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Der Prinz der Elfen von Black, Holly (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.04.2017
  • Verlag: cbt Jugendbücher
eBook (ePUB)
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Der Prinz der Elfen

Holly Black ist zurück - mit einer grandiosen Elfenfantasy! Die Geschwister Hazel und Ben leben in dem Ort Fairfold, der an das magische Elfenreich grenzt. Seit Jahrzehnten steht dort, mitten im Wald von Fairfold, ein gläserner Sarg, in dem ein Elfenprinz schläft - von Touristen begafft und von der Bevölkerung argwöhnisch beäugt, auch wenn Hazel und Ben die alten Geschichten nicht glauben. Seit Kindertagen fühlen sie sich zu dem schlafenden Jungen magisch hingezogen, ihm vertrauen sie alle ihre Geheimnisse an. Inzwischen ist Hazel 16 und küsst immer neue Jungs, um die Leere in ihrem Herzen zu füllen. Doch als eines Tages der Sarg leer ist und der Prinz erwacht, werden die Geschwister in einen Machtkampf der Elfen gezogen. Hazel muss die Rolle annehmen, in die sie sich als Kind immer geträumt hat: als Ritter gegen ein dunkles Monster kämpfen ... Holly Black lebt mit ihrem Mann in Massachusetts. Seit sie 2002 den Roman "Elfentochter" veröffentlichte, der von der American Library Association als "Best Book for Young Adults" ausgezeichnet wurde, lebt sie als freischaffende Autorin. Zusammen mit dem Illustrator Tony DiTerlizzi ersann und schrieb sie die Bestseller-Kinderbuchreihe "Die Spiderwick-Geheimnisse". Holly Black schlägt die internationale Presse und ein riesiges Fanpublikum mit jedem neuen Roman in ihren Bann.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 03.04.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641166441
    Verlag: cbt Jugendbücher
    Originaltitel: The Darkest Part of the Forest
    Größe: 965 kBytes
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Der Prinz der Elfen

KAPITEL 1

A m Ende eines Waldweges, hinter einem Bach und einem ausgehöhlten Baumstamm mit Asseln und Termiten, stand auf dem Erdboden ein Sarg aus Glas. Darin schlief ein Junge mit Hörnern und Ohren, so spitz wie Messer.

Soweit Hazel Evans wusste, war er immer schon da gewesen. So hatten ihre Eltern es ihr erzählt, die es wiederum von ihren Eltern gehört hatten. Und man konnte machen, was man wollte, er wachte nicht auf, niemals.

Nicht in den langen Sommern, in denen Hazel sich mit ihrem Bruder Ben auf dem Sarg ausstreckte und durch die Glasscheibe starrte, bis sie von ihrem Atem beschlug, während sie kühne Pläne schmiedeten. Er wachte auch nicht auf, wenn die Touristen kamen und glotzten oder irgendwelche Spielverderber schworen, er wäre nicht echt. Auch nicht an den Wochenenden im Herbst, wenn die Mädchen auf seinem Sarg tanzten und ihn zu den blechernen Songs aus ihren iPod-Boxen anmachten, oder als Leonie Wallace ihr Bier über den Kopf hob, als wollte sie dem ganzen verhexten Wald zuprosten. Er zuckte nicht einmal mit der Wimper, als Bens bester Freund Jack Gordon mit seinem Edding IM NOTFALL SCHEIBE EINSCHLAGEN auf die Seite des Sargs schrieb - oder als Lloyd Lindblad es mit einem Vorschlaghammer tatsächlich versuchte. Egal wie viele Partys rund um den Jungen mit den Hörnern stattgefunden hatten - Generationen von Partys, sodass die jahrzehntealten Scherben kaputter Flaschen grün und braun im Gras glänzten und die zerdrückten Blechdosen silbern, golden und rostig im Gestrüpp glitzerten - und unabhängig davon, was auf diesen Partys alles geschehen war -, nichts und niemand konnte den Jungen in seinem gläsernen Sarg wecken.

Als sie klein waren, hatten Hazel und Ben ihm Blumenkränze geflochten und Geschichten erzählt, wie sie ihn retten würden. Damals wollten sie noch jeden retten, der in Fairfold gerettet werden musste. Als sie älter wurde, ging Hazel lieber nachts mit allen anderen zum Sarg, doch es schnürte ihr immer noch die Kehle zu, wenn sie auf das seltsame, schöne Gesicht des Jungen hinuntersah.

Sie hatte ihn nicht gerettet und Fairfold hatte sie auch nicht gerettet.

"Hey, Hazel", rief Leonie und tanzte für den Fall, dass Hazel ebenfalls auf den Sarg des Gehörnten steigen wollte, auf eine Seite. Doris Alvaro war auch schon oben, in ihrem Cheerleader-Outfit vom Spiel, das ihre Schule am Abend verloren hatte, und ihr brauner Pferdeschwanz wippte. Die Mädchen waren rot im Gesicht, weil sie so viel getrunken und die Mannschaft so ausdauernd angefeuert hatten.

Hazel winkte Leonie zu, aber sie stieg nicht auf den Sarg, obwohl sie Lust dazu hatte. Stattdessen drängte sie sich durch die Menge der Jugendlichen.

Die Fairfold Highschool war so klein, dass trotz der Cliquen (die manchmal nur aus einer Person bestanden, wie zum Beispiel Megan Rojas, die ganz allein die Gothgemeinde bildete) alle zusammen feiern mussten, wenn es irgendwie abgehen sollte. Doch nur weil alle gemeinsam Party machten, waren sie noch lange nicht miteinander befreundet. Bis vor einem Monat hatte Hazel noch zu einer Mädchenclique gehört, die mit dickem Eyeliner und großen, glänzenden Ohrringen, die so scharf waren wie ihr Lächeln, durch die Schule gelaufen war. Sie und ihre Freundinnen hatten sich mit klebrigem hellem Blut, das sie aus ihren Daumen gedrückt hatten, ewige Freundschaft geschworen. Hazel war nicht mehr dabei, seit Molly Lipscomb sie gebeten hatte, ihren Ex zu küssen und ihn dann wieder abblitzen zu lassen. Molly war sauer geworden, als Hazel es tatsächlich getan hatte.

Es stellte sich heraus, dass Hazels andere Freundinnen in Wahrheit Mollys Freundinnen waren. Obwohl sie den Plan mitgetragen hatten, taten sie so, als hätten sie nichts damit zu tun. Sie taten so, als wäre etwas passiert, wofür Hazel sich entschuldigen müsste. Hazel sollte zugeben, dass sie es getan hatte, um Molly wehzutun.

Hazel küsste Jungen aus allen möglichen Gr

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