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Detektiv Kai 2: Kai und das Geisterbüro von Brack, Robert (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.09.2011
  • Verlag: Carlsen
eBook (ePUB)
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Detektiv Kai 2: Kai und das Geisterbüro

Ein neuer Fall für Detektiv Kai: In der Villa Muggenthaler herrscht nach dem Urlaub ein ziemliches Durcheinander. Es sieht fast so aus, würde jemand jede Nacht im Haus etwas absichtlich in Unordnung bringen! Außerdem bietet ein rätselhaftes Geisterbüro seine Dienste an. Was ist da los? Spukt es hier etwa? Kai, seine Freundin Anastasia und der riesige Bernhardiner Iwan wollen den Fall lösen. Die Spur führt direkt in den Keller ...

Jahrgang 1959, lebt in Hamburg und schreibt (vielfach prämierte) Kriminalromane mit politischem Hintergrund. "Kai und die Weihnachtsdiebe" ist sein erstes Kinderbuch, zu dem es auch schon eine Fortsetzung gibt: "Kai und das Geisterbüro".

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 29.09.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783646922943
    Verlag: Carlsen
    Serie: Detektiv Kai Bd.2
    Größe: 1711 kBytes
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Detektiv Kai 2: Kai und das Geisterbüro

Erstes Kapitel,

in dem die Familie Muggenthaler ein fremdes Zuhause vorfindet

R ums!, kippte der große Koffer um. Kai sprang zur Seite. Glück gehabt, das schwere Ding wäre ihm beinahe auf die Füße gefallen.

"Hallo! Was macht ihr denn da?", rief seine Mutter aus dem Auto heraus. Oma Muggenthaler blickte Kai schuldbewusst an. Sie hatte ganz allein den großen Koffer aus dem Wagen gehoben, es aber nicht geschafft, ihn richtig hinzustellen.

"Wir holen schon mal das Gepäck heraus", sagte Kai.

"Kann das nicht warten, bis wir vor der Garage stehen?", fragte seine Mutter.

"Na ja", sagte Kai. "Papa versucht nun schon seit fünf Minuten, das Tor aufzuschließen."

Tatsächlich stand sein Vater schon längere Zeit gebeugt vor dem Tor der Garageneinfahrt und fluchte vor sich hin: "Dieses verflixte Schloss, das gibt's doch nicht!"

"Vielleicht haben die Handwerker ein neues eingebaut, während wir fort waren", sagte Oma.

"Dazu hatten sie keinen Auftrag!", stieß Kais Vater hervor. Ein metallisches "Pling" erklang und etwas fiel klimpernd zu Boden. "Ja, hol's doch der Teufel!", rief Kais Vater laut aus und richtete sich auf. "Der Schlüssel ist abgebrochen!"

"Na, na, so spricht man doch nicht", sagte Oma tadelnd.

Kais Mutter schob die Beifahrertür auf und stieg aus. Iwan, der Bernhardiner, kroch träge aus dem Kofferraum und schüttelte sich.

Dann standen sie alle nebeneinander vor dem Gartenzaun und blickten auf die dreistöckige Villa, die ihr Zuhause war. Nach dem Urlaub kam sie ihnen eigenartig fremd vor. Lag es an dem neuen, hellblauen Anstrich, den das Haus während ihrer Abwesenheit bekommen hatte? An den dunkelblauen Umrandungen der Fenster, den taubengrauen Fensterläden? Vorher war alles eher grün gewesen.

Kais Mutter verschränkte fröstelnd die Arme vor der Brust. "Waren die Bäume immer schon so hoch?"

Rechts und links des Hauses standen hohe dunkle Tannen und warfen lange Schatten auf die Villa. Die Herbstsonne im Westen ließ den Himmel rötlich golden schimmern. Bald würde die Dunkelheit hereinbrechen.

Kai deutete auf das Messingschild an der Gartentür: "Unser Name steht drauf: Muggenthaler. Also sind wir hier zu Hause."

"Trotzdem ist es komisch, aus dem Urlaub zu kommen, und alles ist verändert", sagte seine Mutter. "Und der Schlüssel passt nicht mehr."

"Hauptsache, der Haustürschlüssel funktioniert noch", sagte Oma.

Kai drückte die Klinke des Gartentors herunter. Die Tür ging laut quietschend auf.

"Seit wann macht die denn so ein lautes Geräusch?", fragte Kais Vater.

Iwan huschte als Erster hindurch und rannte zur Haustür.

Im ersten Stock, wo Kais Vater sein Arbeitszimmer hatte, bewegte sich ein Vorhang.

"Ich glaube, die Handwerker sind noch da", sagte Kai.

"Unsinn", widersprach seine Mutter. "Es ist Samstagabend!"

Iwan bellte die Haustür an.

"Der Hund ist ungeduldig und will sein Fressen haben", stellte Oma fest.

"Er bellt, weil er meint, dass jemand im Haus ist", übersetzte Kai.

"Der hat Hunger, genau wie ich", sagte sein Vater.

"Können wir dann bitte hineingehen?", sagte Kais Mutter. "Mir ist kalt. In Italien war der Herbst wirklich angenehmer."

"Wollen wir hoffen, dass der Schlüssel in der Haustür passt", brummte Kais Vater und ging voran.

Der Schlüssel passte, die Tür allerdings knarrte erbärmlich, als würde sie zu einem uralten Schloss gehören.

"Da hat man die Handwerker im Haus, aber dass man eine Tür ölen soll, wenn sie knarrt, ist denen wohl nicht in den Sinn gekommen", seufzte Kais Mutter, hob theatralisch die Arme und rief: "Ach, herrje!"

Sie war Schauspielerin und übertrieb gerne.

"Die hatten doch den Auftrag, nur drinnen alles zu renovieren", sagte Kais Vater.

"Für mich ist eine Haustür auch schon innen", meinte seine Mutter.

Iwan tapste voran in die große

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