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Die Legende der Wächter 12: Der Zauber von Lasky, Kathryn (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.03.2014
  • Verlag: Ravensburger Buchverlag
eBook (ePUB)
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Die Legende der Wächter 12: Der Zauber

Die Wächter von Ga'Hoole feiern ihren Sieg über den finsteren Lord Arrin und bejubeln Coryn, den neuen König im Großen Baum. Dabei hat der junge Eulerich überhaupt keine Lust, mit seinen Untertanen die Tanzkralle zu schwingen. Ihn plagt eine düstere Ahnung: Die Hägsmagie, ein böser Zauber aus uralter Zeit, ist nicht ausgelöscht. Ganz im Gegenteil - eine gewisse Eule, deren Name nur mit Schaudern gekrächzt wird, könnte diese zerstörerische Macht aufs Neue entfesseln ... Band 12 der mitreißenden Erfolgsserie 'Legende der Wächter' von Kathryn Lasky

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 01.03.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783473475193
    Verlag: Ravensburger Buchverlag
    Originaltitel: Guardians of Ga'Hoole: The Golden Tree
    Größe: 4003 kBytes
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Die Legende der Wächter 12: Der Zauber

"Du machst ja ein Gesicht, als hättest du einen Geisterschnabel gesehen, Coryn!"

Es war Mittag. Die meisten Eulen im Großen Baum schliefen längst. Coryns Onkel und Oberster Berater Soren stattete seinem Neffen einen Besuch ab.

Coryn blickte flüchtig von dem tränenförmigen Glutbehälter auf, den der Schmied Bubo angefertigt hatte. "Schön wär's! Leider ist sie kein Geisterschnabel."

Sie? Dann geht es mal wieder um Nyra , dachte Soren. Seit Coryn die Glut geborgen und das Heer der Reinen vernichtend geschlagen hatte, war Nyra nicht mehr aufgetaucht. Sie war aber nicht in der Schlacht gefallen, sondern hatte fliehen können. In den Augen der meisten Eulen war sie trotzdem so gut wie tot. Schließlich befehligte sie keine Streitmacht mehr und nicht sie, sondern ihr Sohn Coryn war im Besitz der Glut. Trotz seiner Jugend war er ein kluger, umsichtiger Herrscher. Doch die Furcht vor seiner Mutter verfolgte ihn immer noch. Das würde wohl auch so bleiben, ob Nyra nun tot war oder noch am Leben.

Als Soren seinen Neffen liebevoll betrachtete, gab es ihm einen Stich in den Magen. Die Narbe, die Coryns Gesicht diagonal in zwei Hälften teilte, zuckte krampfhaft. Seine eigene Mutter hatte ihm diese Wunde zugefügt.

Soren konnte den Anblick nicht ertragen. Er würde seinen Neffen hier und jetzt auf seine Ängste ansprechen. Vielleicht tat es Coryn ja gut, sie einmal in Worte zu fassen.

"Hör zu, Coryn. Es ist überhaupt nicht bewiesen, dass sie noch lebt. Und wenn doch, so stellt sie keine echte Gefahr mehr dar, weil ihr Heer zerschlagen ist."

Coryn, der wieder in die Glut geschaut hatte, wandte ruckartig den Kopf. "Nyra ist nicht irgendeine bösartige Eule, Onkel. Wenn sie ..."

"Ich weiß, ich weiß", fiel Soren ihm leicht gereizt ins Wort. "Schließlich haben wir die Legenden zusammen gelesen. Wenn sie tatsächlich eine Hägsdämonin ist ..."

"Das ist nicht der Punkt. Weißt du noch, was ich gesagt habe, als wir beide die erste Legende vom Glutsammler Gränk gelesen haben?"

Ja, das wusste Soren noch sehr gut. Coryn hatte aus der Legende die Schlussfolgerung gezogen, dass auch sein eigenes Blut verseucht war, falls in den Adern seiner Mutter ein Anteil Dämonenblut floss. Soren fand diesen Gedanken unsinnig, aber er hatte Coryn nicht von seiner Überzeugung abbringen können. Zum Glück ahnten weder der Rest der Viererbande noch Otulissa etwas von Coryns Befürchtung. Der junge König wollte auf keinen Fall, dass noch jemand außer seinem Onkel davon erfuhr.

"Die Glut hat dir ein Bild gezeigt, nicht wahr?", fragte Soren.

Coryn schaute wieder auf und blinzelte erstaunt, als nähme er seinen Onkel erst jetzt richtig wahr.

"Was machst du überhaupt hier? Warum bist du nicht in deiner eigenen Höhle bei Pelli und den Kleinen? Es ist helllichter Tag. Warum schläfst du nicht?"

"Ich weiß auch nicht ..."

"Hast du geträumt?"

"Vielleicht." Soren schloss kurz die Augen, als müsste er sich sammeln oder nach den richtigen Worten suchen. "Du weißt ja, wie das ist ... Du bist ein Feuerseher und ich bin ein Sternenseher."

"Ja, ich weiß. Du träumst von Dingen, die hinterher tatsächlich passieren. Aber worauf willst du hinaus? Hast du geträumt, dass mir die Glut Bilder zeigt? Bilder von meiner Mutter? Wenn das so ist, müsstest du eigentlich wissen, was mich beunruhigt."

"Ja, ich habe geträumt. Aber leider kann ich meinen Traum nicht recht deuten", entgegnete Soren bedauernd.

Er hatte in der gemütlichen Höhle geschlafen, die er zusammen mit seiner Gefährtin Pelli und den drei gemeinsamen Töchtern bewohnte: Sebastiana, auch "Bascha" genannt, Blüte und Bell. Auf einmal war es ihm vorgekommen, als träumte er keinen eigenen, sondern einen fremden Traum - oder teilte er vielleicht Coryns Vision, die ihm die Glut im selben Augenblick offenbarte?

Soren war verstört aufgewacht. Aus den alten Legenden

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