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Die drei Opale 2: In eisigen Höhen von Driver, Sarah (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.11.2018
  • Verlag: Carlsen
eBook (ePUB)
10,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Die drei Opale 2: In eisigen Höhen

Das hochgelobte Fantasy-Debüt aus Großbritannien geht in die zweite Runde!

Die Spur der Sturmopale führt Maus, das Seevolk-Mädchen, weit in den Norden Trianukkas. Mit ihrem Bruder und mit Krähe, dem Gefährten vom Landvolk, entdeckt sie dort die verschollenen Himmelsstämme und deren eisige Welt: Festungen zwischen den Wolken, geheime Bibliotheken unter Gletscherspitzen und nie gesehene wilde Flugtiere. Wird Maus hier den zweiten Opal finden? Denn nur mit seiner Hilfe kann sie ihr Schiff, ihre Familie und ganz Trianukka retten.

--- Band 2 der spannenden, fantasievollen Trilogie DIE DREI OPALE: so rau und geheimnisvoll, so wild und schön wie eine Eislandschaft! ---

Band 1: Über das tiefe Meer

Band 2: In eisigen Höhen

Band 3: Durch stürmisches Land (Sommer 2019)

Sarah Driver arbeitet als Krankenschwester und Hebamme und hat das Aufbaustudium "Schreiben für ein junges Publikum" an der Bath Spa University absolviert. Sie lebt in West Sussex am Meer, zusammen mit ihrer rot getigerten Katze und ihrem Zwergkaninchen.
"Die drei Opale: Über das tiefe Meer" ist Sarah Drivers Debüt und der erste Band einer abenteuerlichen Fantasy-Trilogie.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 368
    Erscheinungsdatum: 30.11.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783646929492
    Verlag: Carlsen
    Serie: Die drei Opale .2
    Originaltitel: The Huntress: Sky
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Die drei Opale 2: In eisigen Höhen

1

Unterwegs

I ch stehe auf dem Deck der Jägerin und zwinkere mir Schneeflocken von den Wimpern. Auf meinem Handteller liegt ein grüner Edelstein. Aus seinem Inneren starren mir meine eigenen grauen Augen entgegen und mit jedem Trommelschlag des Ruderers fährt eine neue Schockwelle durch meine Brust.

Der Edelstein wird auf einmal kalt, nass und wabbelig. Dann bekommt er eine gefleckte Haut wie ein Walhai. An seiner Oberfläche öffnen sich atmende Kiemen, aus denen Schaum quillt.

Ich weiß so sicher, wie das Blut der Seestämme in meinen Adern fließt, dass ich den Sturmopal des Meeres in der Hand halte.

Und ich weiß, dass ich ihn beschützen muss, mit jeder Faser meines Wesens. Doch die Verantwortung lastet schwer auf meinen Schultern, schwerer als der Schlag der Trommel.

Der Edelstein spuckt etwas aus und ich spüre ein Tröpfchen Salzwasser auf den Lippen prickeln. Er braucht das Meer.

Wir brauchen das Meer.

Ich hebe den Arm, um den Opal über Bord zu werfen, und spüre, wie die Kiemen sich gegen meinen Griff wehren, doch dann erstarre ich. Eine warnende Stimme dringt wie Nebel durch den Grund meines Bewusstseins.

Lass niemanden diesen Stein sehen, Mauseknochen. Ich kann nicht zurückkehren, denn es droht schwere Gefahr. Suche nach den verstreuten Sturmopalen des Meeres, des Himmels und des Landes, bevor ein Feind sie findet und damit eine dunkle Kraft entfesselt. Bring sie zur goldenen Krone, bevor ganz Trianukka sich in Eis verwandelt und die Wale unter dem zugefrorenen Meer eingesperrt sind. Erinnerst du dich an das alte Lied? Das Lied wird eine Karte bilden. Sorge dafür, dass dein Bruder immer in deiner Nähe ist, und wisse, dass du nicht allein bist. Ich werde dich suchen und finden, sobald ich kann. Pa

Ein Schnauben jagt mir Schauer über den Rücken und mir ist, als würden Spinnen über meinen Körper krabbeln. Als ich mich nach dem Geräusch umdrehe, beginnt das Schiff sich zu verwandeln - bis das Deck glitschig ist von Blut und an den Seiten gewaltige, Feuer speiende Kanonen aufgereiht sind.

Ein Gesicht nimmt Konturen an. Die Augen dunkel funkelnd vor Wut, die Brauen schwarz und schwer und die dünnen Lippen zu einem höhnischen Grinsen verzerrt.

Das Gesicht gehört dem blutrünstigen falschen Kapitän, dem Mann, der einen roten Mantel trägt und Stiefel mit Messingschnallen, dem Steuermann, der unser Schiff gestohlen und mir Oma genommen hat.

Elk.

Sogar in meiner Traumwelt spanne ich unwillkürlich die Muskeln an, um vor ihm wegzulaufen.

Ein vornübergebeugter Mann in einem Mantel aus violetten Blitzen erscheint an Elks Seite. Elk flüstert ihm etwas ins Ohr. Die beiden heben langsam die Arme und zeigen auf den Opal in meiner Hand.

Ich schließe die Finger darum und stecke ihn unter mein Hemd, an die Stelle über meinem Herzen. Mir wird unerträglich heiß und ich wünschte, ihre gierigen Blicke hätten den Opal nicht gesehen.

Aus den Augenwinkeln nehme ich eine Bewegung wahr, und als ich den Kopf hebe, zielt Elk mit einem Gewehr auf eine Planke, die übers Wasser ragt. Mein Blick folgt ihm zu einem Lumpenbündel, das am Ende der Planke kauert.

Oma.

Bevor ich mich rühren oder schreien oder sonst was tun kann, fährt ein Feuerstoß aus dem Lauf und die graue Welt ist auf einmal mit roten Spritzern überzogen. Der Himmel hält den Atem an und die Ränder des Traums flimmern wie Luft über einer Flamme. Dann ist meine Hand leer. Ich bin wie vom Donner gerührt. Der Opal fliegt wirbelnd davon und sitzt plötzlich in Omas Augenhöhle. Aber sie fällt von der Planke, schlägt auf dem Wasser auf und ertrinkt und mir bricht das Herz.

Maus

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