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Die Delfine von Atlantis von Arold, Marliese (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.05.2018
  • Verlag: Oetinger Taschenbuch
eBook (ePUB)
6,99 €
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Die Delfine von Atlantis

Auf ins Abenteuer! An Sheilas 13. Geburtstag wird alles anders. Denn in dieser Nacht verwandelt sie sich zum ersten Mal in einen Delfin, erst nur für kurze Zeit, aber das Wunder wiederholt sich. Sheila gehört zu den 'Meereswandlern', den Nachfahren der Bewohner des versunkenen Atlantis. Bei einem ihrer Unterwasser-Streifzüge trifft sie den ebenfalls verwandelten Jungen Mario. Gemeinsam mit ihm begibt sie sich auf die abenteuerliche und gefährliche Suche nach Marios Mutter, die von dem unheimlichen Zaidon, dem Lord der Tiefe, entführt worden ist. Zaidon verlangt sieben magische Steine für die Gefangene, die der Schlüssel zu der alten Prophezeiung um Atlantis und das geheimnisvolle Weltentor sind. Eine gefährliche Reise durch die Tiefen der Weltmeere beginnt. Ein spannendes Buch für die Ferien und andere Schmökerzeiten! Marliese Arold, 1958 in Erlenbach am Main geboren, war schon als Kind ein Bücherfan und früh stand für sie fest, dass es nichts Schöneres gibt, als Geschichten zu schreiben. Nach dem Abitur studierte sie Bibliothekswesen und spezialisierte sich auf den Bereich Kinderbibliothek. 1983 erschien ihr erstes eigenes Buch, dem viele weitere folgen sollten, über freche Gespenster, tapfere Rittermädchen, sprechende Pferde und verwegene Fußballer, manchmal witzig, manchmal ernst, aber immer spannend. Längst hat sich Marliese Arold als fantasievolle, ideenreiche Autorin national und international einen Namen gemacht. Ihre Bücher wurden bisher in circa 20 Sprachen übersetzt. Und nach wie vor steht für sie fest: Es gibt nichts Schöneres, als Geschichten zu schreiben!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 24.05.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864180644
    Verlag: Oetinger Taschenbuch
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Die Delfine von Atlantis

2. Kapitel

Die Verwandlung

Sheila lauschte in die Dunkelheit. Vom Bett gegenüber kamen gleichmäßige Atemgeräusche. Zoe schlief fest. Wahrscheinlich träumte sie gerade davon, wie sie wieder allen Jungs am Strand den Kopf verdrehte.

Sheila ballte unwillkürlich die Fäuste. Sie hasste es, dass sie in diesem Urlaub das Zimmer mit Zoe teilen musste.

Zoes Vater Michael war eigentlich ganz in Ordnung. Sheila hatte kaum etwas am neuen Freund ihrer Mutter auszusetzen. Aber seine sechzehnjährige Tochter war eine Hexe. Zoe interessierte sich für nichts anderes als für Jungs, Klamotten und nochmals Klamotten. Am liebsten trug sie Rot, damit sie auch ja niemand übersah.

Sheila war für Zoe ein Baby: schüchtern, naiv und ständig mit den Rätseln des Meeres beschäftigt. Warum schimmerte das Wasser blau? Wie lebten Wale? Welches Geheimnis steckte hinter Ebbe und Flut? Das war die Welt, die Sheila faszinierte und mit der Zoe überhaupt nichts anfangen konnte.

Sheila war ziemlich schnell klar gewesen, dass Zoe und sie niemals miteinander auskommen würden. Sie waren zu verschieden - wie Feuer und Wasser. Darum hoffte Sheila insgeheim, dass die Beziehung zwischen Michael und ihrer Mutter auseinandergehen würde. Doch leider sah es im Moment nicht danach aus, im Gegenteil. Jetzt waren sie sogar alle zusammen in Urlaub gefahren, an die Ostküste von Sardinien!

Anfangs hatte Sheila gar nicht mitkommen wollen. Doch dann hatte ihre Mutter erwähnt, dass es in dieser Gegend Delfine gab, und Sheila sofort umgestimmt.

Sheila liebte Delfine über alles. Schon als kleines Kind hatte sie sich zu ihnen hingezogen gefühlt. Andere Mädchen waren verrückt nach Pferden, aber Sheila sammelte alles, was mit Delfinen zu tun hatte. Sie hatte deshalb ein Delfin-Tagebuch gebastelt, in dem sie alle Informationen, Fotos und persönlichen Andenken zusammenstellte, die sie zu diesem Thema finden konnte.

Einmal hatte sie mit ihrer Klasse sogar ein Delfinarium besucht. Der Ausflug war zwar interessant gewesen, aber die gefangenen Tiere hatten Sheila auch leidgetan. Es war bestimmt viel schöner, Delfine in Freiheit zu erleben.

Bei diesem Gedanken begann Sheilas Herz schneller zu schlagen. Während des Abendessens im Hotelrestaurant hatte sie gehört, dass am späten Nachmittag tatsächlich Delfine vor der Küste aufgetaucht waren. Am liebsten wäre sie nach dem Essen sofort zum Strand gelaufen, um die Delfine mit eigenen Augen zu sehen. Aber Michael hatte sich mit einem anderen Ehepaar verplaudert, und danach war es zu spät gewesen. Ob die Delfine auch morgen da sein würden?

Morgen werde ich dreizehn, dachte Sheila. Sie starrte zu Zoes Bett hinüber.

Zoe schlief immer noch tief und fest. Jetzt drehte sie sich mit einem Seufzer auf den Rücken. Kurz darauf begann sie zu schnarchen. Sheila rollte mit den Augen. Dann wanderte ihr Blick zu dem kleinen Wecker, der auf ihrem Nachttisch stand. Nur noch wenige Minuten bis Mitternacht.

Gleich begann ihr Geburtstag ...

Plötzlich hatte Sheila eine Idee, so verrückt und abenteuerlich, dass sie vor Aufregung eine Gänsehaut bekam.

War es möglich, dass die Delfine noch immer da waren? Mitten in der Nacht?

Die Menschen schliefen, und der Strand war leer. Niemand würde die Delfine stören. Vielleicht kamen sie sogar ganz dicht ans Ufer. Es musste schön sein, ihnen im Mondlicht zuzuschauen ...

Sheila beschloss, zum Strand zu gehen. Gleich jetzt, heimlich und allein. Dort sollte ihr Geburtstag anfangen!

Sie schlug die Decke zurück und schwang die Beine aus dem Bett. Leise schlüpfte sie in ihren Bikini, stopfte ein Handtuch in ihre Badetasche und öffnete lautlos die Terrassentür. Und schon war sie draußen, stieg über die halbhohe Terrassenmauer und schlug den Weg zum Strand ein.

Die Lampen links und rechts vom Weg verbreiteten einen sanften Lichtschein. Vom Hotel klangen Musik und Stimmen herüber,

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