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Detektiv O. in geheimer Mission von Wich, Henriette (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.10.2014
  • Verlag: Carlsen
eBook (ePUB)
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Detektiv O. in geheimer Mission

Verflixte Schokolinse! Orpheus hat ein Problem: Es fängt mit seinem Namen an und hört mit dem Beruf seiner Eltern auf. Denn wer will schon heißen wie dieser seltsame Typ aus der Unterwelt? Und wer will in einem Beerdigungsinstitut großwerden, wo man beim Spielen keinen Krach machen darf? Ganz klar: Orpheus braucht ein Hobby, das leise und unauffällig ist - aber bitte aufregend! Und geheim! Er könnte zum Beispiel als Detektiv O. zwischen Särgen und Urnen auf Rätseljagd gehen. --- Schön schrullig, schön spannend, einfach nur schön: Geschichten aus dem (fast) ganz normalen Jungenalltag - lustig, abenteuerlich, liebenswert! Mit ebensolchen Illustrationen von Stefanie Jeschke. Henriette Wich wurde 1970 in Landshut geboren und war schon als Kind eine Leseratte. Nach ihrem Studium der Germanistik und Philosophie in Regensburg arbeitete sie sechs Jahre als Lektorin in einem Kinderbuchverlag. Seit Sommer 2000 ist Henriette Wich freie Autorin für Kinder und Jugendliche. Sie lebt mit ihrer Familie in Regensburg.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 21.10.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783646926514
    Verlag: Carlsen
    Größe: 7251 kBytes
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Detektiv O. in geheimer Mission

Herzliches Beileid!

Für alle, die es vielleicht nicht mitbekommen oder die erste Geschichte nicht gelesen haben: Orpheus, der Held dieses Buches, ist nicht mehr einfach nur Schüler der dritten Klasse, Linkshänder und Schokolinsen-Liebhaber. Er hat sich in Detektiv O. verwandelt und ist ab sofort in geheimer Mission unterwegs. So geheim, dass es nicht mal seine Eltern mitbekommen, obwohl die sooo große Ohren haben. Passt auf, ihr Verbrecher dieser Welt: Dem scharfen Auge von Detektiv O. entgeht nichts!

Einen Tag nachdem sich Orpheus in Detektiv O. verwandelt hatte, stellte er fest, dass er noch gar nicht bereit war für seinen ersten richtigen Fall. (Das Schokoladenrätsel verbuchte er unter Fingerübungen für angehende Profidetektive.) Denn er hatte zwar einen Ausweis, aber etwas Entscheidendes fehlte ihm: ein Detektivbüro!

Orpheus machte einen Rundgang durch die Altbauwohnung und überprüfte die Lage. Sein Zimmer war nicht sicher genug für Detektivgeheimnisse. Er konnte es zwar absperren, aber Mama schaffte es auf unglaublich geschickte Art und Weise doch immer wieder, sich Zutritt zu verschaffen, während er weg war. Mal räumte sie frische Wäsche in seinen Kleiderschrank. Mal legte sie ihm Post von Oma und Opa auf den Schreibtisch. Mal wirbelte sie mit dem Staubsauger oder dem Wischmopp herum.

Die anderen Räume der Altbauwohnung - Wohnzimmer, Elternschlafzimmer, Bad und Wohnküche - kamen erst gar nicht in die engere Wahl. Hier konnte man absolut nichts geheim halten.

"Mist, Mist, Mist!", murmelte Orpheus.

Das war ein echtes Problem. Aber zum Glück hatte er immer noch genug Superman-Blut in den Adern, dass ihn ein derart lächerliches Hindernis nicht aus der Bahn warf. Er würde eben so lange weitersuchen, bis irgendwo der richtige Ort für ein Detektivbüro vor seinen Augen hochploppte. So was passierte meistens dann, wenn man es am wenigsten erwartete.

Es war ein heißer Sommernachmittag. Orpheus schnappte sich eine Flasche Cola aus dem Kühlschrank und ging in den Innenhof hinunter.

Ein Mann, der trotz Hitze eine graue Strickjacke trug, kam von der Straße herein. Er blinzelte verwirrt hinter seinen verstaubten Brillengläsern. Orpheus beschloss, gleich eine zweite Fingerübung zu starten. Er prägte sich ganz genau ein, wie der Mann aussah, damit er im Notfall eine perfekte Personenbeschreibung abgeben konnte.

Der Mann war ungefähr so alt wie Orpheus' Papa, schlank und hatte Lachfalten rund um Augen und Mund. Seine blonden Haare standen strubbelig vom Kopf ab. Auffällig war, dass er sehr aufrecht ging, als hätte er ein unsichtbares Lineal im Rücken.

"Kann ich Ihnen helfen?", fragte Orpheus. "Suchen Sie jemanden?"

Der Mann nickte erleichtert. "Ich bin mir nicht sicher, ob ich die richtige Adresse habe. Ist hier das Beerdigungsinstitut Schade?"

"Ja, das gehört meinen Eltern. Der Eingang ist gleich da drüben." Orpheus zeigte auf einen kleinen Anbau neben dem Rückgebäude.

"Vielen herzlichen Dank." Der Mann musste plötzlich husten. "Hab so eine hartnäckige Erkältung", sagte er mit Tränen in den Augen und ging zögernd los. Der Weg fiel ihm sichtlich schwer. Als er schließlich die Tür aufmachte, blieb er unschlüssig im Eingangsbereich des Instituts stehen.

"Warten Sie!" Orpheus rannte ihm nach und zeigte ihm den Warteraum. "Hier können Sie sich ein bisschen ausruhen. Ich gebe meinen Eltern Bescheid, dass Sie da sind."

"Danke. Ich heiße übrigens Fechner." Der Mann musterte Orpheus aufmerksam und klopfte ihm auf die Schulter. "Du bist ein guter Junge!"

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