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Die drei ???, Stimmen aus dem Nichts (drei Fragezeichen) Die drei Fragezeichen von Hitchcock, Alfred (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.04.2011
  • Verlag: Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG
eBook (ePUB)
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Die drei ???, Stimmen aus dem Nichts (drei Fragezeichen)

'Meine Schwester will mich in den Tod treiben!' Die alte Dame, die neben Justus im Wartezimmer sitzt, ist am Rande eines Nervenzusammenbruchs. Der Erste Detektiv wittert einen neuen Fall für die drei ??? und bietet seine'Hilfe an. Doch was er dann erfährt, lässt ihn erbleichen. Die Stimmen, die Mrs Holligan bedrohen, kommen offenbar aus dem Jenseits, denn ihre angeblich so mordlustige Schwester wurde vor drei Monaten beerdigt. Justus, Peter und Bob müssen sich bei der Aufklärung des Falles beeilen. Mrs Holligan ist schwer herzkrank, jede neue Attacke kann ihrem Leben ein Ende setzen. Doch wer steckt wirklich hinter den mysteriösen Stimmen?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 128
    Erscheinungsdatum: 01.04.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783440128701
    Verlag: Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG
    Größe: 1066kBytes
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Die drei ???, Stimmen aus dem Nichts (drei Fragezeichen)

Feuchte Hände

Im Inneren des WCs blieb alles ruhig. Justus' Ohren waren wie eine Parabolschüssel auf die Damentoilette gerichtet. Er vernahm nur das Klappern von Dr. Millers Sandalen. Dann herrschte für einige Sekunden Stille, bis Justus plötzlich die Ärztin hörte. Dr. Miller sprach zwar leise, doch Justus' geschulte Ohren konnten jedes Wort verstehen. "Ich kann Ihre Gefühle gut nachempfinden, junge Frau. Man sollte selbstverständlich in jedem Fall einer solchen Sache nachgehen. Bei dieser Patientin verhält sich die Lage jedoch etwas anders."

"Was soll das heißen? Leidet die Patientin unter Verfolgungswahn?"

Die Ärztin räusperte sich. "Das ist nicht so einfach zu erklären. - Wie Sie sehen, befindet sich in diesem Raum nichts, was für eine Damentoilette ungewöhnlich wäre. Und schon gar nichts, was auf eine fremde Stimme schließen ließe. Wir können also beruhigt sein. Und Dr. Franklin ist eine anerkannte Expertin, geradezu eine Koryphäe auf ihrem Gebiet. Sie wird der Patientin sicher helfen können. Bisher hat sie schon große Fortschritte erzielt, das müssen Sie mir glauben."

"Von fremden Stimmen kann hier aber nicht die Rede sein." Die junge Mutter schien sich mit Dr. Millers Erklärung nicht so schnell zufrieden zu geben. "Erwähnte die Dame nicht, dass es die Stimme ihrer Schwester war?"

"Junge Frau, wer hier, aus welchen Gründen auch immer, bei wem in Behandlung ist, darf ich leider nicht hinausposaunen. Auch Ihnen gegenüber nicht. Es tut mir Leid, aber das waren Ihre Worte. Wollte ich genauer auf Mrs Holligans Probleme eingehen, dann würde ich das Vertrauen unserer Patienten verletzten. Ich hoffe auf Ihr Verständnis. Wie Sie außerdem festgestellt haben, finden sich keinerlei Anzeichen, dass hier ein Unbefugter, der die Patienten erschreckt, versteckt sein könnte. Das wäre ja lachhaft. Hier ist nichts! Ich kann Ihnen nur empfehlen, dieser Dame nicht allzu viel Glauben zu schenken. Sie ist psychisch krank. Mehr werde ich dazu nicht sagen."

Justus warf Mrs Holligan einen raschen Blick zu und hoffte, dass die alte Dame, die sich inzwischen zu ihm gesellt hatte, diese abfällige Bemerkung nicht gehört hatte.

"Und?" Skeptisch und erwartungsvoll zugleich blickte Mrs Holligan in das Gesicht der jungen Mutter, als diese zurück in die Arztpraxis trat. Zu mehr als einem Schulterzucken war die Frau jedoch nicht fähig.

Zu gern hätte Justus die Räumlichkeiten der Damentoilette selbst inspiziert, doch in diesem Moment trat Dr. Miller aus der Tür und zog sie mit einem demonstrativen Ruck hinter sich ins Schloss. Dann wandte sie sich an die Sprechstundenhilfe, die hinter ihrem Tresen noch immer mit der Patientenschlange beschäftigt war. "Mrs Petersen, geben Sie Mrs Holligan für heute Nachmittag einen Termin bei Dr. Franklin. Sektor sieben blau." Mit diesen Worten verschwand die Ärztin hinter einer der vielen Türen der Gemeinschaftspraxis.

Mrs Holligan nahm schweigend den Zettel entgegen, den ihr die Sprechstundenhilfe über den Tresen reichte. Mit langsamen Bewegungen steckte sie ihn in ihre Handtasche und schlurfte durch den langen Flur dem Ausgang entgegen. Auch hier standen an der Seite einige Stühle. Mit einem Stoßseufzer ließ sie sich nieder und verbarg ihr Gesicht in ihren Händen.

Justus konnte seinen Blick nicht von der alten Dame lösen. Sie war ungefähr siebzig Jahre alt. Ihre grauen Haare hatte sie zu einem Knoten gebunden und die Hände, die sich noch immer schützend um ihr Gesicht legten, waren runzlig. Mrs Holligan schien mit ihren Gedanken weit weg zu sein.

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