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Die Bestimmung - Fours Geschichte von Roth, Veronica (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.11.2014
  • Verlag: cbt Jugendbücher
eBook (ePUB)
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Die Bestimmung - Fours Geschichte

Four - das ist der attraktive Protagonist von Veronica Roth' Bestseller-Trilogie "Die Bestimmung". Seine Geschichte unterscheidet sich von Tris' - und ist mindestens genauso interessant. In "Fours Geschichte " erfahren die Leser endlich mehr über ihren Lieblingshelden: Wie kam er zu den Ferox? Wie wurde er ein Anführer? Und wie lernte er Tris kennen? In fünf Kurzgeschichten erzählt er von seinem Leben. Ein Muss für alle Fans der "Bestimmung". Veronica Roth ist die Autorin des Nr.-1-New-York-Times- und SPIEGEL-Bestsellers Rat der Neun und der Trilogie Die Bestimmung, von der sich weltweit über 35 Millionen Exemplare verkauft haben und die in drei Teilen mit hochkarätiger Besetzung verfilmt wurde. Auch Rat der Neun, ihr spektakulärer neuer Fantasy-Zweiteiler, hielt sich wochenlang auf der New-York-Times-Bestsellerliste. Veronica wuchs außerhalb Chicagos auf und studierte an der Northwestern University. Heute lebt sie mit ihrem Mann und dem gemeinsamen Hund in der Nähe von Chicago.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 336
    Erscheinungsdatum: 24.11.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641149239
    Verlag: cbt Jugendbücher
    Serie: Die Bestimmung 4
    Originaltitel: Four: A Divergent Story Collection
    Größe: 1929 kBytes
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Die Bestimmung - Fours Geschichte

Im Trainingsraum riecht es nach Anstrengung, Schweiß, Staub und Schuhen. Jedes Mal, wenn meine Faust auf den Boxsack knallt, brennen meine Knöchel, die ich mir in der Woche voller Kämpfe bei den Ferox aufgeschürft habe.

"Du hast den Anschlag am Schwarzen Brett also gesehen", sagt Amar, der am Türrahmen lehnt. Er verschränkt die Arme vor der Brust. "Und dir ist klar geworden, dass du morgen gegen Eric antrittst. Sonst wärst du nicht hier, sondern in der Angstlandschaft."

"Hier bin ich auch öfter", erwidere ich, lasse vom Boxsack ab und reibe mir die Knöchel. Manchmal balle ich die Hände so fest zu Fäusten, dass meine Fingerspitzen taub werden. Meinen ersten Kampf gegen Mia, eine Amite, hätte ich beinahe verloren. Ich wusste nicht, wie ich sie besiegen sollte, ohne ihr wehzutun, und ich wollte ihr nicht wehtun - bis sie mich im Schwitzkasten hatte und mir schwarz vor Augen wurde. Ab da haben meine Instinkte die Kontrolle übernommen, und mit einem einzigen kräftigen Stoß mit dem Ellenbogen gegen ihr Kinn habe ich sie umgeworfen. Ich fühle mich immer noch schuldig, wenn ich daran denke.

Den zweiten Kampf, gegen Sean, den größeren der beiden Candor-Jungen, hätte ich ebenfalls fast verloren. Dass ich immer wieder irgendwie auf die Füße gekommen bin, wenn er schon glaubte, ich sei erledigt, hat ihn fertiggemacht. Er wusste nicht, dass ich von früh auf gelernt habe, Schmerz auszuhalten, eine Angewohnheit wie das Nägelkauen oder die Benutzung einer Gabel mit der linken Hand statt mit der rechten. Zwar ist mein Gesicht jetzt ein Flickwerk aus Blutergüssen und Platzwunden, aber ich habe mich durchgesetzt.

Morgen tritt Eric gegen mich an. Um ihn zu besiegen, braucht man mehr als eine clevere Taktik oder Durchhaltevermögen. Dazu fehlen mir sowohl die Fähigkeiten als auch die nötige Kraft.

"Ja, das weiß ich." Amar lacht. "Ich habe nämlich viel Zeit damit verbracht herauszufinden, was mit dir los ist, und mich ein bisschen umgehört. Wie es aussieht, bist du jeden Morgen sowohl hier als auch in der Angstlandschaft. Nie machst du etwas zusammen mit den anderen Initianten. Du bist ständig erschöpft und du schläfst wie ein Stein."

Ein Schweißtropfen läuft mir hinterm Ohr herunter. Ich wische ihn mit meinen getapten Fingern weg, dann fahre ich mir mit dem Arm über die Stirn.

"Beim Eintritt in eine Fraktion geht es nicht nur darum, durch die Initiation zu kommen, musst du wissen", bemerkt Amar und zieht an der Kette, an der der Boxsack hängt, um ihre Festigkeit zu überprüfen. "Die meisten Ferox lernen ihre besten Freunde, ihre Geliebten, wen auch immer, während der Initiation kennen. Und ihre Feinde. Aber du wirkst, als wolltest du dich aus allem raushalten."

Ich habe gesehen, wie sich die anderen Initianten zusammen piercen lassen, mit Schmuck in den geröteten Nasen, Ohren oder Lippen zum Training auftauchen oder am Frühstückstisch gemeinsam Türmchen aus Essensresten bauen. Mir ist nicht mal der Gedanke gekommen, dass ich einer von ihnen sein könnte oder es auch nur versuchen sollte.

Ich zucke mit den Schultern. "Ich bin es gewohnt, allein zu sein."

"Also, ich habe das Gefühl, dass du bald durchdrehst, und ich möchte ungern dabei sein, wenn das passiert", sagt er. "Komm schon. Ein paar von uns spielen heute Abend ein Spiel. Ein Ferox-Spiel."

Ich knibbele am Tape an meinen Knöcheln. Es wäre besser, jetzt keine Spiele zu spielen. Ich sollte lieber hierbleiben und trainieren und dann schlafen, damit ich für den Kampf morgen gerüstet bin.

Aber diese Stimme, die "sollte" sagt, klingt für mich wie die meines Vaters, der mich mahnt, mich zu benehmen, mich von den anderen zurückzuziehen. Und ich bin schließlich hierhergekommen, weil ich auf diese Stimme nicht mehr hören will.

"Ich biete dir hier einen Blick auf das Leben der Ferox, und zwar einzig und allein, weil du mir leidtust", sagt er. "Sei nicht so blöd, dir diese Gelegenheit entge

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