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Die Legende der Wächter 14: Die Verbannung von Lasky, Kathryn (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.10.2014
  • Verlag: Ravensburger Buchverlag
eBook (ePUB)
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Die Legende der Wächter 14: Die Verbannung

Dracheneulerich Striga hat sich das Vertrauen von König Coryn erschlichen. Er verleitet den jungen Schleiereulerich zu grausamen Entscheidungen: Erst werden Coryns treuste Freunde aus dem Großen Baum verbannt, dann werden Feste, Musik und Tanz verboten. Schließlich gehen sogar Bücher in Flammen auf! Die ganze Eulenheit ist in Gefahr, denn Striga ist einer uralten, dunklen Macht verfallen. Doch den Verbannten sind die Krallen gebunden. Wer kann den Großen Baum jetzt noch retten? Band 14 der mitreißenden Erfolgsserie 'Legende der Wächter' von Kathryn Lasky.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 21.10.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783473475551
    Verlag: Ravensburger Buchverlag
    Originaltitel: Guardians of Ga'Hoole: Exile
    Größe: 4140 kBytes
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Die Legende der Wächter 14: Die Verbannung

"Ich verstehe das einfach nicht, Bell!", beschwerte sich Bells Schwester Blüte. "Ich habe den ganzen Sommer über Gesangsstunden bei Madame Plonk genommen. Und jetzt erzählst du mir, dass ich auf dem Fest nicht auftreten soll? Madame Plonk wird sauer sein. Ich bin auch sauer."

"Das musst du nicht."

"Aber ich habe so viel geübt!"

"Singen ist ... na ja ... ein Ausdruck von Hochmut", erwiderte Bell ein bisschen verlegen.

"Von Hochmut?" Blüte riss erstaunt die großen schwarzen Augen auf.

"Ja, und von Eitelkeit."

Seit der blaue Eulerich Striga im Großen Baum lebte, war das Wort "Eitelkeit" immer öfter zu hören.

Die Wächter von Ga'Hoole waren dem Blauen zu großem Dank verpflichtet. Das galt vor allem für Soren und Pelli. Striga - beziehungsweise "der Striga", wie er sich mit Vorliebe nennen ließ - hatte ihrer Tochter, der kleinen Bell, das Leben gerettet.

Bell war auf einem Übungsflug für die Nachwuchsbrigaden von einem Sturm mitgerissen worden. Dabei hatte sie sich verletzt. Hätte der Striga, der aus seiner Heimat, den Mittellanden, geflohen war, sie nicht gefunden und gepflegt, wäre sie womöglich gestorben. Doch Bell hatte noch weit Schlimmeres durchgemacht. Sie und der Striga waren von den Reinen in die Wüste Kuneer verschleppt worden.

Seit vielen Monden hatte man nichts mehr von den Reinen und ihrer machtgierigen Oberbefehlshaberin Nyra gehört. Man hatte gehofft, das Heer der Reinen wäre bis auf wenige Überlebende aufgerieben worden und Nyra selbst wäre im Kampf gefallen. Das war leider ein Irrtum gewesen. Die Reinen hatten heimlich neue Kämpfer angeworben und sich in ein unterirdisches Heereslager in der Wüste zurückgezogen.

Letztlich war dem Striga und Bell die Flucht gelungen, doch während ihrer Gefangenschaft hatten sie herausgefunden, dass die Reinen einen Mordanschlag auf Coryn und die Viererbande planten. Zum Glück konnte der Striga den Plan der Reinen durchkreuzen.

Somit war es nicht nur Bell, die tief in seiner Schuld stand, sondern die gesamte Gemeinschaft der Wächter. Darum hatten Coryn und die Bande den Striga auch in den Großen Baum eingeladen.

Der Striga wiederum war froh gewesen, die Mittellande und den Drachenhof der Kaiserinwitwe endgültig verlassen zu können, denn das träge, verschwenderische Leben, das er dort geführt hatte, war ihm zutiefst verhasst.

"Wenn du deinen Auftritt auf dem Erntefest absagst, schenke ich dir eine blaue Feder vom Striga", versuchte Bell ihre Schwester zu überreden.

"Was soll ich denn mit einer ollen Feder?", sagte Blüte mürrisch.

"Du könntest in unseren Club eintreten, den Club der Blauen Feder. Ein Clubmitglied zu sein, ist einfach toll!"

Blüte wusste nicht, was sie dazu sagen sollte. Was war bitte schön toll daran, einem Club anzugehören? Singen - das war etwas Tolles! Bell hat sich sehr verändert , dachte sie.

"Ich kapier das nicht", sagte Morgengrau schlecht gelaunt.

"Was kapierst du nicht?", fragte Gylfie.

Der stattliche Bartkauz drehte sich zu der zierlichen Elfenkäuzin um. "Jetzt mal ehrlich, Gylfie. Wie sollen wir morgen Nacht ein richtiges Erntefest feiern? Wir haben ja noch nicht mal Rankengirlanden aufgehängt!"

"Und was ist mit dem Milchbeerenmet?" Digger flatterte auf die Hauptempore der Großen Höhle. "Es wird gar keiner gebraut, sonst hätten wir schon etwas gerochen. Die Harfengilde hat auch nicht geübt. Und das soll das fröhlichste Fest des Jahres werden? Mir kommt es eher wie eine Bestattungsfeier vor!"

"Mir auch", pflichtete Soren ihm bei. "Allerdings muss ich zugeben, dass wir es letztes Jahr vielleicht ein bisschen übertrieben haben. Ich hätte nicht im Traum daran gedacht, dass ich Otulissa mal betrunken erleben würde. Sie hätte den armen Martin beinahe zerquetscht."

"Sie tanzt einfach gern", entgegnete Digger. "Ich weiß noch gut, wie sie dich in unserem ersten Jahr

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