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Die Luna-Chroniken: Alle vier märchenhaften Bände als E-Box! von Meyer, Marissa (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.12.2017
  • Verlag: Carlsen
eBook (ePUB)
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Die Luna-Chroniken: Alle vier märchenhaften Bände als E-Box!

Die Erfolgsserie aus den USA: eine grandiose Mischung aus Märchen, Romantik und Science-Fiction mit vier umwerfenden Heldinnen! Hier trifft klassisches Märchen auf SciFi - romantisch und spannend zugleich! Marissa Meyer haucht alten Märchen neues Leben ein und entführt in die magische Welt der Lunarier. Hier ist Aschenputtel ein Cyborg, heißt Cinder und arbeitet als Mechanikerin - bis sie dem Prinzen helfen muss, eine Invasion zu verhindern. Rotkäppchen macht sich in einem Raumschiff durchs Universum auf der Suche nach ihrer verschwundenen Großmutter und trifft dabei den mysteriösen Straßenkämpfer Wolf. Trotz der hochtechnologischen Zukunft sind große Gefühle natürlich nicht wegzudenken - und was wäre ein gutes Märchen ohne seinen Prinzen? Alle Bände der faszinierenden Luna-Chroniken: Wie Monde so silbern (Band 1) Wie Blut so rot (Band 2) Wie Sterne so golden (Band 3) Wie Schnee so weiß (Band 4) E-Book-Erzählung: Das mechanische Mädchen (nicht in der E-Box enthalten) Marissa Meyer liebt Fantasy, Grimms Märchen und Jane Austen. Sie hat Kreatives Schreiben mit dem Schwerpunkt Kinderliteratur studiert und lebt mit ihrem Mann und ihren drei Katzen in der Nähe von Seattle. Die vier Bände der "Luna-Chroniken" sind ihr Debüt als Schriftstellerin, wurden aus dem Stand zu New-York-Times-Bestsellern und sind in 27 Länder verkauft. Mehr unter www.marissameyer.com.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 2240
    Erscheinungsdatum: 21.12.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783646924107
    Verlag: Carlsen
    Größe: 5400 kBytes
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Die Luna-Chroniken: Alle vier märchenhaften Bände als E-Box!

1

Sechzehn Stunden brauchte ihr Satellit, um den Planeten Erde zu umrunden. Es war ein Gefängnis mit einem atemberaubenden Blick - riesige blaue Meere, wirbelnde Wolken und Sonnenaufgänge, die die halbe Welt in Brand setzten.

In der ersten Zeit ihrer Inhaftierung hatte sie oft Kissen auf den Schreibtisch getürmt, die Bildschirme mit Bettlaken verhängt und sich so eine kleine Höhle gebaut. Dann spielte sie, sie sei nicht in einem Satelliten, sondern in einem Beischiff auf dem Weg zum Blauen Planeten. Und würde bald landen, echte Erde betreten, echten Sonnenschein fühlen und echten Sauerstoff einatmen.

Sie starrte stundenlang auf die Kontinente und stellte sich vor, wie es dort unten wohl wäre.

Luna anzusehen, vermied sie. An einigen Tagen schwebte ihr Satellit so dicht daran vorbei, dass der Mond die gesamte Fensterbreite einnahm und sie die gewaltigen glitzernden Kuppeln und die funkelnden Städte ausmachen konnte, in denen die Lunarier lebten. Wo sie auch gelebt hatte. Vor Jahren. Bevor sie verbannt worden war.

Als Kind hatte sich Cress in diesen quälend langen Stunden vor dem Mond versteckt. Manchmal war sie ins kleine Bad geflüchtet und hatte sich damit abgelenkt, ihre Haare in raffinierte Zöpfe zu flechten. Oder sie hatte sich unter dem Schreibtisch verkrochen und Wiegenlieder gesungen, bis sie tatsächlich einschlief. Oder von einer Mutter und einem Vater geträumt und sich ausgemalt, wie sie mit ihnen spielte, wie die Eltern ihr Abenteuergeschichten vorlasen und ihr dabei liebevoll die Haare aus der Stirn strichen, bis endlich - endlich - der Mond hinter der schützenden Erde versunken war und sie sich wieder sicher fühlen konnte.

Selbst jetzt nutzte Cress diese Stunden, um unter das Bett zu kriechen, zu schlafen, zu lesen, sich Lieder auszudenken oder komplizierte Codes zu knacken. Sie sah nicht gerne auf die Städte von Luna hinab, weil sie eine paranoide Vorstellung hatte: Wenn sie die Lunarier sehen konnte, so mussten die Lunarier sie doch auch jenseits ihrer künstlichen Himmel entdecken können.

Es war wie ein Albtraum, der nun schon länger als sieben Jahre andauerte.

Doch obwohl die silberne Kuppe Lunas schon in eine Ecke ihres Fensters gekrochen war, schenkte Cress ihr nicht die geringste Aufmerksamkeit. Denn jetzt spielte sich auf den unsichtbaren Schirmen ein ganz anderer Albtraum ab. Unter grauenerregenden Schlagzeilen tauchten brutale Fotos und Videos auf, die langsam vor ihren Augen verschwammen, während sie von einem Artikel zum nächsten scrollte. Sie konnte gar nicht schnell genug lesen.

14 STÄDTE ANGEGRIFFEN

MASSAKER DAUERTE ZWEI STUNDEN

16000 TOTE ERDBEWOHNER

GRÖSSTES BLUTVERGIESSEN DER DRITTEN ÄRA

Im Netz nichts als Angst und Schrecken. Auf den Straßen lagen Tote mit aufgeschlitzten Bäuchen, deren Blut in die Rinnsteine lief. Menschenähnliche Wesen rannten mit blutverschmierten Kiefern und verkrusteten Nägeln zwischen den Toten herum. Cress hielt die Hand vor den Mund, als sie die Bilder ansah. Ihr Atem ging immer flacher, denn langsam dämmerte ihr die Wahrheit.

Es war ihre Schuld.

Monatelang hatte sie lunarische Schiffe so getarnt, dass die Radare der Erde sie nicht orten konnten, so wie Herrin Sybil es ihr befohlen hatte. Weil sie nichts als eine gut ausgebildete Lakaiin war. Jetzt wusste sie, was für Bestien an Bord dieser Schiffe waren. Jetzt verstand sie, was Ihre Majestät geplant hatte, doch nun war es zu spät.

16000 TOTE ERDBEWOHNER

Niemand hatte etwas von der drohenden Gefahr geahnt. Und alles nur, weil sie nicht tapfer genug gewesen war, sich den Befehlen der Herrin zu widersetzen. Sie hatte ihre Arbeit getan und der Wahrheit nicht ins Auge sehen wollen.

Jetzt tauchte neben den Bildern über das Massaker eine andere Nachricht auf, die sie fast noch mehr entsetzte.

Imperator Kaito aus dem Asiatischen Staatenbund hatte den Angriffen ein Ende be

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