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Die Einhornchroniken 3 - Die Schlacht am Weltenbaum von Coville, Bruce (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.12.2016
  • Verlag: Loewe Verlag
eBook (ePUB)
6,99 €
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Die Einhornchroniken 3 - Die Schlacht am Weltenbaum

Die hasserfüllte Beloved ist mit ihren Jägern in das wundersame Land Kirin eingedrungen. Jetzt hat sie die Chance, die Einhörner ein für alle Mal auszulöschen! Kirins magische Bewohner schweben damit in größter Gefahr: Die Jäger haben bei ihrem rücksichtslosen Einfall ins Land der Einhörner den Weltenbaum schwer verletzt! Und mit ihm liegt auch Kirin im Sterben ... Nur erbitterter Widerstand gegen Beloved und die Heilung des Weltenbaums können Kirin retten. Während die Einhörner sich auf die alles entscheidende Schlacht vorbereiten, erbittet Cara Hilfe vonseiten der Drachen. Mehr und mehr Bewohner Kirins verbünden sich, um ihre Welt zu retten - doch die Zeit verrinnt schnell ... 'Die Schlacht am Weltenbaum' ist der dritte Band der Einhornchroniken. Die Fantasy-Reihe von Bruce Coville entführt Leserinnen ab 10 Jahren in eine märchenhafte Welt voller Magie und zauberhafter Fabelwesen. Bruce Coville wurde 1950 in Syracuse, New York, geboren. Bevor er in den USA erfolgreicher Kinderbuchautor wurde, verdiente er seinen Lebensunterhalt als Grundschullehrer. Nebenbei arbeitete er immer wieder an Kinderbüchern, teilweise gemeinsam mit seiner Frau. Bruce Coville und seine Frau haben drei Kinder, vier Katzen und einen Hund - nur ein Einhorn fehlt den beiden noch.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 336
    Erscheinungsdatum: 12.12.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732007738
    Verlag: Loewe Verlag
    Größe: 1383 kBytes
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Die Einhornchroniken 3 - Die Schlacht am Weltenbaum

Der verwundete Baum

W ährend Cara und ihre Großmutter den aufgehenden Mond betrachteten, stand auch Lightfoot zitternd im blutroten Licht und konnte kaum glauben, was er sah.

Keine zwanzig Fuß vor ihm ragte Axis Mundi auf, der Mittelpunkt von Kirin, ein Baum, so gewaltig, dass er beinahe das komplette Blickfeld des Einhornprinzen einnahm. Zwischen Lightfoot und dem Baum war ein Steinhaufen aufgeschichtet, fast so hoch wie der Prinz selbst, und darauf lag ein Ball aus Draht. Lightfoot hatte beobachtet, wie ihn sein Freund, der Dumbeltum, wenige Augenblicke zuvor dort hingelegt hatte. Es war der "Anker", der es Beloved ermöglichte, an einer bestimmten Stelle Kirin zu betreten.

Die Explosion, die erfolgte, nachdem der Dumbeltum die Kugel platziert hatte, warf den Prinzen um und machte ihn vorübergehend blind. Als er wieder auf den Beinen war und seine Sicht sich klärte, bemerkte er zwei Dinge, die ihn zutiefst beunruhigten: Der Dumbeltum war verschwunden und das Drahtgeflecht glühte.

Sofort galoppierte Lightfoot auf den Steinhaufen zu, um den leuchtenden Ball auf den Boden zu werfen und zu zertrampeln. Aber obwohl er es dreimal versuchte, schaffte er es nicht heranzukommen. Irgendein magischer Schutzwall hielt ihn davon ab.

Mit Grauen beobachtete er nun, wie sich die Drahtkugel wie von unsichtbarer Hand in die Luft erhob. Als sie etwa einen Fuß über den Steinen schwebte, begann sie, sich zu drehen. Außerdem versprühte sie rote und gelbe Funken, die auf den mit silberblauen Blättern bedeckten Waldboden fielen. Einen Moment lang fürchtete Lightfoot, dass das Laub Feuer fangen würde. Als dies nicht geschah, richtete er seine Aufmerksamkeit wieder auf die herumwirbelnde Kugel.

Langsam und ohne einen einzigen Laut bewegte sich der Drahtball auf den großen Baum zu. Lightfoots Herz begann wie wild zu pochen und mit aller Kraft warf er sich gegen die magische Barriere.

Doch es nützte nichts, der Schutzwall hielt stand.

Die glühende Kugel prallte gegen den Stamm und der Prinz musste die Augen abwenden, als eine helle, gewaltige Druckwelle über ihn hinwegfegte. Die Erde bebte und durch die ungeheure Kraft wurde er erneut zu Boden geworfen.

Als sich Lightfoot wieder dem Baum zuwandte, schrie er erschrocken auf. Im Stamm klaffte ein riesiges Loch. Es erstreckte sich vom Boden bis etwa auf Schulterhöhe des Prinzen und war so breit, dass fünf Männer nebeneinander hindurchgehen konnten.

Weit, weit über sich hörte Lightfoot ein Klagen und Ächzen, als ob die Zweige den Schmerz des Baumes hinausschreien wollten.

In der Öffnung schimmerte ein Schleier aus lichtem Nebel. Hinter diesem dünnen Vorhang konnte Lightfoot undeutlich eine andere Welt erkennen - eine Welt, die von steinernen Mauern umgeben war.

Der Prinz benötigte ein paar Augenblicke, bis er begriff: Er blickte auf eine Festung - von der Art, wie sie in den alten Geschichten und Liedern beschrieben wurden, die die Einhörner von der Erde nach Kirin mitgebracht hatten.

Es war jedoch nicht das Schloss, das Lightfoot mit Schrecken erfüllte. Es war das, was hinter dem Nebelschleier in Erscheinung trat: Reihe um Reihe grimmig aussehender, wütend dreinblickender Männer.

Der Prinz erschrak. Das waren nicht nur "Männer".

Es waren Jäger .

Und das Schlimmste daran war, dass sie von jemandem angeführt wurden, den Lightfoot nur zu gut von ihrem letzten Zusammentreffen kannte: Beloved, die ewige Feindin der Einhörner.

Dem Prinzen wurde ganz mulmig zumute, als Beloved dem schimmernden Vorhang immer näher kam. Ihre roten Augen loderten und ihr silberweißes Haar wogte auf und ab, als ob es ein Eigenleben führte.

Lightfoot rappelte sich hoch. Sein erster Impuls war, über die Weide, die den Baum umgab, zu fliehen. Aber das würde sicherlich die Aufmerksamkeit der Eindringlinge erregen. Und es würde den Einhörnern auch nichts nutze

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