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Die Insel der Albträume und andere unbedingt geheim zu haltende Dinge von Konrad, Bob (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.01.2014
  • Verlag: Arena Verlag
eBook (ePUB)
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Die Insel der Albträume und andere unbedingt geheim zu haltende Dinge

Eine seltsame labyrinthische Stadt, ein brodelnder Vulkan und ein Mädchen mit Glasmurmelaugen - was für ein Albtraum! Dummerweise geht all das für Rocky in Erfüllung, als er eines Nachts auf der Insel der Albträume landet. Dort begegnet er seltsamen Typen mit Hörnern auf dem Kopf, angriffslustigen Eisbären und einem verrückten Professor. Um von hier wieder wegzukommen, muss Rocky seine größte Angst überwinden! Und die Einzige, die ihm dabei helfen kann, ist ausgerechnet das geheimnisvolle Glasmurmelmädchen. Bob Konrad, 1968 in Heidelberg geboren, schreibt seit knapp 20 Jahren Hörspiele und Fernsehserien für Kinder, darunter Der Ohrenzeuge, OLIs Wilde Welt und Spur und Partner. Auch das ein oder andere Drehbuch für Löwenzahn stammt aus seiner Feder. Der frischgebackene Kinderbuchautor lebt und arbeitet in Berlin. Dort ist er jedoch nur selten anzutreffen, weil er sich die meiste Zeit des Jahres auf ausgedehnten Forschungsreisen in exotischen Ländern befindet - für die er jedoch selten das Haus verlässt. Foto © Amaya Konrad

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 200
    Erscheinungsdatum: 07.01.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783401803470
    Verlag: Arena Verlag
    Größe: 24043 kBytes
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Die Insel der Albträume und andere unbedingt geheim zu haltende Dinge

2. Der Typ mit dem Arschknödel im Po

Jetzt, da Rocky wusste, woher seine schlechte Laune kam, war an Schlafen nicht mehr zu denken. Er saß mit angezogenen Beinen auf dem Bett und hatte Angst vor der Nacht, dem Schlaf und seinem Traum. Zwar nickte er mehrmals kurz ein, doch kaum sank sein Kopf auf seine Brust, schreckte er wieder hoch und war hellwach. Irgendwann bekam er furchtbaren Durst und trank in der Küche ein Glas Wasser. Dann setzte er sich an den Küchentisch und starrte die übrig gebliebenen Krümel vom Abendbrot an - als könnten die ihm einen Rat geben. Sollte er einfach schlafen gehen? Oder kämpfen und wach bleiben bis zum Morgen, um so einem erneuten Albtraum zu entkommen? Rocky war kraftlos und unentschieden. Dann spürte er etwas, das ihm das Blut in den Adern gefrieren ließ: Ein kühler Windhauch strich um seine Fersen.

Wie jetzt?, denkt ihr sicher, was für ein Weichei! Der hat Angst vor ein bisschen kühler Luft? Ja. Denn diese kühle Luft kam aus seinem Zimmer. Und dort, da war er sich absolut sicher, stand kein Fenster offen. War vielleicht ein Dieb eingebrochen? Oder ein Mörder? Oder doch ein Geheimdienstmitarbeiter, der ihn heimlich mit radioaktiver Strahlung krank machen wollte?

In seinem Zimmer rumpelte es leise und ... Rocky spitzte die Ohren. Ja, da schimpfte und fluchte jemand kaum hörbar, aber durchaus wild. Dabei fielen Worte, die ich an dieser Stelle nicht wiederholen will. Doch die Ausdrücke "verdreckter Kackmüll", "dünnschissiger Popelfresser" und sogar "filziger Pavianarsch" waren auf jeden Fall dabei.

Wie um alles in der Welt konnte das sein? Und vor allem, wer konnte das sein? Rockys Eltern schliefen längst. Die Türe zu ihrem Zimmer war fest verschlossen. Außerdem fluchten sie nie, nie, niemals. Rocky rutschte vom Stuhl, schlich auf Zehenspitzen zur Tür und spähte vorsichtig durch den schmalen Spalt. Ihm stockte der Atem. In seinem Zimmer war jemand ... oder vielmehr etwas. Ein Mann mit Stirnglatze. Nicht viel größer als Rocky selbst.

Der Typ trug einen Pullunder über einem ordentlich gebügelten weißen Hemd. Aber auch wenn er aussah wie ein kleinwüchsiger Bankangestellter, war er ganz sicher keiner. Denn dieser Typ hatte kleine Hörner auf dem Kopf.

Außerdem hatte dieser Kerl keine Füße, sondern stakste auf Hufen durch Rockys Zimmer. Das sah reichlich komisch aus. Auf Hufen lässt es sich nur schlecht aufrecht gehen und so wirkte das Ganze, als hätte der Typ einen Arschknödel im Po stecken.

Ungelenk tippelte der Eindringling durch Rockys Zimmer auf der Suche nach ... ja, wonach eigentlich? Im Grunde konnte er dort nur eines suchen, was im Moment nicht da war: Rocky selbst! Als Rocky das begriff, blickte der unheimliche Besucher unvermittelt auf und in seine Richtung. Rocky glitt zur Seite in die Dunkelheit und versteckte sich hinter der Garderobe. Kurz darauf öffnete sich die Tür mit einem düsteren Knarren:

Hatte der Typ mit dem Arschknödel im Po ihn entdeckt? Das seltsame Wesen spähte nach links und rechts, trat in den Gang und stemmte die Fäuste in die Hüften.

"Wo ist diese Rotzgurke?", zischte er und blickte in Richtung Küche, wo das Gurkenglas noch auf dem Tisch stand. Seine ohnehin schon fiesen Teufelsaugen verengten sich zu gefährlichen Schlitzen.

"Gurke ... hm ...", brummte das Wesen gefährlich und schlich in Richtung Küche.

Rocky nutzte die Gelegenheit und huschte zurück in sein Zimmer. Dort war alles wie immer, mit einem Unterschied: Das Fenster stand offen und davor schwebte etwas, ein Schatten, der aussah wie ...

Nein, das konnte eigentlich nicht sein. Rocky trat ans Fenster und schob den Vorhang beiseite. Doch! Dort, im dritten Stock des Hauses, ankerte tatsächlich ein Boot. Es sah aus wie eine kleine Schaluppe, eine Jolle oder ein Dingi 1 . So genau konnte Rocky das nicht sagen, weil er sich null mit Booten auskannte. Auf jeden Fall war es grob aus Holz gezimmert und wurde durch einen g

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