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Die drei !!!, 73, Legende der Einhörner (drei Ausrufezeichen) von Sol, Mira (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.09.2018
  • Verlag: Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG
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Die drei !!!, 73, Legende der Einhörner (drei Ausrufezeichen)

Kim, Franzi und Marie sind 'Die drei !!!'. Mutig und clever ermitteln die drei Detektivinnen und sind jedem Fall gewachsen. Hat sich die kleine Einhorn-Statue aus der Villa der beiden alten Damen wirklich in ein leibhaftiges Einhorn verwandelt? Die drei !!! haben ihre Zweifel und nehmen die Ermittlungen auf ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 13.09.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783440161272
    Verlag: Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG
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Die drei !!!, 73, Legende der Einhörner (drei Ausrufezeichen)

Im Gruselschloss

Der Wind zerrte an Franzis Haaren. Sie strich sich eine Strähne aus dem Gesicht, die sich aus einem ihrer kurzen roten Zöpfe gelöst hatte, und legte den Kopf in den Nacken. Dunkel ragten die Türme und Erker des Wasserschlösschens vor ihr in den grauen Oktoberhimmel. Eine Windböe erfasste die Trauerweiden am Ufer des Sees, sodass ihre Äste über die Wasseroberfläche gepeitscht wurden. Kleine schaumige Wellen schwappten gegen die Pfeiler der Steinbrücke, die das Schlösschen über den See hinweg mit dem Land verband.

Franzi ließ ihren Blick über den breiten Kiesweg schweifen, der in einem sanften Bogen neben dem See verlief und zum Westtor des Jakobiparks führte. Ungeduldig wippte sie auf und ab. Es war fast zehn nach vier. Wo blieben Kim und Marie?

Gerade als Franzi ihren Freundinnen eine Nachricht schicken wollte, hörte sie schnelle Schritte hinter sich. Sie drehte sich um und erblickte Marie.

"Sorry!", rief ihre Freundin. "Mein Friseurtermin hat länger gedauert." Marie schüttelte ihre langen Haare, die vom Wind zerzaust waren und dennoch glänzten wie pures Gold. "Ich hab mich spontan für Farbsträhnchen entschieden." Sie breitete die Arme aus, drehte sich einmal schnell um sich selbst und sah Franzi mit leuchtenden Augen an. "Wie findest du sie?"

"Sieht toll aus", sagte Franzi und steckte das Handy wieder ein. "Ich werde trotzdem nie verstehen, wie man so viel Zeit beim Friseur verbringen kann. Mich nervt schon das Stillsitzen, wenn ich mir nur die Spitzen schneiden lasse."

"Ein Friseurbesuch ist Entspannung pur. Der kann nicht lange genug dauern." Marie seufzte. "Unter drei Stunden geht bei mir gar nichts."

Franzi verdrehte die Augen und grinste. "Furchtbar."

"Jeder hat eben so seine Vorlieben." Marie zuckte mit den Schultern und schaute auf ihre Armbanduhr. "Wo steckt Kim denn? Sie ist doch sonst immer so pünktlich."

"Bestimmt hat sie sich mit David getroffen und die Zeit vergessen", murmelte Franzi. "Ich rufe sie an."

"Warte", sagte Marie. "Ich glaube, da ist sie schon."

Tatsächlich kam eine Gestalt in einem dunklen Parka über den Kiesweg auf sie zugelaufen. Sie trug einen großen Rucksack und hatte die Kapuze tief ins Gesicht gezogen.

"Tut mir leid", japste Kim, als sie vor Franzi und Marie stand. Ihre Wangen waren rot und Schweißperlen glitzerten auf ihrer Stirn. "Ich war bei David. Die Zeit ist so schnell verflogen. Plötzlich war es vier."

Marie lachte. "Schon gut. Wir sind ja froh, dass du dich überhaupt losreißen konntest."

"Du bist gemein!", rief Kim und boxte Marie leicht gegen die Schulter. Doch dann lächelte sie. "David ist so süß. Und seine Geschichten sind einfach superspannend!"

Franzi und Marie zwinkerten sich zu. Es war schön, Kim so verliebt zu sehen. Zum Glück hatte sie vor knapp vier Wochen endlich erkannt, dass David viel mehr für sie war als nur der gute Kumpel aus dem Schreibworkshop. Nachdem ein blödes Missverständnis aus dem Weg geräumt war, schwebten die beiden nun als Dauergäste auf einer großen rosaroten Wolke.

Franzi räusperte sich. "Du kannst uns ja heute Abend, wenn wir auf Finn aufpassen, alles ausführlich berichten. Aber jetzt lasst uns losgehen." Sie hob ihren Rucksack vom Boden auf. "Wir sollen zum Hintereingang kommen, hat Meri gesagt."

Die Mädchen liefen seitlich am Schloss vorbei und überquerten die schmale Holzbrücke auf der Rückseite des Gebäudes. Kim zog fröstelnd die Schultern hoch. "Bei diesem Wetter sieht das Schlösschen richtig gruselig aus."

"Das passt doch prima", sagte Marie. "Ich bin schon gespannt. Es ist echt nett von Meri und Sophie, dass sie eine kleine Privatführung mit uns machen."

Franzi nickte zufrieden. Sie hatte die beiden Studentinnen am letzten Wochenende bei einem Frühstück in der WG von ihrem Bruder Stefan kennengelernt und sich auf Anhieb gut mit ihnen verstanden. Meri hatte von ihrem Nebenjob

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