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Die drei !!!, 77, Achtung, Gaunerzeichen! (drei Ausrufezeichen) von Vogel, Maja von (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.03.2019
  • Verlag: Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG
eBook (ePUB)
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Die drei !!!, 77, Achtung, Gaunerzeichen! (drei Ausrufezeichen)

Kim, Franzi und Marie sind 'Die drei !!!'. Mutig und clever ermitteln die drei Freundinnen und sind jedem Fall gewachsen. Im Viertel von Familie Grevenbroich geht die Angst um: Was bedeuten die geheimnisvollen Zeichen an Zäunen und Hauswänden? Sind hier Diebe am Werk, die die Wohnungen ausspionieren? Die drei !!! nehmen die Ermittlungen auf ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 14.03.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783440163979
    Verlag: Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG
    Größe: 1471 kBytes
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Die drei !!!, 77, Achtung, Gaunerzeichen! (drei Ausrufezeichen)

Mord zwischen den Zeilen

"Du Mörder!", schrie Kim ins Telefon.

"Ich ... äh ...", stotterte David.

"Du hast Junos kaltblütig umgebracht." Kims Stimme bebte. "Wie konntest du nur?"

"Ich wollte doch bloß ...", begann David, aber Kim ließ ihn nicht ausreden.

"Das werde ich dir nie verzeihen!"

Sie drückte das Gespräch weg und pfefferte das Handy auf ihr Bett, bevor sie sich mit beiden Händen durch die kurzen, dunklen Haare fuhr. Ihre Wut ließ allmählich nach und machte einer tiefen Enttäuschung Platz. Sie hatte geglaubt, David zu kennen. Schließlich waren sie schon seit einer Weile ein Paar. Fehlanzeige. Niemals wäre sie auf die Idee gekommen, er könnte zu so einem feigen Verbrechen imstande sein.

Kim ließ sich auf die Bettkante nieder und seufzte. David, ein Mörder! Das war ein Schock. Okay, bei dem Mord war kein Blut geflossen. Er hatte nur auf dem Papier stattgefunden. Besser gesagt auf dem Bildschirm. Mit ein paar Klicks hatte David den armen Junos um die Ecke gebracht. Er hatte ihm nicht mal einen anständigen Heldentod gegönnt, sondern ihn am Stich einer außerirdischen Biene sterben lassen. Junos! Niedergestreckt von einer Biene!

Als Kim die Textstelle im Manuskript gelesen hatte, hätte sie vor Schreck fast ihren Honig-Zitronenmelisse-Tee über dem Laptop verschüttet. Zitronenmelisse sollte ja angeblich beruhigend wirken, aber das hatte bei Kim leider nicht geklappt. Wutentbrannt hatte sie nach ihrem Handy gegriffen und sofort bei David angerufen, um ihn zur Rede zu stellen.

Junos war eine der Hauptfiguren in dem Roman, den Kim und David gemeinsam schrieben. Es sollte ein Fantasy-Krimi werden - eine völlig neue Literaturgattung, denn David liebte Fantasyromane und Kim fand Krimis toll. Junos war ein junger Krieger, der sich für die Armen und Schwachen einsetzte (und die gleichen halbmondförmigen Augen wie David hatte, was natürlich ganz und gar kein Zufall war). Kim hatte Stunden damit verbracht, die Figur zu entwickeln. In ihrem Kopf war Junos so lebendig wie David oder sie selbst. Sie wusste, wie er aussah, wie er sprach, ging und lachte, dass er Sternzeichen Skorpion war und am liebsten Hammelkeule mit Kichererbsen aß. Sie wusste, dass er heimlich in Laurina verliebt war, seine Freundin seit Kindertagen, sich aber nicht traute, ihr seine Liebe zu gestehen. Ja, sie wusste sogar von der beinahe unsichtbaren Narbe über seinem linken Auge, wo ihn als kleiner Junge ein wilder Troll gebissen hatte. Und jetzt ... war er tot.

Kims Handy piepste. Sie zuckte zusammen. Der Wecker! Sie hatte ihn extra gestellt, damit sie beim Schreiben nicht völlig die Zeit vergaß. Manchmal tauchte sie so in ihre Geschichten ab, dass sie hinterher eine Weile brauchte, um wieder in der Realität anzukommen. Einmal hatte sie ihre Zwillingsbrüder versehentlich als "Molkpopper" beschimpft, nachdem die beiden mitten in einer wichtigen Szene in ihr Zimmer geplatzt waren. Obwohl Ben und Lukas natürlich nicht wussten, dass Molkpopper kleine, rattenähnliche Gnome waren, die in Höhlen hausten, nach Schweißfüßen stanken und immer dann auftauchten, wenn man sie am wenigsten brauchen konnte, hatten sie ziemlich beleidigt reagiert und ihre Schwester - wenig originell - als Planschkuh bezeichnet.

Kim griff nach dem Handy und stand auf. Schon kurz nach halb zehn! Sie musste dringend los, wenn sie nicht zu spät kommen wollte.

Um zehn waren Kim und Franzi zum Sonntagsfrühstück bei ihrer Freundin Marie Grevenbroich eingeladen. Die drei waren nicht nur Freundinnen, sondern auch Detektivinnen und hatten als Die drei !!! schon viele Fälle gelöst. Momentan war der Club allerdings arbeitslos, sodass sie alle Zeit der Welt zum Frühstücken, Quatschen und Entspannen haben würden. Rasch steckte Kim das Handy ein, fuhr den Laptop herunter und verließ ihr Zimmer.

Als sie durch den Flur zur Treppe ging, wurde plötzlich eine Tür aufgerissen und zwei Gestalten in

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