", murmelte er. "Wo habe ich ihn nu

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen