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Die Kane-Chroniken 1: Die rote Pyramide von Riordan, Rick (eBook)

  • Verlag: Carlsen Verlag GmbH
eBook (ePUB)
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Die Kane-Chroniken 1: Die rote Pyramide

Ins Museum? An Heiligabend? Bescheuerte Idee, findet Sadie. Sie sieht ihren Vater, den Ägyptologen Dr. Julius Kane, doch eh nur zwei Mal im Jahr und dann so was! Aber Sadie und ihr Bruder Carter merken schnell, dass es ihrem Vater nicht um verstaubte Sarkophage geht - er will den Gott Osiris beschwören! Das geht allerdings schief und stattdessen wird er von einer glutroten Gestalt entführt. Sadie und Carter müssen es mit der gesamten ägyptischen Götterwelt aufnehmen, um ihren Vater zu befreien. Die ganze Serie über die Kane-Geschwister: Die Kane-Chroniken - Die rote Pyramide (Band 1) Die Kane-Chroniken - Der Feuerthron (Band 2) Die Kane-Chroniken - Der Schatten der Schlange (Band 3) Percy Jackson- Auf Monsterjagd mit den Geschwistern Kane (Sonderband) Rick Riordan war viele Jahre lang Lehrer für Englisch und Geschichte. Er lebt mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen in Boston und widmet sich inzwischen ausschließlich dem Schreiben. Seine Percy-Jackson-Serie hat den Buchmarkt im Sturm erobert und ist in 40 Ländern erschienen. Auch seine nachfolgenden Serien, "Die Kane-Chroniken", "Helden des Olymp", "Percy Jackson erzählt", "Magnus Chase" und "Die Abenteuer des Apollo", schafften auf Anhieb den Sprung auf die internationalen Bestsellerlisten.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 608
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783646921861
    Verlag: Carlsen Verlag GmbH
    Größe: 1292 kBytes
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Die Kane-Chroniken 1: Die rote Pyramide

2.

Eine Explosion zu Weihnachten

Ich war früher schon mal im British Museum gewesen. Genau genommen war ich schon in mehr Museen, als ich zugeben will, sonst haltet ihr mich für den totalen Streber.

[Das im Hintergrund ist Sadie, die rumbrüllt, ich sei ein totaler Streber. Danke, Schwesterchen.]

Egal, das Museum war geschlossen und nirgendwo brannte Licht, auf der Eingangstreppe jedoch erwarteten uns der Leiter der Sammlung und zwei Sicherheitsleute.

"Dr. Kane!" Der Leiter war ein kleiner schmieriger Kerl in einem billigen Anzug. Sogar Mumien haben zum Teil mehr Haare und bessere Zähne. Er schüttelte Dad die Hand, als hätte er einen Rockstar vor sich. "Ihr letzter Artikel über Imhotep - brillant! Wie haben Sie bloß diese Zaubersprüche übersetzt?"

"Im-ho-was?", murmelte Sadie.

"Imhotep", erklärte ich. "Hohepriester, Architekt. Manche behaupten, er war ein Magier. Hat die erste Stufenpyramide entworfen. Hast du bestimmt schon gehört."

"Hab ich nicht", entgegnete Sadie. "Ist mir auch egal. Aber danke."

Dad bedankte sich beim Leiter der Sammlung, dass er uns an einem Feiertag empfing. Anschließend legte er mir die Hand auf die Schulter. "Dr. Martin, das sind Carter und Sadie."

"Aha! Offensichtlich ihr Sohn und -" Der Leiter musterte Sadie unentschlossen. "Und diese junge Dame?"

"Meine Tochter", erklärte Dad.

Dr. Martins starrer Blick hatte für einen Augenblick etwas Hilfloses. Gleichgültig, für wie aufgeschlossen und höflich sich Leute halten, immer gibt es diesen Moment der Verblüffung auf ihren Gesichtern, wenn sie mitkriegen, dass Sadie zu unserer Familie gehört. Ich hasse es, aber mit den Jahren wartete ich schon fast darauf.

Der Leiter fand sein Lächeln wieder. "Ja, ja, natürlich. Immer hier entlang, Dr. Kane. Es ist uns eine große Ehre!"

Hinter uns verriegelten die Wachleute die Tür. Sie nahmen unser Gepäck und einer von ihnen griff nach Dads Arbeitstasche.

"Nein", lehnte Dad mit angespanntem Lächeln ab. "Die behalte ich lieber."

Während wir dem Leiter in den überdachten Innenhof des Museums, den Great Court, folgten, blieben die Wachleute im Foyer. Der weite Platz hatte am Abend etwas Bedrohliches. Durch die Glaskuppel fiel schwaches Licht und warf ein Schattenmuster auf die Wände, das wie ein Spinnennetz aussah. Unsere Schritte hallten auf dem weißen Marmorboden wider.

"Also", sagte Dad, "der Stein."

"Ja!", erwiderte der Leiter. "Auch wenn ich nicht nachvollziehen kann, welche neuen Informationen er Ihnen liefern könnte. Er wurde endlos erforscht - aber er ist natürlich auch unser berühmtestes Artefakt."

"Natürlich", bestätigte Dad. "Aber vielleicht erleben Sie eine Überraschung."

"Was meint er damit?", flüsterte mir Sadie zu.

Ich gab keine Antwort. Ich hatte einen leisen Verdacht, um welchen Stein es ging, aber ich konnte mir nicht erklären, warum Dad uns ausgerechnet am Weihnachtsabend hergeschleppt hatte, damit wir ihn uns ansahen.

Was hatte er uns wohl an Cleopatra's Needle erzählen wollen - etwas über unsere Mutter und die Nacht, in der sie starb? Und warum drehte er sich ständig um, als erwartete er, dass diese seltsamen Leute, die wir an der Nadel gesehen hatten, wieder auftauchen würden? Wir waren in einem Museum eingeschlossen und von Wachleuten und neuester Sicherheitstechnik umgeben. Niemand konnte uns hier etwas tun - hoffte ich.

Wir bogen nach links in den Flügel mit der Ägyptischen Sammlung. An den Wänden reihten sich wuchtige Statuen von Pharaonen und Göttern, doch mein Vater beachtete sie nicht weiter, sondern steuerte direkt auf die Hauptattraktion in der Mitte des Raums zu.

"Wunderschön", murmelte Dad. "Und es ist ganz sicher keine Kopie?"

"Nein, nein", beteuerte der Leiter. "Das Original befindet sich zwar nicht immer in der Ausstellung, aber für Sie habe

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