text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Die Bar-Bolz-Bande, Band 4 Der goldene Käfig von Birck, Jan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.04.2012
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
8,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Die Bar-Bolz-Bande, Band 4

Sie sind ein eingeschworenes Team. Aber um den Beachsoccer-World-Cup zu holen, müssen sie zu fünft sein. Deshalb heften sich Mark, Derik, Yo-Shi und Victor mit ihrem alten Fischkutter an die Fersen einer schneeweißen Yacht. Hier, vor der Küste Italiens, vermuten die Barbolzer Alex, die Tochter eines reichen Ex-Fußballers. Doch bevor Alex das Team vervollständigen kann, muss sie erstmal aus ihrem goldenen Käfig befreit werden -

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 07.04.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783838718217
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Serie: Die Bar-Bolz-Bande Bd.4
    Größe: 4842 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Die Bar-Bolz-Bande, Band 4

Flucht vor Big Brother

Während der Arbeit an Victors Fitness hatten wir fast vergessen, dass wir eigentlich auf der Jagd nach Alex waren.

Damals wussten wir noch nicht, wer das abgerissene Bauernmädchen, das wir auf La Morca mit ein paar Euro zwischenfinanzieren mussten, tatsächlich war. Sie hatte sich aus dem Nichts in unser Leben gebeamt, hatte dem Angeber Bongo Knox das Fürchten gelernt und hatte sich schließlich auf unserer Seite gegen Ronaldos Beachsoccer-Team geschlagen. So plötzlich, wie sie aufgetaucht war, hatte sie sich dann aber auch wieder entmaterialisiert - wie Mr. Spock von der Enterprise.

Bis sie uns auf offener See wieder erschienen war. Als Bikini-Fee. Wir waren gerade mit unserem Neuzugang Victor zur Heimreise aufgebrochen, als sie auf Gegenkurs auf uns zukam. Schwebte schließlich wie ein Wesen aus einer anderen Welt über unseren Köpfen vorbei. Nicht mehr in ihrem zerfetzten Jeans-Höschen (sofern man diese Mikro-Klamotte noch als Höschen bezeichnen konnte), sondern in einem weiß glitzernden Bikini und auf dem obersten Deck einer ebenso weiß glitzernden Luxusyacht, auf der in golden glitzernden Lettern der Name "Soccer Queen" prahlte.

Winkewinke, das war alles.

Aber es hatte genügt, um uns die Köpfe zu verdrehen und uns stante pede auf Gegenkurs gehen zu lassen. Hinterher.

Jetzt hockten wir in dieser verlassenen Bucht Sardiniens, in der Messe unseres alten Kahns Ollie. Wir lauschten dem auf das Kajütdach prasselnden Regen, schlürften Bolzstoff und hofften, dass uns unser gesunder Instinkt auf die Fährte dieser Alex gesetzt hatte und nicht blinde Verliebtheit. Was mich betraf, war ich mir da überhaupt nicht mehr sicher, denn sogar meine Erinnerung an Julia Bramstedt, meine Jugendliebe, verblasste seit der Begegnung mit Alex schneller als die schlappen Rücklichter eines alten Fiat 500 im dichten Nebel der Po-Ebene.

Victor schnarchte aus seiner Koje heraus. Er war trotz "hungerbedingter Selbstverdauung", wie er sich ausdrückte, eingeschlafen.

Tokio fuhr den Rechner hoch.

"Erst ein Online-Soccer-Game, oder gleich auf Facebook?"

"Egal", entschieden Derik und ich ebenso zielsicher wie gleichzeitig.

Aber wurscht war es tatsächlich, denn weder das eine noch das andere war möglich. Nicht, weil wir nicht online gehen konnten, sondern weil wir von einem beinahe vergessenen Phantom überrascht wurden, bevor auch nur irgendein kleines Betriebssystemchen auf dem Laptop in die Gänge kommen konnte:

Barbados! Wer nicht weiß, wer das ist, hat was verpennt.

Aber gut, ich mach's kurz: Barbados ist der Deckname für meinen Großvater Ed, seinen Kumpel Mbeki und dessen Gefährtin Julé zusammen. Die drei sind sozusagen unsere Basis-Station auf der Barbolzburg. Und die ist wiederum unser Heimathafen auf Barefoot-Island, eine verlassene Felseninsel in der Nordsee. Gut versteckt in einem ziemlich ewigen Nebelring, nicht weit von Sandorn, aber bestimmt 5000 Seemeilen von der Bucht entfernt, in der wir gerade ankerten.

Das Problem: Wir sollten uns eigentlich gerade auf dem schnellsten Weg dorthin befinden, statt auf einem Blindflug hinter einer Fee in einem weißen Bikini her, wie vier Pinscher hinter einer Bockwurst. Denn das war deshalb ziemlich heikel, da sich der Sommer dem Ende zuneigte und sich draußen im Atlantik schon jetzt schwere See ankündigte. Unser Kutter war nicht mehr der Jüngste und die schnelle Rückkehr nach Barefoot-Island war nicht nur ein guter Rat von Ed und Mbeki, sondern eigentlich auch ausgemachte Sache gewesen.

Doch was hätten wir tun sollen? Wir brauchten noch ein fünftes Team-Mitglied in unserer Bar-Bolz-Bande , und die Fee Alex war unsere Auserwählte. Wir fühlten es. Wir wussten es. Zumindest Tokio, Victor und ich waren uns da völlig sicher.

Wären wir also nicht hinter ihr her, wäre sie für uns verloren gewesen.

Aber die weiße Yacht war viel zu schnell für Kutter

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen