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Die drei Opale 3: Durch stürmisches Land von Driver, Sarah (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.08.2019
  • Verlag: Carlsen Verlag GmbH
eBook (ePUB)
10,99 €
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Die drei Opale 3: Durch stürmisches Land

Das große Finale der hochgelobten Fantasy-Triogie aus Großbritannien! Um den dritten Opal zu finden, wagt sich Maus, das Seevolk-Mädchen, in die raue Eiswüste - obwohl sie damit ein Versprechen an ihren Vater bricht. Doch so gewinnt sie neue Verbündete, und zwar ausgerechnet bei den Feinden ihres Stammes. Zum Glück! Denn Bösewicht Elk und die Mystiker aus der Stadt Nachtfall rüsten zu einer letzten großen Schlacht. Um ganz Trianukka ihrem Willen zu unterwerfen, brauchen sie die drei magischen Opale - und Maus! Jetzt gibt es nur eine Chance: Die Stämme müssen sich versöhnen und gemeinsam kämpfen! --- Letzter Band der fantasievollen Trilogie DIE DREI OPALE:wild und wagemutig, aufregend und atemlos - ein gelungener Abschluss! --- Band 1: Über das tiefe Meer Band 2: In eisigen Höhen Band 3: Durch stürmisches Land Sarah Driver arbeitet als Krankenschwester und Hebamme und hat das Aufbaustudium "Schreiben für ein junges Publikum" an der Bath Spa University absolviert. Sie lebt in West Sussex am Meer, zusammen mit ihrer rot getigerten Katze und ihrem Zwergkaninchen. "Die drei Opale: Über das tiefe Meer" ist Sarah Drivers Debüt und der erste Band einer abenteuerlichen Fantasy-Trilogie.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 01.08.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783646929508
    Verlag: Carlsen Verlag GmbH
    Serie: Die drei Opale 3
    Originaltitel: The Huntress: Storm
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Die drei Opale 3: Durch stürmisches Land

1

Die Welke

Auf dem Zackenkamm, der uralten Festung des Himmelsstamms der Flachserreiter, einen Vollmond nachdem ein Fangzahn mich durch den Schnee verfolgt hat.

Ü berall um mich blicken aus den Tiefen der Fellkapuzen flackernde Augen. Ich schnuppere. Es riecht nach Angst. Der lange Saal ist gepackt voll mit Leuten, die viele Narben haben und Verbände tragen - Außenstehende, die sich hinter die dicken grauen Mauern der Festung geflüchtet haben. Dumpf steigt ihr Gemurmel auf, denn viele Fragen bedrängen sie. Einige von ihnen gehören den Seestämmen an, und wenn ich sie sehe, muss ich an mein Schiff denken und an meine Mannschaft.

Zusammengekauert sitze ich auf einer Bank, gegen die eisige Kälte in einen schweren Mantel aus Ziegenfell gehüllt, und lausche darauf, wie der Sturm die Bergfestung mit eisigen Dolchen bearbeitet.

Ich muss verhindern, dass die Angst, die die Luft schwängert, durch die Haut in mich dringt. Aber die Wände sind mit silbernen Streifen verschmiert, und bei ihrem Anblick spüre ich einen Knoten im Magen. Die Mondelfen sterben, weil kein Mondlicht mehr durch die gefrorenen Wolken dringt.

"Alles in Ordnung, Knöchelchen?", flüstert Pa, der neben mir sitzt. Seine Haut ist grau und er tut so, als habe er keine Schmerzen. Dabei hat er sich immer noch nicht richtig von seiner Gefangenschaft bei den Mystikern erholt. Weil das Essen knapp ist, hat er kaum zugenommen und sein Gesicht ist ausgemergelt. "Du brauchst dir das nicht anzuhören."

"Ich bin kein Kind mehr", fauche ich. Ich werfe Krähe einen Blick zu, der auf meiner anderen Seite sitzt, und verdrehe die Augen. Der ehemalige Strandräuberjunge grinst.

Eine Tür knallt. Wir drehen uns um und sehen Leopardin - die Nummer siebenhundertsiebenundsiebzig einer erlauchten Reihe von Hütern des Berges - an der Spitze von fünf Himmelsältesten durch die versammelte Menge schreiten. Ihr Gesicht ist von Erschöpfung gezeichnet, aber sie hält sich kerzengerade und trägt ihren Ziegenkopfputz und einen Mantel aus in Gold getauchten Federn.

Bei ihrem Anblick straffe ich mich unwillkürlich. Aus den Augenwinkeln bemerke ich, wie Lunda mich finster anstarrt. Die weißhaarige Speerschwester - eine der bestausgebildeten Kriegerinnen der Hüterin - mag Außenstehende immer noch nicht. Sie trifft mit dem Speer ihrer Angst noch sicherer als mit ihrem Speer aus Eisen.

Die Ältesten setzen sich aus Flachserreitern und Wilderhexen zusammen - vor einem Vollmond, als ich Leo aus den Fängen von Elk und den Mystikern befreit habe, die sie und ihr Land unter ihre Herrschaft gebracht hatten, waren sie noch Feinde. Der Wilderkönig ist dagegen nach wie vor unser Feind und hält treu zu Elk, auch wenn sein Wald der Eisberge von Unwettern bedroht wird und seine Leute auf dem Zackenkamm besser geschützt wären. Einige Wilderhexen sind allerdings zum Zackenkamm geflohen, wo Leo sie mit offenen Armen aufgenommen hat.

Ich betrachte die hinter Leo marschierenden Ältesten. Sie tragen fließende himmelblaue Gewänder aus Eiswurmseide mit aufgenähten Bergeulenfedern. An den Säumen hängen Orcazähne.

In den Händen halten sie Opfergaben für die Himmelsgötter - Glaskaraffen gefüllt mit Miniaturwäldern, Libellen und Funken sprühenden kleinen Gewitterwolken. Am Podest vorne angekommen, drehen sie sich zu den Bänken um.

Schweigen kehrt ein. Der allgewaltige Zackenkamm drückt uns nieder - sogar die alte Festung scheint angestrengt zu lauschen. Es heißt, dass die Ältesten sich nur dann zu Wort melden, wenn ihnen etwas auf der Seele brennt. Und in einer Zeit, in der die Welt im Chaos versinkt, dürsten alle nach Worten der Gewissheit.

In einer Zeit, in der die Bäume ihren Lebenssaft nicht mehr aus dem gefrorenen Boden holen können und der Winter nicht weichen will. In der alles drunter und drüber geht, seit die von Elk entzündeten Feuer die Eissümpfe vernic

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