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Die geheime Benedict Gesellschaft und die große Entscheidung von Stewart, Trenton Lee (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.01.2013
  • Verlag: bloomoon
eBook (ePUB)
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Die geheime Benedict Gesellschaft und die große Entscheidung

Reynie, Kleber, Kate und Constance sind mit ihren Familien zu Gast bei Mr Benedict, wenn auch einen Tick unfreiwillig! Aber solange sich in dem Haus der gefährliche "Flüsterer" befindet, ist jede Vorsichtsmaßnahme angebracht - wenn auch vergeblich! Denn die Maschine verschwindet plötzlich und beinahe spurlos.

Trenton Lee Stewart ist Dozent für kreatives Schreiben. Zu seinem ersten Kinderbuch hat ihn die Überzeugung inspiriert, dass Kinder zwar oft gesehen, aber selten gehört und immer unterschätzt werden. Stewart lebt mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in Arkansas.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 20.01.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783845801438
    Verlag: bloomoon
    Originaltitel: The Mysterious Benedict Society and The Prisoner's Dilemma
    Größe: 2425 kBytes
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Die geheime Benedict Gesellschaft und die große Entscheidung

In einer Stadt namens Stonetown saß ein Junge namens Reynie Muldoon im zweiten Stock eines alten Hauses aus grauem Naturstein und überdachte, was er tun konnte. Er war in ein unangenehm warmes Zimmer gesperrt, aus dem er erst wieder herauskommen würde, wenn er eine unangenehme Entscheidung traf. Nicht gerade besser wurde die Geschichte dadurch, dass Constance Contraire zusammen mit ihm im Zimmer saß. Constance war gerade mal vier, nahm absolut kein Blatt vor den Mund und dichtete schon die ganze Zeit schlecht gelaunte Gedichte. Reynie war dreimal so alt wie sie und bestimmt fünfzigmal so geduldig, trotzdem spürte auch er, wie seine Laune sank. Er musste die Hitze und das unleidige Mädchen aushalten und wollte bestimmt genauso dringlich aus diesem Zimmer hinaus wie Constance. Das Problem war, was es sie kosten würde.

"Können wir bitte unsere Möglichkeiten noch mal durchgehen?", sagte Reynie so geduldig, wie es nur ging. "Du weißt, je eher wir eine Entscheidung treffen, desto schneller kommen wir hier raus."

Constance lag auf dem Rücken und streckte die Arme von sich wie eine Verdurstende in der Wüste. "Ich hab mich längst entschieden", sagte sie und richtete ihre hellblauen Augen auf Reynie. "Du bist der, der sich nicht entscheiden kann." Sie wischte sich eine blonde Strähne von der verschwitzten Stirn, streckte den Arm aber gleich wieder von sich weg, weil sie dachte, so niedergeschlagener und elender zu wirken. Sie keuchte dramatisch.

"Wir sollen zu einer gemeinsamen Entscheidung kommen", sagte Reynie und gab sich alle Mühe, gelassen dreinzublicken. Zeichen von Genervtsein stachelten Constance immer nur weiter auf, und sie hatte ein feines Gespür dafür. "Du kannst mir nicht einfach sagen, was ich tun soll, und erwarten, dass ich dir zustimme."

"Doch, genau das kann ich", sagte Constance, "und du brauchst ewig, während ich hier brate."

"Vielleicht solltest du einfach mal deine Jacke ausziehen", sagte Reynie, der seine hier oben nie trug. (Die Heizung in dem alten Haus arbeitete fürchterlich unwirtschaftlich: Das Erdgeschoss war ein Kühlschrank und der zweite Stock ein wahrer Backofen.) Constance schien sich einen Ruck zu geben, fummelte an den Knöpfen ihrer Strickjacke herum und murmelte so etwas wie "besser drauf" und "Jacke auf". Sie produzierte wieder ein neues Gedicht, wie Reynie verdrossen begriff. Ihr letztes hatte von einem "dumpfen Huhn" namens "Muldoon" gehandelt.

Reynie drehte sich von ihr weg und begann im Zimmer auf und ab zu laufen. Was sollte er tun? Er wusste, dass Rhonda Kazembe, die Überwacherin dieser dummen kleinen Übung, bald schon den Kopf durch die Tür stecken und fragen würde, ob sie sich entschieden hätten. Offenbar hatten ihre Freunde Kleber und Kate, die am anderen Ende des Flurs eingeschlossen waren, ihre Mannschaftsentscheidung längst getroffen und warteten nur noch auf Reynie und Constance. Wenigstens hatte Rhonda das gesagt, als sie das letzte Mal bei ihnen gewesen war. Vielleicht sagte sie aber auch nicht die Wahrheit. Vielleicht war das Teil der Aufgabe.

Es wäre nicht ihre erste Lektion, die einen doppelten Boden hatte. Die Kinder hatten unter Rhondas Anleitung schon viele seltsame Aufgaben zu lösen gehabt, die dazu dienten, ihr Interesse anzuregen und ihre ungewöhnlichen Talente zu fördern. Vorbei waren die Tage des Lernens in einem normalen Klassenzimmer, schon aus Sicherheitsgründen durften sie nicht mehr in die Schule, und in diesem weitläufigen alten Haus gab es genug Orte, die als Ersatz-Klassenzimmer dienen konnten. Davon konnten sie ein Lied singen. Heute waren sie jedoch zum ersten Mal in eins der "sicheren Zimmer" gesperrt worden, und es war auch die erste Aufgabe, bei der ihre Entscheidung echte - und zwar echt unangenehme - Folgen haben konnte.

Die Zwickmühle, in der sie saßen, basierte auf einem Gedankenspiel, das, wie Rhonda ihnen erklärt hatte, das "Gefangenendilemma" genannt wurde. Kleber hatte natürlich scho

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